Montag, 27. Oktober 2014

Kommentare oder sind wir zu empfindlich?

Ein Thema das immer wieder gern und ausgiebig diskutiert wird, sei es auf  Blogs, Instagram oder diversen anderen Plattformen.

Die Rede ist natürlich von negativen bzw. kritischen Kommentaren, über postive regt man sich schliesslich nicht auf. Ich habe zumindest noch nie auf Instagram gelesen dass ein "Du und dein Freund seid so ein tolles Paar"- Kommentar mit " Wieso schreibst du sowas obwohl du uns gar nicht kennst? Er ist ein total egoistischer Arsch, also behalt deine Meinung für dich!" beantwortet wurde.

Ist ja auch völlig menschlich, dass man lieber positives als negatives Feedback bekommt...wer wird schon gerne kritisiert?

Doch wo fängt Kritik überhaupt an? Manchmal ist es gar nicht so einfach zwischen konstruktiver Kritik, subjektiver Meinung und Beleidigung zu unterscheiden. Es kommt ja durchaus vor dass jemand etwas "nett" verpackt, dass zwischen den Zeilen eigentlich nur "Sieht scheisse aus!" bedeutet.

Doch es soll gar nicht um beleidigende Kommentare gehen. Wir sind uns sicher alle einig, dass Aussagen wie "Boah wie hässlich!" oder "Du hohle Bratze!" absolut indiskutabel sind. Löschen und gut is!

Aber wie siehts mit kritischen Meinungen aus? Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass auch die in die Hater-Sparte geschoben werden.
Besonders auf Instagram ist dieses Phänomen weit verbreitet. Es muss nur jemand ein Outfit unpassend finden "Ich finde die Bluse macht dich älter!"  schon ist er neidisch, ein Hater oder es hat ihn nix anzugehen!
1000 andere Leser, Verwandte, Bekannte und Bloggerfreunde springen in die Bresche und machen sich über den Kommentarschreiber lustig, motzen oder fangen im ärgsten Fall an unter jeglichem Niveau zu diskutieren.

Ich suche dann immer vergeblich nach der Beleidigung die rechtfertigt, dass man sich derartig darüber echauffieren muss.

Da stellt sich mir oft die Frage: Sind wir durch die ständige Konfrontation mit fiesen Kommentaren zu dünnhäutig geworden oder wollen wir schlicht und ergreifend nur Positives hören?

Ich habe den Eindruck dass jeder Kommentar der nicht der eigenen Meinung entspricht sofort als persönlicher Angriff gewertet wird.

Klar macht auch der Ton die Musik und ich möchte auch nicht beschönigen dass man sich viel Mist anhören muss aber trotz allem sollte man doch irgendwo differenzieren.

Jemand dem meine Schuhe nicht gefallen ist noch lange kein Hater, genauso wie jemand der meinen Konsum an Beautyprodukten kritisch hinterfragt. Wenn das konstruktiv und mit Taktgefühl passiert, sehe ich da nichts Schlimmes bei.

Oft kommt der Vergleich, dass Menschen im realen Leben nie den Arsch in der Hose hätten sich negativ über diese Dinge zu äußern. Zum Einen habe ich da definitiv andere Erfahrungen gemacht und zum Anderen muss man doch auch immer mit Feedback rechnen (und möchte es ja auch) wenn man auf öffentlichen Plattformen etwas von sich preisgibt.

Natürlich ist das kein Freifahrtschein zum Draufknüppeln aber man ist sich doch bewusst, dass nicht jeder dieselbe Meinung,denselben Geschmack oder dieselben Ansichten haben kann?

Ist es nicht normal dass man auch mal mit (konstruktivem) Gegenwind rechnen muss?

Ich habe das Gefühl, man DARF eigentlich keine kritische Meinung mehr haben, wie sachlich sie auch geäußert wird, man ist immer der Buhmann der was Böses will oder neidisch ist.

Ist nicht gerade der Austausch untereinander, die unterschiedlichen Ansichten und subjektiven Eindrücke das was interessant ist oder geht es nur noch um fishing for compliments?

Ich bin weißgott niemand der superlocker mit Kritik umgehen kann. Ich bin schnell gekränkt wenn jemand unsensibel und taktlos ist. Kommentare unter der Gürtellinie sind mir dagegen komplett egal, da schalte ich mittlerweile auf Durchzug.
Aber es gibt ja auch noch etwas zwischen schwarz und weiß und manchmal regen andere Meinungen (sofern sie entsprechend formuliert sind) auch an zu reflektieren oder Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Mit negativem Feedback umzugehen musste ich auch erst lernen. Ist es euch nicht auch lieber wenn jemand ehrlich (bei respektvollem Umgang) ist, auch mal hinterfragt statt alles ausnahmslos toll zu finden?


Natürlich freue ich mich auch immer über liebe Worte, nicht dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht aber es ist auch nicht jeder gleich brandgefährlich nur weil er mal anderer Meinung ist, oder?









Kommentare:

  1. Gestern habe ich bei Instagram geschrieben: Also ich bin ja kein Fan von solchen Vampirnägeln.

    Hintergrund: eine Bloggerin hatte ein Foto hochgeladen, auf dem man die Entwicklung ihrer Fingernägel sehen konnte. Sie wurden immer länger und spitzer.
    Als Antwort bekam ich dann: wieso schreibst Du dann überhaupt was dazu?

    Ich habe die Person dann kommentarlos gelöscht.

    Wenn man Bilder veröffentlicht auf einer solchen Plattform, dann gibt man sich der Meinung anderer hin. Ich blase niemandem Zucker in den Arsch Und wenn mir persönlich etwas nicht gefällt, dann ist das eben so. Kann man nicht mit solchen Kommentaren leben, dann sollte man nichts hochladen. So einfach ist das. Hab es auch schon bei einem Kumpel erlebt, dass dieser von Frauen geblockt wird, sobald er mal etwas nicht vorkommen positives unter Bilder schreibt.

    Mir werden solche Personen unsympathisch, die zickig oder überzogen auf Kritik reagieren.

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  2. Schöner, durchdachter Beitrag!
    Auf den meisten Blogs hat sich eine ganz angenehme Kommentarkultur herausgebildet, wie ich finde - und ich komme über blöde Kommentare leider Gottes auch schwer hinweg.
    Deutlich schlimmer finde ich diese Angewohnheit in vielen Foren - und teils auch bei Blogs - die voll draufhauen, wenn der Postschreiber Fehler zugibt. Also wenn jemand um Rat bittet, weil er/sie Probleme mit dem Partner hat oder (bei Blogs) eine umweltfreundlichere Alternative zu irgendetwas darstellt und um Anregungen bittet oder jemand (in einem eigens dazu eingerichteten Thread) sich über seine Mitmenschen aufregt und dann Kommentare kommen, die den Schreiber total zerlegen.
    Immer wieder gern gesehen in einem bestimmten Thread zum Thema "über Mitmenschen aufregen", wo ganz häufig User, die von einem emotional verletzenden Erlebnis schreiben, von anderen Usern total angegangen werden und regelrecht beschimpft werden, dass sie sich nicht wundern brauchen, ihre Handlungen hätten auch kein anderes Ergebnis verdient.
    Zum Beispiel schrieb eine Userin, dass sie von einem Obdachlosen, dem sie helfen wollte, heftig beleidigt wurde. Daraufhin kommen dann Kommentare, dass sie ja so arrogant wäre, wenn sie das Verhalten des Obdachlosen nicht nachvollziehen könne, dass es ja so dumm sei, mit einer Kleinigkeit (es ging um etwas zu Essen) helfen zu wollen, wahrscheinlich würde sie das ja sowieso nur machen, um sich überlegen zu fühlen und so weiter.

    Das war jetzt etwas Off Topic - auch wenn ich sowas Ähnliches schon häufig im Zusammenhang mit alternativer und Naturkosmetik auf Blogs gelesen habe - aber das fiel mir siedend heiß zum Thema Miteinander im Internet ein.

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  3. Vor allem bei den "großen" Blogs fällt mir immer mehr auf das alle nur schreiben "oh wie hübsch" "ist das toll" "schöne Farbe" und wenn ich, als kleiner normaler Blogger dann meine Meinung dazu schreibe und diese nicht mit den anderen positiven Kommentaren übereinstimmt entschuldige ich mich sogar als erstes dafür. -.- Was eigentlich total bescheuert ist. Was bringt es mir wenn ich meine Nägel total hässlich lackiere und alle schreiben "wie schön" "hast du tolle Nägel" (ich glaube wenn ich groß bin teste ich das mal :D), natürlich freue ich mich über jedes noch so kleine Kommentar und wenn jemanden nicht gefällt was ich hochlade dann ist das nun mal so.
    Wer mit Kritik nicht umgehen kann sollte sich überlegen ob er nur Komplimente bekommen will oder ob er seinem Blog "die eigene Note", dass persönliche Extra, geben möchte und dann halt auch mal mit negativen Kommentare rechnen muss.
    Natürlich nur so lange die negativen Kommentare noch ordentlich geschrieben sind.
    "Boar, sieht das sche.. aus" ist meiner Meinung nach einfach nur doof und unreif.
    Schreibt die Person aber "Ich finde die Farben passen einfach nicht zusammen." finde ich okay. Mit solchen Kommentaren kann ich leben und natürlich hat jeder seine eigene Meinung. Leute die jegliche negativen Kommentare löschen wird es bestimmt immer geben.
    Lg Kim

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    1. Hab schon mal unter ein Bild zu einem Nagellack geschrieben, der ausgesehen hat als hätte ein blinder Hund die Nägel lackiert: Das sieht aus wie hingerotzt.
      Ich konnte einfach nicht verstehen, wie das Mädel das hochladen konnte und so die Farbe präsentieren wollte. Hat mir fast schon ein bisschen leid getan. Aber manchmal bin ich einfach sehr ehrlich. Und da war ich zur Abwechslung mal nicht alleine mit meiner Meinung.

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    2. @Julia
      ich hoffe aber schon, dass du dir im Klaren warst und bist, dass auch DAS ein grenzwertiges Kommentar war?
      Da wäre ich auch gekränkt. Kann man da nicht schreiben "ich fände es schöner, wenn es sauberer wäre..." oder aber man gibt sogar Tipps, wie diejenige besser lackieren kann?
      Wie Tine oben schon schrieb: der Ton macht die Musik.
      Bei solchen Kommentaren wie deinen braucht man sich dann nicht wundern, dass man als Hater abgestempelt wird. Auch die eigene Meinung kann anständig formuliert werden.

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    3. Ja,ehrlich nennen sich gerne leute,die sich schlicht im ton vergreifen.

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  4. Genau dieses "Haten" ist mir auch schon passiert. Jemand postet ein Foto, ich sage, dass ich es nicht so schön finde bzw.anderes schöner ist und schon bin ich unverschämt und beleidigend, damit habe ich es ganz freundlich formuliert. Der andere würde ja niemals so etwas in echt sagen. Ist ja okay, ich würde das aber schon tun. Und wer ein Foto postet, WILL doch eine Reaktion. Ich konnte das echt nicht verstehen und kann deine Überlegungen super nachvollziehen und finde sie total toll!!
    LG, Kathi

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  5. Ich kann deine Meinung teilen. Ich habe auch das Gefühl, dass immer mehr Blogger mit Kritik nicht wirklich umgehen können. Klar, niemand wird gerne kritisiert, aber ich habe erlebt, dass manchen Lesern selbst total harmlose Fragen direkt negativ ausgelegt werden. Ich habe mal eine Beauty-Bloggerin gefragt, ob sie weiß, was für einen Wert ihre riesige Nagellacksammlung ungefähr hat und habe eine dermaßen unfreundliche Antwort bekommen, dass mich ihre Finanzen nichts angehen und sie sich das schon leisten kann, weil sie arbeiten geht und es total dreist von mir wäre, zu erwarten, dass sie über ihre finanziellen Möglichkeiten Auskunft gibt. Ich dachte nur: Hä??? Darauf hat sich die Frage doch gar nicht bezogen. Sie muss mir die Frage ja nicht mal beantworten, aber dann kann man doch auch einfach freundlich sagen, dass die Frage zu persönlich ist und muss nicht gleich ein riesiges Drama daraus machen. Diese Angriffshaltung mancher Blogger, die überall irgendetwas negatives reininterpretieren, kann ich nicht nachvollziehen. Das ist mir in letzter Zeit nämlich schon häufiger aufgefallen und ich frage mich auch, woher das kommt. Wer sich im Internet zeigt und ein Stück weit Privatleben offenbart, der wird eben auch mal Kritik bekommen. Solange das sachlich ist, sollte man das verkraften können, denn ich denke, überwiegend ist das Feedback ja doch eher positiv.

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    1. Genau das meinte ich auch als ich schrieb, dass viele ne sachliche Meinung gleich als persönlichen Angriff interpretieren :(

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  6. Finde ich gut, dass du das Thema ansprichst. Man traut sich wirklich kaum noch, konstruktive Kritik zu äußern, weil man keinen Bock auf den langen Rattenschwanz hat, dem so ein kleiner Kommentar oft folgt. Ich finde es oft auch unmöglich, dass dann immer andere Follower in die Presche springen, auch wenn es hier nur um den Dialog mit dem Verfasser des Beitrags ging.
    Aber ich muss sagen, dass ich auch in der realen Welt manchmal alleine dastehe, wenn ich eine ehrliche Meinung äußere. Von Freunden erwarte ich eine ehrliche Antwort, wenn ich um Rat frage- sonst kann ich es doch gleich sein lassen.
    Aber es kann schon sein, dass man online inzwischen echt empfindlich ist, weil es wirklich viele Hater gibt. Und dass man Geschriebenes auch schnell falsch interpretieren kann, darf man natürlich auch nicht vergessen. :)

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    1. Das ist aber eigentlich schade, dass man sich schon gar nicht mehr traut was Kritisches zu sagen.

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  7. Ich muss sagen, dass ich bis jetzt noch keine wirklich negativen Kommentaren bekommen habe, mein Blog ist aber auch noch nicht so groß, aber irgendwie habe ich schon Angst davor. Ich bin da schon ein Sensibelchen und man gibts sich in seiner (bei mir neben der Arbei sehr knapp bemessenen Zeit) ja sehr viel Mühe alles perfekt hin zu kriegen.

    Wenn ich irgendwo kommentiere, kommentiere ich immer das Thema d.h. ein bestimmtes Produkt oder einen Look. Das Produkt kann mir gefallen oder auch nicht, genau wie ein Look und das kommentiere ich auch entsprechend. Aber immer so nett wie möglich, denn es geht ja um die Sache und nicht um die Person die dort bloggt. Ich würde niemals jmd persönlich angreifen und versuche es so zu formulieren, dass ich denjenigen nicht mit einem negativen Gefühl hinterlasse. Seine Meinung sollte man schon sagen dürfen, aber eben in rücktsichtsvoller Art und Weise. Ich versuche einfach andere so zu behandeln, wie ich es selbst gerne hätte.

    Liebe Grüße,

    Carina

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    1. Das hast du gut zusammengefasst, sehe ich auch so!

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  8. Ein wirklich interessanter Beitrag, zu einem Thema, dass mir auch schon länger aufgefallen ist. Angefangen hat das schon auf diversen Blogs. Immer wieder lese ich positive Kommentare, manchmal auch komplett unpassend, aber Hauptsache man findet alles gut. Kritik wird nur selten geäussert und es sagt fast nie jemand, dass es einem nicht gefällt.
    Ich finde das sehr schade und finde, gerade das am Bloggen so spannend. Ich möchte dass meine Leser oder meine Follower mir ihre Meinung mitteilen und nicht einfach etwas hinschreiben, damit ich mich gut fühle.
    Ich versuche immer eine ehrliche Meinung abzugeben und wenn mir etwas nicht gefällt, dann sage ich das auch, in einem anständigen und normalen Ton. Manchmal könnte man glauben, dass eine negative Äusserung ein unausgesprochenes No-Go ist.

    Auch auf Instagram finde ich es schön, wenn die Menschen ehrlich sind. Dass es dann Freunde/Verwandte oder sonstige nahestehende Personen angebracht finden, direkt zurückzuschiessen verstehe ich oft nicht. Ich habe das nun schon öfters gesehen, dass auf eine normale Kritik direkt beleidigend zurückgeschossen wurde und das, nicht einmal von der Betroffenen selbst sondern von irgendwelchen anderen Followern.
    Ich glaube jeder der etwas bei Instagram, Twitter oder einer anderen sozialen Plattform postet, sollte lernen mit konstruktiver Kritik umzugehen. Nicht jedem gefällt das, was der andere macht und nicht alle finden diese Hose toll.. Solange es normal geäussert wird und nicht beleidigend wirkt oder ausgesprochen wird, finde ich das voll okay. Mit Kritik umgehen ist manchmal schwer, aber nur so lernt man etwas.

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    1. Ja eben, wenn man öffentlich postet weiss man dass nie jedem alles gefallen kann und wird!

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  9. Ganz unabhängig vom Thema will ich mal loswerden, dass ich mich sehr freue, wieder so regelmäßig von dir zu lesen. Dein Schreibstil trifft genau meinen Geschmack und es ist ganz erfrischend, dass es nicht immer nur um Kosmetik geht.

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    1. Ich versuche das regelmäßige Bloggen jetzt auch so beizubehalten, danke :)

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  10. Oft sind es ja gar nicht die Hochladenden selbst, sondern gerade bei Leuten mit vielen Followern irgendwelche folgenden Dritte, die meinen, einspringen zu müssen und alles, was nicht an ehrfürchtige Bewunderung erinnert, ab zu strafen.
    Oft denke ich mir, wenn ich etwas nicht ganz so gelungen finde, dass ich einfach nichts dazu sage, weil ich ahne, dass viel Mühe und Sorgfalt dahinter stecken. Wenn ich allerdings einen wirklichen Verbesserungsvorschlag habe, schreibe ich ihn schon. Mir sind die Leute, die unter jedes Bild "I love u so much!" posten, ziemlich suspekt.

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    1. den ersten Satz kann ich vollständig unterschreiben!

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  11. Ich finde es auch schade, dass bei manchen Blogs sogar die Kommentarfunktion abgeschaltet wurde aufgrund kritischer Kommentare etc. Auch ich bekomme es oft zu spüren dass sachliche Kritik unerwünscht ist. Entweder man wird dann von den Lesern angemacht, vom Blogger oder der Kommentar wird gar nicht erst freigeschaltet.

    Da ist so unsympathisch.

    Am Anfang ist's mir auch schwer gefallen Kritik anzunehmen, vor allem weil die Leser ja einen nicht unbedingt persönlich kennen.

    Und da ist für mich die Grenze: Kritik darf nicht persönlich werden und dem Sachverhalt entsprechen. Dann ist alles in Ordnung :)

    Bloggen ist auch der Austausch zwischen Blogger und Leser. Das macht das Ganze doch erst spannend.

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  12. Es ist schon ein Dilemma ... einerseits ist ehrliches Feedback toll, andererseits haben viele Menschen nicht gelernt, mit Kritik umzugehen. Da wird dann sortiert: Positives Feedback = gut, negatives Feedback = schlecht. Ebenso gerne wird gleichgesetzt: Positives Feedback = konstruktive Kritik, negatives Feedback = destruktive Kritik. Was natürlich Unsinn ist. Aber destruktive Kritik ist ja böse, also dem bösen Kritiker gleich was entgegengiften ... Wie schon so oft geschrieben, tauchen auch oft White Knights auf, die ihren Kumpel oder ihr Idol verteidigen wollen. Und schon geht die Sachlichkeit flöten.

    Wenn ich negatives Feedback abgebe, versuche ich immer auch etwas Positives zu schreiben. Und möglichst freundlich. Denn wenn der Kritisierte sich aufregt, ist er sowieso nicht mehr aufnahmefähig. Das Problem ist nur, dass manche Leute dann nur das Positive wahrnehmen und die Kritik geflissentlich ignorieren, aber was solls :D (ein "Problem" ist das natürlich nur, wenn es um Verhalten geht und dieses Verhalten andere Leute betrifft; bei Aussehensfragen darf natürlich jeder selbst entscheiden, was er schön findet :))

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  13. Ja das wollte ich auch noch einbringen, dass es ja oft die "Fans" oder Follower sind, die gleich verteidigend in die Bresche springen. Wenn es erstmal passiert ist, kriegt man da ja leider kaum Ruhe rein, das entwickelt eine sehr starke Eigendynamik.
    Schade fand ich ja bei Lu zieht an, dass doch so viel wirklich Beleidigendes kam, dass sie die Kommentar Funktion auf dem Blog deaktiviert hat.

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    1. Beim Lesen des Artikels musste ich auch gleich an Lu denken, die ich schon viele Jahre gern verfolge. Ich kann sie verstehen, wenn man viele Jahre viel bösartige Kommentare bekommt und vielleicht auch einfach mal seine Ruhe haben will und sich nicht mit sowas auseinander setzen möchte.

      Andererseits finde ich es trotzdem schade die Kommentarfunktion gleich zu sperren, weil ja der Dialog mit dem Leser doch das eigentliche Kernstück eines Blogs ist - oder? Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt ob sich Blogs jetzt immer mehr zu einer Art virtueller Zeitschrift entwickeln sollen, die man nur noch anschaut und abnickt. Das fände ich wiederum sehr schade, da ich die Kommentare mitunter immer das spannendste am ganzen Beitrag finde :)

      Schlussendlich erinnert mich dieses Übervorsichtige Kommentieren auch sehr an die Diskussionskultur der Amerikaner, in der man erstmal alles lang und breit erklären muss um ja niemanden zu verletzen oder auszugrenzen, oder klar zu stellen "Ja, Herrgott, ich wurde mit mehr als einer Gehirnzelle geboren und der Hintergrund ist mir bekannt". Ging mir nämlich auch gerade so, als ich in einer Downton Abbey Fangroup schlichtweg anmerkte, dass ich einen bestimmten Witz rassistisch fand und nur zurück kam "das war eben damals so" "stell dich nich so an" und der Klassiker "Du musst es ja nicht gucken". Wtf -.-

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    2. sehe ich auch so, berit. auch, dass ein blog ja eigentlich teil einer community ist, der Austausch ist das Kernstück (meiner Meinung nach). man will sich doch auch weiter entwickeln und wie soll das gehen ohne feedback? ohne neue Ideen? ich lese gerne die Kommentare zu einem Beitrag durch, weil mich interessiert, was andere Leute zu sagen haben oder wie sie die Sache finden. ich will mir kein 'Bilderbuch' ansehen. und wenn man der Kritik nicht gewachsen ist oder sich angegriffen fühlt (ungerechtfertigt), dann ist ein blog wohl nicht die richtige Plattform für solche Personen. habe auch mal erlebt, dass ein kritischer Kommentar von der bloggerin angegangen wurde. darauf hin habe ich geschrieben, dass sie damit umgehen muss, wenn man sich für eine Internet Präsenz entscheidet. alle Kommentare dazu wurden dann gelöscht.

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    3. @anonym wenn du über Jahre hinweg beleidigt und beschimpft wirst (was jenseits jeder "Kritik" ist) dann hast du auch das Recht die Kommentarfunktion abzuschalten. Klar, ist es schade, aber alle die immer groß tönen "da kann wohl jemand nicht mit Kritik umgehen", haben nicht erleben müssen, was Lu sich in den letzten Jahren wohl so anzuhören hatte. Also immer vorsichtig mit solchen Einschätzungen. Selbst der stärksten Person zerstört so etwas irgendwann das Selbstwertgefühl, wenn sie sich ständig Hass und Anfeindungen ausgesetzt sehen muss.

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  14. Ich finde das ist ein zweischneidiges Schwert.
    Beide Seiten machen Fehler und dann entstehen Unstimmigkeiten und Missverständnisse und vielleicht auch die Dünnhäutigkeit, die du ansprachst.
    Ich kenne Blogger und co. die schnell überreagieren, wenn man etwas weniger schön findet - vllt gehöre ich selbst dazu - das kann ich schwer beurteilen, aber bei einigen fällt es einem permanent auf. Zuletzt die Frage einer Bloggerin und Freundin von mir unter einem Bild einer anderen Bloggerin bei Insta "Ist das eine Laufmasche?" Sogar mit Zwinkersmiley dahinter. Überhaupt nicht bös, sondern eben schelmisch gemeint. Ein Necken unter Bekannten. Die entsprechende Bloggerin fand das aber gar nicht witzig und wollte wohl nur auf die schönen Elemente im Foto angesprochen werden und fauchte gleich zurück. Warum kann man so etwas nicht mit Humor nehmen? In so einem Fall kann man es ja nicht mal als Missverständnis abtun. Da war ich doch etwas irritiert.

    Andersherum bin ich aber auch kein Fan von: "keiner verträgt mehr Kritik" denn ich lese oft "ich bin halt ehrlich" und "das ist halt meine Meinung", "Schon mal was von freier Meinungsäußerung gehört?" Alles schön und gut, aber wenn das vorangegangene Kommentar dennoch furchtbar formurliert war, zählen diese Rechtfertigungen gar nichts. Anstand ist eine zwingende Vorraussetzung und manche haben scheinbar nie gelernt, wie man ehrlich sein kann, ohne jemanden zu verletzen oder anzugreifen. Das heißt sie GLAUBEN ehrlich und aufrichtig zu sein und realisieren gar nicht, dass ihre Kommentare einfach nur pampig und unhöflich sind.
    Es gibt einen Unterschied zwischen "ehrlich sein" und "ehrlich verletzend sein" und die wenigsten beherrschen diesen feinen Unterschied im Netz. Das stelle ich immer wieder fest. Die freie Meinungsäußerung rechtfertigt eben keine groben und pampigen Kommentare und ich rede hier wirklich nicht von Beleidigngen und offenen Hates, die verletzen SOLLEN. Sondern von Kommentare, die eben ehrlich sein wollen und aber parallel nicht berücksichtigen, dass da eine menschliche Person hinter dem fremden Account sitzt, die Gefühle hat.

    Puh - zu viel Text. Zusammenfassend finde ich einfach, dass es da bei beiden Seiten viele schwarze Schafe gibt und das man vorsichtig mit Verurteilungen sein sollte. Ich finde beide Seiten haben gern mal berechtigeten Grund zum Meckern :D
    LG

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    1. Ich gebe dir absolut Recht! Das Problem ist halt oft, das "Geschriebenes" schnell mal falsch aufgefasst wird und schon enstehen Missverständnisse.
      Das vielen den Unterschied zwischen ehrlich und verletzend nicht kennen, ist leider auch wahr!
      Mir ging es auch nur um die Art Kommentare die ganz offensichtlich nicht böswillig sind aber dennoch so eingestuft werden. Und das ist mir gerade in letzter Zeit extrem aufgefallen.

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  15. Mir ist das auch schon oft aufgefallen. Konstruktive Kritik wird nicht erwünscht....dann kommen so dumme Kommentare wie "dann gucks dir doch nicht an" "dann brauchst du ia nichts dazu zu sagen"....ehm ich glaube manche Menschen haben den Sinn nicht verstanden. Natürlich hat man Imstagramseiten oder Blogs, die man schon länger verfolgt und irgendwie wachsen einem die Autoren ans Herz. Aber ich muaa deswegen nicht jedes Mal überschwenglich alles toll finden. Am größten ist das Phänomen jedoch bei richtig großen Blogs an zu treffen. Als würden die "Schleimer" jetzt erwarten, das sie und sie Blogautorin dicke Bloggerfreunde werden und gegenseitig ihre Blogs vorstellen, damit für einen selber mehr Leser abspringen.
    Aber fakt ist auch...jeder greift mal ins Klöchen und es gibt auch mal etwas, was nicht gefällt. Und das kann man meiner Meinung auch äußern. ..ohne beleidigend zu werden. Und ich erwarte dann aber auch vom Autor und von den anderen Lesern, das sie diese Meinungals konstruktive Kritik sehen und nicht gleoxhgleich beleidigend auf einen losgehen! :D

    Lg Eve

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  16. Ich habe es auch einem recht bekannten Foodblog erlebt.
    Da wird die Käuflichkeit der Bloggerin mit "ein Blogpost macht nunmal viel Arbeit" argumentiert.
    Ja, aber macht sie es um des Bloggen willens oder um von anderen Zucker in den Allerwertesten geblasen zu bekommen? Oder um Sachen abzustauben?
    Jeder Hauch von Kritik wird direkt rigoros runtergemacht, von der Bloggerin selber.
    1:1 Situationen lässt sie nicht zu, löscht Beiträge und schreibt salbungsvolle Texte über böööse Kommentare, die ja soooo unsachlich sind.
    Da ich nur meinen eigenen, tatsächlich sachlichen Kommentar, beurteilen kann, würde ich sagen, sie gefällt sich in der Rolle des sterbenden Schwans und als Opfer.
    Mal darüber nachzudenken oder das eigene Verhalten zu reflektieren, nein BLOß nicht.

    Ich habe meine Konsequenzen gezogen und verfolge den Blog nicht mehr.

    Schluß, aus, Ende.

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  17. Mir fiel dieses Thema auf Instagram auf. Wenn man da mal schreibt: "Ich finde dieses oder jenes nicht so toll", bekommt man gleich von 10 Followern als Antwort: "Musst ihr ja nicht folgen", "Dann ignorier es halt" und die Posterin selbst macht sich dann auch noch über einen lustig.

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  18. Um mal bei dem Beispiel mit der Bluse zu bleiben: Ich weiß nicht, vermutlich sehe ich das noch mal anders als viele, aber ich denke mir oft, wenn Leute ihre Outfits, AMUs, Wohnungseinrichtung usw. zeigen, nicht in Ordnung, wenn man dann schreibt "ich finde, das steht Dir nicht". Sowas habe ich noch nie gemacht. Ich gehe davon aus, dass eine Person etwas von sich zeigt, weil sie es selbst an sich mag und wenn sie nicht explizit nach der Meinung anderer fragt, sollte man da nicht viel zu sagen. Ich finde auch nicht, dass man das Recht dazu hat. Nach dem Motto, hey, ich zeige Euch etwas, was ich gerade trage und ich warte nur darauf, dass Jemand sagt, jaaaa ganz toll oder nee, das sieht scheiße aus. Klar, ich schreibe auch öfter wo mal, das sieht toll aus, aber wenn mir etwas nicht gefällt, schreibe ich lieber gar nichts. Ich möchte der Person, die sich da relativ schutzlos preisgibt, einfach auch nicht das Gefühl geben, dass ich ihren Geschmack nicht so mag. Vielleicht ist das ja zu rücksichtsvoll, aber ich bin nicht dafür da, dass ich ständig überall sage gut oder schlecht..na ja, muss jeder selbst wissen :)

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    1. Aber dann frage ich mich z.B.: Wieso zeigt diese Person dann das Outfit/AMU/Wohnung? Möchte ich im Endeffekt dann nicht immer eine Meinung hören?

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    2. Nein, ich denke nicht, dass es überwiegend darum geht, eine Meinung zu hören, sondern einfach etwas mit anderen zu teilen und vielleicht auch hier und da seine Begeisterung über etwas zum Ausdruck zu bringen. Nur ein Beispiel: Wenn Jemand eine für Deinen Geschmack nicht so tolle Wohnung hat, aber eine Roomtour macht und total stolz ist, auf neue Bilder an der Wand, einen für Dich (grottenhässlichen) neuen Teppich und sonst was..am besten erwähnt die Person auch noch, sie hat länger dafür gespart oder freut sich so, dass alles da ist..und dann kommen so Kommentare wie "was ist das denn für eine Omabude" oder "Du leidest wohl an Geschmacksverirrung", gut, das ist jetzt ein krasseres Beispiel...aber ich finde, man sollte immer auch bei dem, was man so äußert, überlegen, wie es auf die betroffene Person wirkt. Ich bin bestimmt niemand, der nicht seine Meinung klar und deutlich äußern kann, aber ich muss sagen, in dem Bereich wäge ich das immer sehr sorgfältig ab, weil ich niemanden verletzen möchte. Wenn Jemand dann nur z.B. 10-15 Kommentare bekäme, wie scheiße der Teppich aussieht oder was..erstens nimmt man der Person die Freude an dem Teil..womöglich denkt sie immer wieder daran, was man ihr dazu gesagt hat...und ich finde, das geht einfach entschieden zu weit. Und, da man nie weiß, wie Menschen darauf reagieren, sollte man sensibel sein.

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    3. Ich weiß was du meinst aber oft ist es ja so, dass dazugeschrieben wird "Wie findet ihr es?" und dann nur Positives erwartet.

      Ich würde nie in der von dir erwähnten Art kommentieren wenn mir etwas nicht gefällt aber wenn man "gefragt" wird muss man auch damit rechnen dass es Menschen gibt die es eben nicht genauso toll finden. Voraussetzung ist natürlich immer dass es sachlich und taktvoll formuliert ist.

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    4. Hallo Muddelchen, ich habe nochmal viel über deinen Kommentar in letzter Zeit nachgedacht und muss dir nun zum Teil recht geben, wobei ich finde, dass man nochmal klar zwischen Real Life und Blog unterscheiden muss. Wenn mir jemand im RL seine Wohnung zeigt, dann meist in einem sehr privaten Rahmen, der wahrscheinlich auch noch in eine Form der Gastlichkeit (Einladung zum Kaffee etc) eingebunden ist. Das man hier höflich bleiben und die Maxime "Wenn du nichts nettes zu sagen hast, sage gar nichts" befolgen sollte, ist klar.

      Stelle ich diese Wohnung nun aber online UND habe eine Kommentarfunktion zu diesem Artikel frei geschalten, heißt das für mich "Aha, hier MÖCHTE jemand, das ich mich dazu äußere". Die Kommentarfunktion fungiert hier für mich als Einladung. Das die Regeln der Höflichkeit dabei eingehalten werden sollten, ist dabei auch völlig klar.

      Wenn ich wirklich nur Dinge präsentieren will, ohne mich dem Geschmack und Gezeter der Öffentlichkeit auszusetzen, dann kann ich die Kommentarfunktion auch einfach weglassen. Leser, die dann immer noch Nachfragen haben, können diese ja meist auch noch per Mail einreichen; die Adresse ist ja so gut wie immer im Impressum vorhanden.

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    5. @ Tine Das sehe ich allerdings genauso. Wenn Jemand explizit danach fragt, wie findet Ihr es, sollte man sich über ehrliche - höfliche und sachliche - Reaktionen nicht wundern, aber ich denke, ein selbstkritischer Mensch rechnet dann auch damit und weiß sich zu helfen. Ich finde z.B., dass Du hier auf die Kritik mit der Zeichensetzung sehr gut reagiert hast. Wäre aber z.B. auch so etwas, was ich NIEMALS bei anderen kritisieren würde :) Ich denke, ich beherrsche die Regeln recht gut, was ich alleine aus beruflichen Gründen auch schon muss. Aber ich denke mir dann auch: Wenn Jemand offensichtlich nicht so ein Gefühl für die richtige Kommasetzung hat, macht er das nicht, um uns hier zu ärgern, sondern weiß es nicht besser und ich finde es toll, dass Du es so offen zugegeben hast. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass man Dich dafür nicht kritisiert hätte, denn es ist doch offensichtlich, dass das Niemand extra so macht, weil er es eigentlich besser könnte.

      @Berit: So wie Du viel über meinen Kommentar nachgedacht hast, denke ich gerade viel über Deinen letzten nach :) Finde ich toll erklärt! Real würde man sicher nochmal abwägen, richtig und die Idee, dass man, wenn man keine Kommentare möchte, z.B. die Kommentarfunktion abstellt, finde ich auch gut gelöst. Und klar, einerseits denkt man sich, wenn Jemand schon etwas von sich zeigt, erwartet ja auch irgendwas von mir. Gerade, wenn sich Jemand viel Mühe gemacht hat, möchte man dann als Leser eine Rückmeldung geben. Ich bemühe mich immer sehr, ehrlich zu sein. Im Zweifelsfall mache ich es halt so, wenn ich nichts "Gutes" sagen kann zu einer neuen Frisur, einem AMU, einer Einrichtung oder sonst was, sage ich im Zweifelsfall nichts.

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    6. Das macht mir ehrlich nichts aus. Jeder hat seine Schwachpunkte und niemand ist gut in allem. Sie hat ja auch sehr sachlich argumentiert. Es wäre was Anderes gewesen, hätte sie geschrieben ob ich zu doof zur Zeichensetzung wäre.
      Ich würde auch niemanden darauf aufmerksam machen aber mich störts auch nicht beim Lesen, andere dagegen schon und das finde ich vollkommen ok. Hat nunmal jeder andere Ansichten und Empfindungen.

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    7. Ich gehöre halt zu denjenigen, die so etwas störend finden, aber das ist ja meine subjektive Einstellung dazu. Für mich persönlich gehören einfach richtige Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung bei publizierten Texten zum minimalsten Standard. Und vielleicht ist es auch einfach das "Lehrer- und Dozentenphänomen", dass wir so etwas eher bemerken und es uns auch stört.
      Natürlich war es für mich auf nicht einfach Tine darauf anzusprechen, aber ich habe das bei ihren Texten jetzt schon über einen recht langen Zeitraum beobachten können und denke mir einfach: Lieber einmal etwas sagen und drauf aufmerksam machen, als jemanden dann ins Fettnäpfchen treten zu lassen.
      Und ich bin auch froh, dass diese Kritik nicht falsch bei Tine angekommen ist, denn viele sehen Kritik in den Kommentaren bzgl. ihrer Rechtschreibung, Grammatik oder Zeichensetzung als persönlichen Angriff (da es eben nicht in der Schule, der Uni oder auf der Arbeit geschieht). Obwohl das ja die Sachen sind, die man noch am objektivsten kritisieren kann, weil es durch generelle Regeln festgelegt ist.
      Aber ich finde auch, dass es Tine sehr sympatisch macht, wenn sie sagt, dass sie keine Lust drauf hat sich mit Zeichensetzung nochmal zu befassen, obwohl ich persönlich diese Meinung niemals vertreten könnte. Dennoch kann ich sie verstehen. Aber das ist ja auch wieder eine subjektive Einstellung. Ich persönlich ziehe ja meine Konsequenzen daraus, indem ich mir eben zweimal überlege, ob ich diesem Beitrag von ihr jetzt wirklich lesen will.
      Hier hat mich das Thema jetzt einfach so angesprochen, weil ich mir zwei oder drei Tage vorher eigentlich fast genau diese Frage gestellt hatte und bisher auf keinem anderen von mir besuchten Blog bisher etwas dazu gelesen hatte, so dass ich daraufhin dann auch das Unwohl- und Störgefühl beim Lesen des Textes in Kauf genommen habe.

      Liebe Grüße Vicy

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    8. Das hört sich an, als wäre es fast unmöglich meine Texte zu lesen. So arg habe ich das nie empfunden :( Ich muss aber auch sagen, abgesehen von meiner Schwäche, dass sich seit meinem Abi (und das ist mehr als 15 Jahre her) so einige Rechtschreibregeln geändert haben. Als Beispiel hat man vor und/oder nie ein Komma gesetzt, das ist heute offenbar anders.
      Wie gesagt, ich kann auch deine Sicht nachvollziehen aber ich stehe nach wie vor dazu, meine Ecken und Kanten zu haben.

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    9. @ Vicy
      Ich finde auch, dass Du es angemessen geäußert hast. Taktlos war es nicht, aber nach meiner Auffassung auch nicht wirklich notwendig, zu erwähnen. Allerdings stimme ich Dir vollkommen zu, dass solche Dinge noch am ehesten eine fundierte Grundlage zur Kritik haben, eben, weil es ganz klare Rechtschreib- und Kommaregeln gibt. Wäre dies kein Beautyblog, sondern in erster Linie z.B. ein Blog, der sich mit Buchrezensionen oder sonstigen Literaturthemen beschäftigt, würde mir das wohl auch ein wenig aufstoßen, aber im Falle eines Blogs, der von so einem Thema weit entfernt ist, stört es mich nicht, aber auch das ist natürlich nur meine Meinung.

      Und zu Dir noch kurz, liebe Tine:

      Ich habe die neue Rechtschreibung z.B. gar nicht richtig mitbekommen, weil ich nach der Rechtschreibreform noch länger in einer Firma gearbeitet habe, die sich dagegen gewehrt hat und es ausdrücklich nicht erwünscht war, die Zeichensetzung nun nach neuen Regeln zu beachten oder Schifffahrt mit 3 f zu schreiben. Für mich war das in einem späteren Job dann entsprechend schwierig, ich kam mir wieder vor wie in der Schule und machte natürlich auch noch genügend Fehler. Wieder später habe ich jahrelang in einem ausländischen Unternehmen gearbeitet, in dem ich die einzige Deutsche war und meine Sprache und mein Wortschatz verkümmerte etwas :) Gott sei Dank ist das hier auf einem Blog alles nicht so wichtig.

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    10. @Tine:
      So schlimm ist es jetzt auch nicht. Man kann deine Texte schon lesen, das ist nicht unmöglich. Aber es ist halt so, dass, wenn ich sie lese, alle paar Sekunden stoppen muss und mir denke: "Da fehlt ein Komma. Da fehlt ein Komma. Da fehlt ein Komma." Es ist natürlich nicht gerade ein schönen Gefühl, wenn man das ständig denken muss, wenn man einen Text liest. Daher dieses "Unwohl- und Störgefühl". Ich glaube, man kann es am besten hiermit vergleichen: Wenn du einen Text ließt, der mit Rechtschreibfehlern gespickt ist, würde dir das doch auch in einem gewissen Rahmen auffallen und dir ein gewisses Irritationsgefühl bescheren, oder? Wenn nicht, dann hast du es generell echt gut beim Lesen. xD
      Aber wie gesagt: Ich bin der Meinung, lieber einmal darauf ansprechen. Es könnte ja auch einfach sein, dass sich derjenige dessen gar nicht bewusst ist und dann selbst sagt: "Oh ja, stimmt. Darauf habe ich noch gar nicht geachtet." Man möchte ja meistens auch eine realistische Einschätzung über seine Arbeit haben.
      Aber ich finde, dass du dich auch gar nicht verteidigen musst. Du hast deinen Standpunkt dazu klar gestellt und das ist eben so.
      Allerdings war dein Beispiel nicht so gut gewählt bzw. falsch. So wie ich es verstanden habe, meinst du das "und/oder" bei Satzreihen, richtig? Da ist es nämlich leider genau anders herum. Vor der Rechtschreibreform 1996 musste man vor "und" bzw. "oder" ein Komma setzen. Heute dagegen macht man das nicht mehr. Es wird aber noch als korrekt bzw. eigentlich als nicht falsch bewertet, falls man es machen sollte, da man so den vor allem älteren Menschen, die dort immer noch Kommata setzen, entgegen gekommen ist. Aber durch das Weglassen der Kommata an diesen Stellen ist es ja eigentlich eine Reform, die dir zu Gute kommt. ;)

      @Muddelchen:
      Da frage ich mich dann aber, wieso es auf Beautyblogs nicht so wichtig sein sollte, wie z.B. auf Rezensionsblogs? Man benutzt doch trotzdem die Deutsche Sprache und wendet sie ja auch an, indem man Texte schreibt. Ist es nicht egal, ob diese dann die neuste Lidschattentextur einer bestimmten Marke oder den Inhalt des neusten Buches eines bestimmten Autors zum Thema haben? Wieso sollte es da in Ordnung sein mit verschiedenem Maß zu messen?
      Das sind halt meine Überlegungen dazu.
      Wenn jemand auf einem Blog als Kommentar schreiben würde, dass er es gut fände, dass der Blogger immer auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung achten würde, würdest du dann auch sagen, dass derjenige das nicht hätte zu erwähnen brauchen? Das würde mich wirklich interessieren.

      Liebe Grüße Vicy

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    11. Ok, in einigen Punkten hast du sicher nicht Unrecht.. Ich werde versuchen, in Zukunft mal bewusster darauf zu achten. Vielleicht bringt das ja schon was :)

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    12. @ Vicy

      Hallöchen :) Ich beantworte Dir Deine Frage gern. Ich mache aus dem Grunde einen Unterschied zwischen den Themenbereichen, da ich davon ausgehe (vielleicht ein Fehler?), dass Jemand, der viel liest und Rezensionen schreibt, auch irgendwo ein "Talent" dafür hat oder von mir aus von Haus aus eine solide Rechtschreibung und Zeichensetzung hat. Zumindest ist es das, was ich im Freundes- und Bekanntenkreis seit Jahren sehe. Und, um mein Beispiel mal ganz platt darzustellen: Ein Buch ist auch fehlerfrei geschrieben bzw. sollte es sein. Ich ewarte von einer Person, die dazu eine Rezension verfasst natürlich keine fehlerfreie Bewertung, aber doch eine angemesse, die dem Thema ebenbürtig ist.

      Natürlich ist es schön, wenn man auch in anderen Bereichen, sprich Beautyblogs, sieht, dass die Leute der deutschen Sprache mächtig sind und halbwegs fehlerfrei schreiben und die Satzzeichen richtig setzen sowie eine ordentliche Grammatik haben. Nur, ich erwarte es in dem Bereich nicht, weil es mir da nicht so wichtig ist.

      Oder ein anderes Beispiel: Von einem Fahrlehrer erwarte ich, dass er mir auch bissel was über die Technik im Auto sagen kann. Vom Prüfer, der die Fahranfänger sozusagen auf Herz und Nieren prüft und die Ausstellung des Führerscheins befürwortet, erwarte ich nur, dass er seinen Job fair und korrekt erledigt, der muss nicht zwangsweise auch die Technik im Auto kennen, sondern nur das Fahrverhalten der jeweiligen Person beurteilen und ob sie sich an die Verkehrsregeln hält. Ich hoffe, ich konnte es etwas deutlicher machen, was ich meine.

      Wir sollten das Thema jetzt auch besser ruhen lassen, denke ich. Tine hat ja auch bereits Stellung dazu genommen und Deine Kritik angenommen. Liebe Grüße und schön, dass man sich so sachlich austauschen konnte, das ist nicht überall möglich, wie wir wissen :)

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    13. Ich lese total viel und beherrsche die Zeichensetzung trotzdem nicht :D

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  19. Ich hab den Eindruck, dass viele Menschen generell nicht mehr so kritikfähig sind. Das merke ich besonders auf der Arbeit. Man kann gutgemeintes, konstruktives Feedback geben und es wird oft entweder abgestritten oder nicht ernst genommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kommentare auf Instagram und co. ähnlicher Natur sind. Die Leute möchten einfach nichts negatives hören und greifen lieber an als die Kritik zu Herzen zu nehmen (gilt natürlich nur für ernstgemeinte Kritik und nicht dieses "Im Internet kann ja alles sagen, kennt mich ja keiner" bescheuerte Geschnorr).

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  20. ich habe letztens bei instagram auch auf einem beauty-account ein Video gesehen, wo die posterin ihre Reaktion auf Kritik äussert. das ding ist, es handelt sich dabei um konstriktive kritik und tips, wie "ich würde die augenbrauen nicht so dick nachziehen, ich würde es vielleicht eher so und so schminken, probier es doch mal auf diese weise oder diese Farben etc". sie meinte, dass sie genervt ist und so etwas nicht hören will, sie wüsste schon selbst am besten, wie sie etwas macht. da frag ich mich, warum sie es überhaupt hochlädt...
    und klar, sollte der Kommentar auch nicht lauten "du siehst aus als wenn du deinen Kopf in eine kloschüssel getunkt hast", aber dieses ewige schon vorher entschuldigen und vorsichtige geht mir auch auf den Keks. das heißt nicht, dass ich dafür bin, drastische formulierungen zu benutzen. aber so Sachen wie "sorry das ist nur meine persönliche Meinung, aber ich finde den Grünton nicht so passend zum schal. aber rot würde die bestimmt sooo super stehen und dir wahnsinnig schmeicheln,und achja der Kerzenleuchter im Hintergrund ist auch unglaublich"
    kann nicht klar ausdrücken was ich sagen will, ich meine halt, dass Kritik eben Kritik ist und man sich schon trauen sollte, einfach zu schreiben, was man davon hält, ohne nebenbei doch wieder Zucker in den hintern zu blasen. aber ansonsten kann man ja damit rechnen, sofort angegiftet zu werden, ein teufelskreis.

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  21. Liebe Tine,

    da sprichst du etwas an, was mir auch schon des öfteren aufgefallen ist ...und ich immer wieder den Kopf schütteln muss.

    Dass abwertende und/oder beleidigende Kommentare ein "No go" sind - darüber müssen wir kein weiteres Wort verlieren.
    Über "die Bluse macht dich älter / die Farbe macht dich blass / die Augenbrauen wirken so dunkel zu dominant" usw, kann man sich wohl streiten ;-)

    Was mich jedoch immer wieder verdutzt und auch verärgert: wenn konstruktive und freundlich vorgetragene Kritik (oder besser Meinungsäußerung) rigoros als persönlicher Angriff gewertet wird. Und dann seitens der Bloggerin samt ihrer "Anhängerschaft" die Keule ausgepackt wird und in bester Kindergartenmanier gestänkert wird. Scheinbar ist die Netiquette eine Einbahnstraße ...

    Mein persönliches Erlebnis hierzu:

    Ich besuche auch gerne sogenannte "Lifestyle-Blogs". Einen davon verfolge ich quasi seit "der Stunde Null".
    Viele DIY's, Posts über Deko, Rezepte, Alltagsgeschichten. Blog-Typ "persönlich, authentisch, natürlich".
    Im Laufe der Jahre wurde der Blog immer häufiger angeklickt, die Besucherzahlen stiegen an und dadurch wurde der Blog auch für Sponsoren interessant. Ein mehr oder weniger natürlicher Lauf der Dinge ...und an sich auch absolut nicht verwerflich.
    Die gesponserten Posts häuften sich - Produktwerbung en masse. Fast jeden Tag wurden neue Teelichthalter, Vasen, Decken, Kerzenständer, Mode, etc. präsentiert. Der ursprüngliche Flair, das ganz persönliche an dem Blog, verschwand immer mehr. Der Blog war und ist immer noch toll aufgemacht, keine Frage, aber mir fehlte die Authentizität. Ich fühlte mich immer mehr wie auf einer Verkaufsveranstaltung.
    Irgendwann hatte ich mal kommentiert, dass ich das schade finde. Ich habe nix gegen Werbung, und ich gönne jeder Bloggerin, die sich die Mühe macht, einen Blog zu gestalten / schreiben, jegliche materielle oder monetäre Zuwendung. Dennoch finde ich es schade, wenn der ursprüngliche Charakter verloren geht. Mir fehlen die ungesponserten Posts.

    Die Antwort, die ich bekam ? Nicht nur von der Bloggerin, nein, auch von 2 oder 3 ihrer "Unterstützerinnen":
    "es ist MEIN (IHR) Blog, ich (sie) kann schreiben was ICH (SIE) will !" "Du brauchst hier ja nicht zu lesen, wenn es dir nicht passt" "Du bist neidisch" "Wer hat dich denn erzogen ?" "Wenn man wo zu Gast ist, dann hat man keine Kritik zu äußern, sondern den Mund zu halten, wenn einem etwas nicht passt".

    Netiquette ? Fehlanzeige.

    Meine Meinung: wer einen offenen Blog führt, der entscheidet sich doch bewusst dafür, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das ist doch das eigentliche Ziel, oder ? Was die Hintergründe sind, ob schlicht und einfach das Interesse, sich mit anderen über Mode/Beauty/Wohnen/Kochen/Dekorieren etc auszutauschen oder nur Geltungsdrang und das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit dahinter steht - das ist doch eigentlich sekundär. Und geht letztlich auch niemanden was an.
    Dennoch entscheide ich mich als Bloggerin mit dem Schritt an die Öffentlichkeit eben auch dazu, dass mir fremde Menschen über meinen Blog urteilen. Positiv wie negativ.
    Es gibt auch Bloggerinnen, die von vorne weg sagen: "ich veröffentliche keine kritischen Kommentare!".
    Das zumindest hat eine gewisse Ehrlichkeit - da wird gleich klargestellt, dass wirkliches Interesse nur an Leser(innen) besteht, die nach dem Mund reden ... ;-)

    Daher freue ich mich sehr über deinen Post, weil du eine von sehr, sehr wenigen Bloggerinnen bist, die andere Meinungen, die nicht mit der eigenen übereinstimmen nicht nur zulassen, sondern sogar respektieren.
    Chapeau !

    Was mich interessieren würde: ist das ein typisch weibliches Phänomen ? Ist das Stutenbissigkeit ?
    Und ist das bei Blogs von Männern, bei denen vielleicht hauptsächlich Männer kommentieren irgendwie anderes ?

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Ich hab da ehrlich gesagt noch nie drauf geachtet aber könnte mir durchaus vorstellen, dass es unter Frauen tatsächlich häufiger vorkommt!

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    2. Ich glaube das liegt am Themenbereich. Die Themenbereiche, die mir bei Männern spontan einfallen sind Technik und Kochen, und da kann man von natur aus nicht so beleidigend werden, wie bei Beauty und Fashion, bei dem viel ja vom persönlichen Geschmack abhängt.

      Vielleicht schalten die Herren beleidigende Kommentare auch erst gar nicht frei; ist doch nichts so empfindlich wie das männliche Ego ;-)

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  22. Hallo Tine.

    Ich konnte dieses Phänomen auf Instagram auch schon beobachten und dazu muss ich sagen, dass ich nicht mal einen Account dort besitze, sondern nur ab und an mal bei bestimmten Leuten/Bloggern/Youtubern schaue, d.h. ich sehe noch nicht mal all die Kommentare, dir dort geschrieben wurden und meistens dann auch nicht den Kommentar, um den es dann genau geht. Da frage ich mich, ob es nicht schon ein schlechtes Zeichen für unsere "Kommentarkultur" ist, wenn man dieses Phänomen mitbekommt ohne eigentlich dort angemeldet zu sein?

    Du hast in deinem Beitrag gefragt, wo Kritik anfängt. Die Frage kann sofort beantwortet werden. Kritik fängt beim Schreiben eines Kommentars an und dabei ist es egal, was dieser Kommentar besagt und beinhaltet. Wenn jemand schreibt "Oh, die Farbe ist aber schön.", dann ist das genauso eine Kritik, wie wenn jemand schreiben würde "Ich finde, diese Bluse steht dir nicht, denn der Kragen lässt dich so aussehen, als hättest du keinen Hals." Vielleicht würden jetzt manche sagen, dass das erste keine Kritik sei, sondern einfach nur ein normaler Kommentar. Wirklich? Wieso ist die Farbe denn schön? An welchen Maßstäben macht man das denn fest? Kritik fängt da an, wo man etwas nach gewissen Maßstäben beurteilt. Nichts anderes bedeutet das Wort.

    Ich glaube, viele Menschen können mit Kritik, sei sie nun selbst objektiv begründet, nicht mehr umgehen, weil sie Kritik automatisch mit etwas Negativem bzw. Bösem assoziieren.

    Ich glaube, dass letzte Mal, dass ich dieses Phänomen mitbekommen habe auf Instagram, war bei InnenAussen. Paddy hat am Morgen nach ihrer Hochzeit ein Bild von sich in einem Kleid gepostet. Einige Follower fanden, dass ihr das Kleid nicht so gut gestanden hat und haben das, wie ich fand, nicht böse geäußert, sondern ganz sachlich und haben auch begründet, wieso sie es nicht so gut fanden. Daraufhin sind natürlich einige wieder die Bresche für Paddy gesprungen, u.a. auch Beautyrella. (Bestimmt waren da auch noch andere Blogger oder so bei, aber das war der einzige Name, den ich kenne und der mir im Gedächtnis geblieben ist.) Und ihre Reaktion auf diese Kommentare bzw. ihre Verteidigung von Paddy fand ich wirklich an manchen Stellen echt grenzwertig, manchmal auch beleidigend und einfach ohne Substanz. Ich hatte das Gefühl, ihr ging es einfach nur darum, denjenigen, der es gewagt hat, was gegen Paddy zu sagen, lächerlich zu machen. Paddys Reaktion fand ich dagegen recht gut, denn sie hat so etwas in der Art geschrieben wie "Ich fand das Kleid einfach so schön, ich musste es einfach haben, auch wenn es an einigen Stellen vielleicht nicht hundertprozentig sitzt." Ob das jetzt ihr genauer Wortlaut war, weiß ich nicht mehr, aber so ist es mir sinngemäß im Kopf geblieben. Ehrlich gesagt, ich fand auch, dass es ihr auf dem Bild nicht wirklich gestanden hat, da es den Blick sehr auf die Bauchregion gelockt hat und sie etwas blass bzw. ihre Arme recht gerötet hat wirken lassen durch die Farben. Aber man hat auch gleichzeitig gesehen, wie wohl sie sich in dem Kleid gefühlt hat und das hat dieser Follower auch gar nicht bestritten bzw. er wollte es nicht schlecht machen. Ich kann nur sagen, wenn ich einen Instagram-Account besäße, hätte ich den Follower auf jeden Fall gegen Beautyrella und die anderen verteidigt, was auch einige gemacht haben.

    Da ich nicht mehr genug Zeichen haben, kommt Teil 2 gleich nach.

    LG Vicy

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  23. Hallo Tine,
    hier jetzt Teil 2, da ich ja zu viele Zeichen hatte. Falls du diesen Teil nicht freischalten möchtest, kann ich das nachvollziehen. Oh Gott, ich hoffe, ich mache dir jetzt keine Angst. Keine Sorge, es ist nichts Schlimmes.

    Da wir gerade beim Thema sind, wollte ich es endlich mal nutzen auch meine konstruktive "Kritik" dir anzubieten. Ich finde es toll, dass du auch Themen, vor allem auch außerhalb des reinen Beautybereiches (Review, Preview, AMU etc.), ansprichst und wie du auch aus deiner eigenen Erfahrung berichtest. Mir gefällt dein Schreibstil sehr, allerdings muss ich auch gestehen, dass ich mich innerlich immer etwas überwinden muss die Texte wirklich zu lesen. Ich habe leider in der letzten Zeit bemerkt, dass deine Texte wirklich sehr mit Zeichensetzungsfehlern gespickt sind. Genauer gesagt, es ist das Fehlen von Kommata. Ich bin ein Mensch, der es gelernt hat, "richtig zu lesen", d.h. ich lese nicht nur die Wörter, sondern auch die Zeichen. (Hört sich jetzt vielleicht so an, als ob ich 50 wäre, aber ich bin erst 24.) Kommata haben da eine wichtige Bedeutung, weil sie einfach auch den Lesefluss bestimmen. Daher werden Zeichensetzungsfehler ja auch in der Schule genauso befehlert wie Rechtschreibfehler. Und man ließt ja auch nicht gerne einen Text, der vor falsch geschriebenen Wörtern wimmelt, oder? Hier ist es natürlich jetzt nicht so "schlimm", aber für jemanden wie mich ist es so, dass ich innerlich an den Stellen stocke, wo ein Komma sein müsste.

    Manche würden jetzt sagen, dass ich mich über eine Kleinigkeit aufrege und das sei ja nicht so schlimm. Ich rege mich darüber nicht auf, sondern ich möchte dich einfach nur darauf hinweisen und meine es auch überhaupt nicht böse. Ich maße mir auch nicht an darüber zu urteilen, wieso diese Kommata fehlen. Es könnte sein, dass du es einfach nicht besser weißt oder dass die Kommata im Orginaltext vorhanden sind, aber dann irgendwie rausgelöscht wurden, als der Text hier hochgeladen wurde. So etwas passiert gerne mal, wenn man Open Office nutzt oder etwas auf dem Smartphone schreibt und dann in einem anderen Programm weiterschreibt. Wie gesagt, das geht mich rein gar nichts an. Deshalb bitte nicht so verstehen, dass ich dich als blöd abstempeln will oder so. Was die Wichtigkeit dieser Kritik angeht, finde ich, dass Zeichensetzung einfach essentiell ist und die Qualität eines Textes sehr darunter leidet, wenn da was nicht ganz stimmt. Und ich rede hier nicht über ein oder zwei Kommata, die fehlen. als ich gerade nochmal grob drüber gelesen habe, sind mir mindestens 25 Kommata aufgefallen, die fehlen. Bei einem Text von, ich würde jetzt mal schätzen, 600-700 Wörtern ist das schon keine Kleinigkeit mehr. Ich muss dazu sagen, dass ich Lehramt studiert und fast meinen Doktor fertig habe und nein, ich bin nicht Deutschlehrerin. Wenn mir ein Student oder Schüler eine Arbeit zum Bewerten geben würde mit so einem Verhältnis an Wörtern und Zeichensetzungsfehlern, würde ich sie kommentar- und bewertungslos zurückgehen lassen, egal, wie gut der Schreibstil wäre und wie toll ich das Thema fände.

    Manchmal würden jetzt sagen: "Wir sind hier aber nicht an der Uni oder in der Schule!". Das stimmt, aber ich denke, dass die Qualität eines Textes doch sehr unter solchen "Kleinigkeiten", wie manche Zeichensetzung gerne betiteln, leidet. Vor allem merkt man einfach, dass du Arbeit in deine Texte rein steckt, dir wirklich überlegst, was du hinschreibst und genau das finde ich auch so toll. Aber ich glaube, dass du in einer gewissen Weise auch gerne als professionell bezeichnet werden möchtest und da machen diese "Kleinigkeiten" halt doch den Unterschied aus.

    Vielleicht ist es auch schon anderen Lesern aufgefallen. Aber es ist halt schwer jemanden auf seine Zeichensetzung anzusprechen, vor allem, wenn man es als Kommentar unter einem Beitrag schreibt. Es wirkt halt immer etwas aus dem eigentlichen Kontext gegriffen. Aber ich fand einfach: jetzt oder nie.

    LG Vicy

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    1. Hallo Vicy,

      keine Sorge, ich nehme dir das sicher nicht krumm. Ich weiß selbst, dass ich nicht der Meister in Zeichensetzung bin. Neulich schrieb jemand, ich würde zuviele setzen, jetzt sind es zuwenig. Ich bin darin offenbar einfach nicht gut. Ich würde mich weder als Profi noch als perfekt betiteln, das bin ich nämlich nicht. Für mich persönlich ist es nicht so tragisch, ich kann aber auch nachvollziehen, dass dich das stört. Ändern kann ich daran vermutlich nix, es sei denn es bietet sich jemand zum Korrekturlesen an oder ich befasse mich nochmal mit Zeichensetzung, wozu ich ehrlich gesagt keine Lust habe. Ich hoffe du kannst das nachvollziehen, ich bin auch nur ein Mensch, der nicht fehlerfrei ist.

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    2. Bin auch so ein Rechtschreibefreak. Aber in einem Blog erwarte ich keine perfekte Schreibung. Irgendwie gehört die Zeichensetzung sogar zu Tines Charme dazu :D Ich fände es schade, würde sie weniger schreiben zugunsten weniger Fehler.

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    3. Haha, das hast du aber schön formuliert, danke :D Nee, werd ich sicher nicht. Ich schreibe ja schon seit 5 Jahren so, da kommts auf ein paar orthographisch dürftige Jahre mehr, nicht an ;)

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  24. kurz zum verständnis: ich bin keine bloggerin, keine kommentarschreiberin, sondern, wie viele andere, anonyme leserin/zuschauerin. mich würde mal interessieren, warum so viele leute meinen, sie müssten zu irgendwas ihren senf dazu geben? egal ob positiv oder negativ? ich verspüre nie so ein mitteillungsbedürfnis und wüsste echt gerne, was euch da motiviert. fühlt ihr da eine gemeinschaft? ich kann sehr gut nachvollziehen, dass blogger sich schnell angegriffen fühlen, es geht nicht um runtermachen, sondern die ständige bewertung. natürlich geben sie sich dem freiwillig preis, aber ich denke die wenigsten sind sich bewusst, was da psychologisch geschieht. man will nich schlecht bewertet werden, das tut weh, egal von wem es kommt. und egal wie zuckerglasiert eine negative kritik kommt, man ist traurig drüber. ich finde das sehr normal und menschlich. es hat also doch nicht viel damit zu tun, dass man nur positives hören will, vielmehr will man nicht verletzt werden. warum stellt man dann persönliche dinge ins internet? betonung liegt auf persönlich, ich glaube, wenn jemand etwas online stellt, womit er sich nicht persönlich identifiziert, ist es nicht so wild. mir fällt da zB eine landschaftsaufnahme ein. wenn da jemand schreibt "die farben gefallen mir nicht", würds doch keinen jucken? aber alles, was einen menschen in seiner idendität verletzt, verunsichert etc, das juckt.
    wie dem auch sei, das dilemma bleibt: stelle sachen online, rechne mit kommentaren, die die weh tun. schütze dich und stell nichts online, lebe damit, kein teil irgendeiner community zu sein. (hier wieder die frage, was ist daran so attraktiv? mal von samples etc. abgesehen..)
    hoffe das war irgendwie verständlich :)
    lg pfarin

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  25. Es geht doch aber auch um den Austausch mit anderen? Wenn beispielsweise ein Look gezeigt und gefragt wird wie man ihn findet, dann erwartet man doch auch ein Feedback.

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  26. Blogposts wie diese sind u.a. der Grund, weshalb ich hier immer wieder lese. Ihr bzw mittlerweile nur noch du, Tine, seid halt keine Zicken und lasst auch mal Kritik zu!

    Ich mag Kritik, wenn Verbesserungsvorschläge eingebracht werden. Also "Das sieht nicht gut aus" ist, obwohl es gar nicht schlimm formuliert ist, ein sinnloser Kommentar. Besser fände ich: "Das sieht nicht gut aus, weil dies und das, dort kann dies so gemacht werden usw usw". Das ist ein hilfreicher Kommentar. Und dann auch nur Dinge kritisieren, die jemand ändern kann mit nicht allzu großem Aufwand - wenn derjenige es denn will.

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  27. Manchmal werden einige Aussagen schon zu ernst genommen. Ein "dieses Kleid gefällt mir nicht" oder "der Lippenstift steht dir nicht" sollte allerdings nie als Hater-Kommentar "abgestraft" werden. Aber so Sachen die man im realen Leben nie sagen würde wie "lass sich mal lieber operieren, mit dem vielen Make-Up siehst du auch nicht besser aus" sehe ich dann schon als bleidigend an :-D. Aber das Problem ist halt immer, es gibt nicht DAS unangebrachte Kommentar, die Übergänge sind oft fließend. Ich denke mal im Zweifel sollte man nicht lang diskutieren sondern es einfach ignorieren. Manches ist allerdings so lächerlich, dass es schon wieder witzig ist.

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  28. Warum muss ich bei diesem (sehr gut geschriebenen) Beitrag direkt an Beautyrella denken? Sorry, aber die hat auch den Schuss nicht gehört. Ich bin dort geblockt worden, weil ich geschrieben habe, dass mir etwas nicht ganz so gut gefällt. Ich kann diese Frau und ihr ganzes Verhalten leiden wie Bauchschmerzen. Aber so lange sie brav gelobt wird..... Kindisch. 😏

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    1. Geht mir auch so. Erst vor kurzem hat sie mich geblockt weil ich im freundlichen Ton wie es sich gehört meine Sicht bei Instagram geschrieben habe. Sie hat mich sofort blockiert. Ich kenne mittlerweile einige die von ihr ohne ersichtlichen Grund blockiert wurden und das sind vernünftige Persönchen 😉 Solch eine Person, die keine Kritik (sei es gute oder auch schlechte) annimmt, vor Arroganz gegenüber ihren Followern nur so trieft hat im Blogger Leben nichts zu suchen.

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Auch hier gilt: seid nett zueinander und zu uns. Kritik ist willkommen, Beleidigungen nicht. Wir behalten uns vor, Kommentare mit Links ohne Bezug zum Posting ("Besucht meinen Blog...") und Kommentare mit abschließender Signatur zum Blog nicht zu veröffentlichen oder zu löschen.