Mittwoch, 2. Oktober 2013

Diskussion erwünscht: Ist euch die Beautybloggerszene zu kommerzialisiert?

Vor kurzem hatten meine Freundin S. und ich ein Gespräch, dass mich doch sehr zum Nachdenken gebracht hat.
Zum besseren Verständnis: Sie war es, die mich damals überhaupt auf Blogs und You Tube aufmerksam gemacht hat.

Sie ist eine der wenigen in meinem Freundeskreis, die weiß was ne Eyeshadowbase ist und welche Le's gerade am Start sind.Wir lesen größtenteils dieselben Blogs und tauschen uns auch ganz gerne darüber aus.

So kamen wir auch neulich bei einem Telefonat auf das besagte Thema, das diesmal anders verlief als sonst. "Ach, ich lese kaum noch was, mir ist das alles zu kommerziell geworden. Überall Werbung, nur noch Gratiszeug, bezahlte Beiträge und Affilatelinks."

Im Laufe des Gesprächs stellte sich dann heraus, dass es sie  nur noch langweilt einen Eventbericht nach dem anderen zu lesen, 1000 Reviews zum selben Gratis-Produkt und themenunrelevante Posts, die nur deshalb geschrieben werden, weil Geld dafür geflosssen ist. Sie empfindet die Bloggerszene zum Großteil nur noch als langweilig und unauthentisch, betitelte es sogar als"Einheitsbrei". Es gehe nur noch ums Geld und Produkte scheffeln und nicht mehr um die eigene Meinung oder Spass an der Sache.Sie hätte das Gefühl oft nicht mehr zu wissen ob sie dem Urteil einer Review vertrauen könne, auch weil die Kennzeichnung für sie sehr schwammig und undurchsichtig sei.

Ich antwortete ihr, dass PR-Samples, Werbung und Avertorials doch mittlerweile gängig sind.

"Nur weil es alle tun, muss ich die Entwicklung nicht gut finden, oder? Frag doch mal deine Leser, wie sie das finden!"

Der Satz hat mich nachdenklich gemacht und mich dazu animiert zu reflektieren.Ist es denn wirklich so? Oder fällt es mir einfach weniger auf weil ich selber involviert bin?

Daher würde ich die Frage oder Fragen gerne an euch weitergeben. Wie seht ihr die Entwicklung? Was ist zuviel an Werbung, bezahlten Beiträgen und Gratisprodukten und in welchem Umfang ist es für euch vertretbar?

Was nervt oder stört euch besonders und leidet eurer Meinung nach tatsächlich die Glaubwürdigkeit und Authentizität unter dieser "Kommerzialisierung"?

So, das war's von meiner Seite, nun seid ihr dran ;)





Kommentare:

  1. Ein heikles Thema^^
    Ich persönlich meide mittlerweile größtenteils Blogs, bei denen es nur noch um Previews, Reviews geht. Ist mir persönlich auch zu langweilig, weil dann auch meiner Meinung nach kein Sinn mehr hinter dem Blog steht bzw. auch ein wenig das Persönliche der Blogger auf der Strecke bleibt.
    Ich mag Blogs, auf denen ich die Persönlichkeit der Bloggerin erkennen kann (und das hat nicht nur was mit der Meinung zu einem (gesponsertem) Produkt zu tun...

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  2. Also, ich verstehe deine Freundin zwar, finde das aber nicht weiter schlimm mit den PR Samples. Und zwar aus einem Grund: wären die Sachen nicht gesponsert, würden sie eventuell gar nicht vorgestellt werden, weil die Bloggerin(nnen) sich das Produkt vielleicht nicht leisten könnten, bzw es sich nicht in solchen Maßen leisten können, dass sie uns ständig mit immer neuen Beiträgen versorgen. Ganz ehrlich, es geht einfach ins Geld, wenn man trotzdem noch up-to-date sein will. Und irgendwie will man das ja, bei so vielen schönen Sachen, die auf den Markt geschmissen werden...Es ist eben eine Industrie und die lebt von Werbung. Es ist meiner Meinung nach okay, daraus für sich einen Vorteil zu ziehen - solange es natürlich transparent ist, dass es sich um gesponsorte Produkte handelt!
    Außerdem liest man Blogs ja auch,weil man sie authentisch findet, weil jemand sein Gesicht quasi für die Produkte hinhält, die er so zeigt. Das schafft eine Vertrauensbasis zwischen Leser und Verfasser und wenn man bei manchen Blogs eventuell an der Ehrlichkeit bezügl. Reviews zweifelt, sollte man den Blog nicht weiter abonnieren.
    Ich denke auch, dass man vor allem bei dekorativer Kosmetik ja auch ohnehin selbst noch den letzten Swatch etc. Test macht, bevor man sich was zulegt. Das sollte man auch immer machen, eine Verantwortung für die eigenen Einkäufe sollte man nicht von sich weisen und naja - Kontrolle ist halt besser. Bei Pflege finde ich das natürlich schwieriger, weil man da nicht nach einem kurzen Konsistenz- und Schnuppertest gleich darauf schließen kann, ob die Review nun übereinstimmt und zuverlässig war. Aber bei Fragen kann man sich ja auch immer an die Bloggerin wenden und/oder noch andere Reviews vergleichen.

    Liebe Grüße

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  3. Also ich selber bin da immer hin und her gerissen. Ich selber veröffentliche ab und an (die Posts kann ich an 2 Händen abzählen in 5 Jahren) Posts über LEs, welche Produkte mich interessieren und Reviews. Im Moment schaue ich mir alle Bloggernewsletter an udn berichte dann - oft zur Erinnerung für mich selbst - ob es etwas gibt, was mich reizt. Ich teste auch gerne aus etc. Aber ich gebe zu, auch ich habe sehr oft den Eindruck von mainstream. Jeder postet die news, überall in der gleichen Art. Ich überlese/überklicke diese Posts mittlerweile. Ausnahmen sind: wenn ich genau weiß, dass die Schreiberin auch ihre Meinung dazu kundtut, ihre gedanken und evtl. sogar ihre swatches oder Erfahrungen. Und oft liest man dies schon aus den Vorschauzeilen heraus. Vom Kommerziellen her - weiß ich nicht. Immerhin geben es die Meisten ehrlich zu udn es ist normaler Usus bei den Firmen Samples zu verschicken. Ich selber liebe die gesunde Mischung: Blogs mit eigenem Themenbereich: egal ob AMUs, Fotos, viel Text oder wenig Text, Stoffe, DIYs, Möbel, Gedanken, Bücher. Völlig egal, dann darf auch gerne eine Menge an Previews kommen.
    Ich habe für mich selbst eher das Ziel: meine Gedanken, meine Arbeiten in Visagistik/Modelei, meine Gedanken zu unserem Zwerg, zu bestimmten Produkten etc zusammen zu fassen. Ich kann gut damit leben, kaum Kommentare zu bekommen udn auch momentan keine steigenden Leserzahlen. Aber das ist ok, denn es ist glaube ich viel wichtiger, wie man seinen Blog für sich sieht. Dann nimmt man bestimmte Posts auf anderen Blogs auch viel gelassener auf :-)))

    Siehste mal, nu hab ich doch mal wieder kommentiert, was äußerst selten vorkommt - udn bei mir liegts oft an der Zeit - udn dem Handy :-)

    glG

    ela

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  4. Noch schnell zwecks Benachrichtigung eine Zeile einschieben :-)

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  5. Also, ich verstehe deine Freundin zwar, finde das aber nicht weiter schlimm mit den PR Samples. Und zwar aus einem Grund: wären die Sachen nicht gesponsert, würden sie eventuell gar nicht vorgestellt werden, weil die Bloggerin(nnen) sich das Produkt vielleicht nicht leisten, bzw es sich nicht in solchen Maßen leisten können, dass sie uns ständig mit immer neuen Beiträgen versorgen. Ganz ehrlich, es geht einfach ins Geld, wenn man trotzdem noch up-to-date sein will. Und irgendwie will man das ja, bei so vielen schönen Sachen, die auf den Markt geschmissen werden...Es ist eben eine Industrie und die lebt von Werbung. Es ist meiner Meinung nach okay, daraus für sich einen Vorteil zu ziehen - solange es natürlich transparent ist, dass es sich um gesponsorte Produkte handelt!
    Außerdem liest man Blogs ja auch,weil man sie authentisch findet, weil jemand sein Gesicht quasi für die Produkte hinhält, die er zeigt. Das schafft eine Vertrauensbasis zwischen Leser und Verfasser und wenn man bei manchen Blogs eventuell an der Ehrlichkeit bezügl. Reviews zweifelt, sollte man den Blog nicht abonnieren.
    Ich denke auch, dass man vor allem bei dekorativer Kosmetik ja auch ohnehin selbst noch den letzten Swatch etc. Test macht, bevor man sich was zulegt. Das sollte man auch immer machen, eine Verantwortung für die eigenen Einkäufe sollte man nicht von sich weisen und naja - Kontrolle ist halt besser. Bei Pflege finde ich das natürlich schwieriger, weil man da nicht nach einem kurzen Konsistenz- und Schnuppertest nicht gleich darauf schließen kann, ob die Review nun übereinstimmt und zuverlässig war. Aber bei Fragen kann man sich ja auch immer an die Bloggerin wenden und/oder noch andere Reviews vergleichen.

    Liebe Grüße

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  6. es ist ein schweres thema..weil ich natürlich lese ich überwiegend blogs mit rezis weil ich einfach nicht mehr einsehe 1o,12 euro für ne mascara oder ne base auzugeben,wenn sie nicht gut ist.und wenn man das vorher durch sowelche blogs ja..verhindern kann..ist es mir auf der einen seite irgendwie dann auch egal,woher das produkt zum testen kam.auf der anderen seite,die überwiegt,stimme ich deiner freundin zu.es ist teilweise nur ein einziges gelese aus ach mir wurde das wiede rzugeschickt,dann durfte ich dann da ein we hinfahren,dann habe ich das kostenlos bekommen und .. ja das nervt nicht nur weil man einfach nicht mehr das liest,was der bloginhaber testen will,sondern weil man auch neidisch wird.nur weil jemand nen blog führt,darf er mal nen we nach hh fahren und wird da komplett verwöhnt? oder bekommt glätteisen und föhn geschenkt? oder gar eine auslandsreise nach australien? das ist wirklich .. ja kommerziell und das will ich nicht mehr lesen.

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  7. Blogger und Kommerz - das Thema ist schon seit einer gefühlten Ewigkeit ein Dauerrenner und wird immer wieder heiß diskutiert.
    Ich persönlich finde nicht, dass die Beautybloggerszene "überkommerzialisiert" ist. Ich teile auch die Meinung, dass PR-Samples und Advertorials mittlerweile gängig sind - in anderen Bloggerszenen sogar schon immer ok waren. Mir kommt es so vor, als würde es hauptsächlich bei Beautybloggern als verwerflich verschrieen werden, etwas gratis zu erhalten oder - schlimmer noch - Gewinn mit dem eigenen Blog zu machen. Mich stört es auch als Leser extrem, wenn von Beautybloggern erwartet wird, jedes Produkt selbst zu kaufen und damit die Glaubwürdigkeit gewissermaßen vom Geldbeutel abhängig gemacht wird.
    Spaß und (dabei) Geld verdienen schließen sich doch nicht aus, oder?
    Möglicherweise gibt es auch solche Blogs, die nur um der Gratisprodukte willen eröffnet werden. Aber ich als Leser habe da ja selbst die Entscheidungsmacht, solchen Blogs nicht zu vertrauen. Es gibt nämlich auch solche Blogger(-innen), deren Meinung ich nach langjährigem Lesen einfach schätze - auch wenn sie für ihre Arbeit mit Geld entlohnt werden.
    Genervt bin ich hingegen davon, dass das Sponsoring in einigen Blogs wie eine besondere Währung gehandelt wird: Wer bekommt mehr? Wer bekommt die teureren Sachen? Wer ist mehr wert? DAS zeigt meiner Meinung nach nämlich wirklich nicht gerade den Spaß am Bloggen und macht die ganze Szene unglaubwürdig.

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  8. "Einheitsbrei" trifft den Nagel auf den Kopf! Es ist meistens immer daa gleiche, und es geht nur noch um die neusten Sachen, denn die alten verstauben schon längst in irgendeiner Schublade..ich schreib selber einen Blog, und mich nervt es tierisch, dass nur noch Sachen angeklickt werden, in denen der 300. Nagellack vorgestellt wird. Vertrauen schenken kann man auch längst nicht mehr jeder Meinung, und durch Sponsoring werden oftmals nur noch super teure Produkte gezeigt, die sich kein normalsterblicher leisten kann. Was ich am liebsten lese, sind eigentlich Texte mit viel Witz und eigener Meinung geschrieben (gern auch über Produkte), und nicht immer nur nüchterne reviews..und bitte keine 100 Cupcake Bilder von irgendwelchen Events, bei dem sowieso nur wieder Werbung für dieses oder jenes Produkt gemacht wird, was man ja UNBEDINGT braucht, obwohl man drei ähnliche Sachen schon Zuhause hat!
    Liebe grüße:))

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  9. Ich schreibe selbst auch ab und zu sponsored posts, bekomme PR Samples, über die ich schreibe, aber immer themenrelevant. Da mein Blog nicht nur aus Beauty besteht, sondern ein Lifestyle-Blog ist, der verschiedenen Themen umfasst, habe ich natürlich mehr Möglichkeiten. Ich versuche aber, einen guten Mix aus allem zu machen... Sponsored Posts, Reviews über PR Samples, Selbstgekauftes, Persönliches, Bilder, Erlebnisse usw., so dass es nicht zu viel von gesponsertem "Zeug" ist. Natürlich sind manche Anfragen verlockend, aber ich nehme nichts an, was nun so gar nicht zu meinem Blog passt oder meinen Interessen entspricht. Aber auch Sponsored Posts enthalten ausschließlich meine persönliche Meinung. Ich versuche diese immer mit Anekdoten oder anderen persönlichen Dingen und Vorlieben zu gestalten, so dass es kein Werbetext ist.
    Auf anderen Blogs stört es mich nicht, wenn über PR Samples und Events berichtet wird oder Sponsored Posts veröffentlicht werden, solange ich das Gefühl habe, sie spiegeln die persönliche Erfahrung und Meinung des Schreibers wieder. Klingt es wie ein Werbetext, finde ich das aber auch nicht schön. Und ja, es gibt Blogs, die "leben" quasi von gesponserten Produkten und Artikeln und solche lese ich gar nicht erst! Ich kann schon verstehen, warum dadurch erst viele Mädels mit dem Bloggen anfangen... die Gratisprodukte und Events reizen!
    Da ich erst seit 2,5 Jahren blogge und erst seit 3 Jahren Blogs lese, kann ich nicht sagen, ob es früher anders war... ich empfinde es nicht so, dass es "schlimmer" oder kommerzieller geworden ist. Aber das kann natürlich auch wie bei dir daran liegen, dass ich selbst involviert bin.

    Für mich ist das Bloggen das Ausleben meiner Liebe zum Schreiben! Und wenn ich damit Geld verdienen kann oder Produkte geschenkt bekomme, freue ich mich, denn wer möchte nicht am liebsten sein Hobby zum Beruf machen? Ich würde am liebsten vom Schreiben leben können. Davon bin ich noch sehr weit entfernt, aber Kleinvieh macht auch Mist, oder!? :D

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    1. Ach so und ich wollte noch hinzufügen: Ich finde Previews über irgendwelche LEs, egal ob Drogerie oder High End sehr viel nerviger und "kommerzieller" als Reviews über PR-Samples oder (nett geschriebene) Sponsored Posts! Deshalb poste ich fast keine mehr.

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    2. Ach so und ich wollte noch hinzufügen: Ich finde Previews über irgendwelche LEs, egal ob Drogerie oder High End sehr viel nerviger und "kommerzieller" als Reviews über PR-Samples oder (nett geschriebene) Sponsored Posts! Deshalb poste ich fast keine mehr.

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  10. Also seien wir ehrlich, egal ob ein Produkt gesponsort ist oder nicht, Werbung ist es so oder so. Ich kann die Blogger verstehen, die auch etwas "abhaben" wollen vom Ruhm und so eben die gesponsorten Gratisprodukte auch bereitwillig annehmen. Aber ja, es ist meist so, dass bei fast allen Posts mittlerweile "Pr-Sample" dahinter steht. An sich stört es mich nicht, denn wie gesagt, Werbung ist Werbung. Mich stört es jedoch dass eben durch dieses gesponsore dann auf sagen wir 7 von 10 Blogs dauernd die selben Reviews, previews und swatches zu finden sind. Manchmal vorteilhaft (wenn man z.B. vergleichen will), oft aber nurnoch nervig und ich denke mir "ah ja, Produkt XY mal wieder, joa, kenn ich schon". Ich finde das, was einen guten Blog ausmacht ist eine gewisse Portion Persönlichkeit und die geht dadurch leider verloren. Zudem ist es oft sehr interessant zu erleben wie sich Blogs verändern und entwickeln (im positiven Sinne). Auch das, finde ich, geht durch diese gesponsorten Produkte verloren, weil eben gezeigt wird was man bekommen hat und nicht was man sich aus eigenem Interesse gekauft hat (was sich ja nicht zwangsläufig ausschliefen muss, aber es wird schwer zu erkennen wo des wirkliche Interesse liegt). Zudem wird der Konsum natürlich enorm in die Höhe getrieben weil (auch wenn PR-Sample dort steht, der Neidfaktor steigt dabei bei manchen sicherlich trotzdem) und sich sehr viele denken sie müssten sich auch die super-teure High End Kosmetik oder Massen an Drogeriekosmetik (was dann auch ins Geld geht) leisten können.
    Natürlich, ich kann dadurch mein eigenes Fazit ziehen und einen Blog dann eben nicht mehr lesen. Aber sehr förderlich für die Blogger dürfte das wohl kaum sein. Letztendlich kommt es aber eben immer auf den Blogger drauf an, was für einer er sein möchte: Ein sehr Konsumorientierter Blog, der allen Trends nachgeht und mit den Konzernen arbeitet und selbst eigentlich eher ein "Business" ist als ein privater Blog oder ob man eben eine "Privatperson" bleiben will die aus persönlichem Interesse Dinge zeigen möchte weil es sein Hobby ist. Die Grenzen sind sicherlich schleichend. Leser werden wohl beide Blogarten genügend finden und durch die steigende Bekanntheit eines "Business-Blogs" dieser wohl noch mehr.

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  11. Ich seh das Ganze ziemlich ähnlich. Durch all das massenhaft verschickte PR Zeug ist die Blogosphäre einfach zu einheitlich geworden. Kreatives gibt es kaum oder wirklich sehr selten noch zu lesen, dafür aber an jedem Monatsanfang 10 Previews zu LEs von gefühlten 100 Blogs, die sich all die Verfasser eh nicht selber kaufen würden, wenn sie denn mal ehrlich wären, weil sie spontan lieber *hust* zu ihrer High End Kosmetik greifen. Manchen ist sogar Werbung auf dem Blog wichtiger als der eigentliche Inhalt, der doch einen Blog ausmacht. Dadurch, dass ich seit einigen Jahren diese Entwicklung mitbekomme, lese ich auch kaum noch Blogs, denn, wenn ich Werbung sehen will, dann kann ich doch auch meine Lieblingszeitschrift kaufen! ;)
    Das, was mich am meisten stört ist vor allem, dass sogar Blogs, die ich eigentlich für ziemlich bodenständig gehalten habe, sich auf einmal übertrieben kommerzialisieren und sprichwörtlich für jedes 1€ Produktchen "ihre Seele verkaufen". Das ist schon sehr schade und wenn es um Meinungen zu irgendwelchen Produkten geht, vertraue ich mittlerweile einfach nur noch meiner eigenen Meinung.
    LG, Bea

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  12. Ich finde es toll dass du dich damit auseinander setzt. Mir geht es schon seit einer ganzen Weile wie deiner Freundin. Ich habe viele meiner ehemaligen Blogs abgeschrieben, weil sie mir zu kommerziell geworden sind. Im allgemeinen lese ich viel seltener Beauty-Blogs, früher habe ich täglich vorbei geschaut..heute nur noch ab und an wenn ich mich für ein Produkt oder eine Kollektion interesiere. Wenn ich mein Dashboard durchscrolle ist fast jeder Beautypost mit dem gleichen Titel beschriftet, dass langweilt. Deswegen interessiere mich nun viel mehr für lifestyle blogs und foodblogs - die sind mir viel sypmatischer geworden, früher eine Richtung die mir langweilig erschien...nun aber viel echter und "aufregender" ist.
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Dem Stimme ich uneingeschränkt zu. Geht mir ganz genauso!

      Ich weiss, ich weiss, das Totschlagargument "aber in Amerika ist das schon immer so gewesen das jeder PR-Samples bekommt und da heult keiner deswegen rum" ist in aller Munde. Es ist mir so ziemlich egal was alles in Amerika gängig ist. Ich finde es furchtbar tausend mal das selbe Produkt vorgestellt zu bekommen. Ich finde die Kennzeichnungen auf manchen Blogs extrem übertrieben. Aber ich schaue ehrlicherweise erstmal ob ein Link zu dem Produkt oder zu der Website die das Produkt verkauft dabei steht. Ist das der Fall ist der Post für mich nicht mehr relevant. Er ist zu 100% gesponsert und ich zweifle extrem an der "ehrlichen" Meinung des Verfassers.
      Das schliesst vorallem YouTube mit ein.

      Es ist so furchtbar langweilig geworden. Lediglich dieser Blog, Give the bitch her chocolate und Innenundaussen sind Blogs die ich gerne lese und deren Meinung ich akzeptiere und vorallem auch glaube.
      Vielleicht auch deswegen weil gerade die drei genannten Blogs sich auch nicht allzu ernst nehmen und man immer etwas zum lachen hat :)

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    2. stimme ebenfalls zu. ich lese auch am liebsten innenaussen, gtbhc und magimania. eben aus den gleichen gründen, ehrliche differenzierte meinung, klartext, kompetenz, abwechslung und nicht zu vergessen charme. es nervt mich sowas von tierisch, wenn ich meine liste durchklicke und 10 reviews von der gleichen creme finde, für 100€ (wer kauft sich sowas nach?!). alle gleich aufgebaut, mit links zum shop, am besten noch gutscheincode. zur authentizität: ich denke, dass wenige wirklich abgebrüht sind und "absichtlich" ein produkt empfehlen, weil dafür geld fließt. ich glaube, dass es eher ein unterbewusster einfluss ist, vor allem bei sehr teuren produkten. wie oft habe ich gelesen, dies und das gefällt mir dabei nicht so gut, ABER jenes gefällt mir doch - also empfehlung. da lese ich mir den beitrag durch, und fühle mich nicht mehr informiert, als hätte ich es nicht gelesen. in diesem sinne finde ich das ganze sponsoring und die werbung schon ziemlich nervig, und freue mich, wenn es mal (wie jetzt gerade) eine ernste diskussion gibt oder ein thema, dass sich in einer anderen weise mit beauty beschäftigt - dies findet man leider auf wenigen blogs.
      Event-Posts klicke ich erst gar nicht an, fotos von cupcakes und super angerichteten salattellern kunstvoll fotografiert, interessieren mich nicht. ebenso wenig, wie "erst wurde ein produkt vorgestellt, dann wurden meine haare gewaschen und ich habe mich über das buffet hergemacht".

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    3. @Anonym: Komisch, dass dann heute auch ein Post von der Athena-Creme auf IA aufgetaucht ist. Ähnlicher Aufbau, wie bei anderen Blogs (Mutti testet), Gutscheincode, Gewinnspiel.
      http://www.innenaussen.com/2013/10/review-athena-7-minute-lift-gewinnspiel-2-produktsets.html
      Und dann nimmst du das Wort Authentizität in den Mund. Ich bitte dich!

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  13. Ich finde nicht, dass man das verallgemeinern kann. Sicherlich gibt es Blogs, deren Posts zu 90% aus Previews (also Werbung) und gesponsorten Produkten/Beiträgen bestehen. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass es inzwischen nur noch wenige Blogs gibt, die selten oder sogar nie über Testprodukte berichten (oder es zumindest nicht erwähnen). Dabei gehörte ich selbst zu den Bloggerinnen, die auch mal Produkte zum Testen erhalten. Grundsätzlich sehe ich darin auch gar kein Problem - es wird für mich nur "unauthentisch", wenn ständig alle Produkte extrem gelobt werden und von Kritik keine Spur ist. Solchen Reviews schenke ich keinen Glauben und so ein Blog wird für mich uninteressant.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Heutzutage sind gesponsorte Produkte wohl nicht mehr wegzudenken - eben weil die Firmen erkannt haben, dass durch Blogger eine Vermarktung gut angekurbelt werden kann. Trotzdem gibt es meines Erachtens genug Blogs, die den Spagat zwischen "Kommerzialisierung" und "Authentizität" gut meistern. Jede Bloggerin muss letztendlich selbst wissen, über wie viele Testprodukte sie berichtet und ob sie wirklich ihre ehrliche Meinung abgibt. Letzteres finde ich selbstverständlich am wichtigsten, zumal ich selbst schon erlebt habe, wie so manch eine PR-Dame tickt (im Sinne von "Bitte nur Positives schreiben oder ansonsten auf einen Post verzichten.").

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  14. Ich finde es spricht nichts dagegen Reviews für PR Samples zu schreiben. Im Gegenteil. Ich habe so schon wirklich tolle Sachen gekauft und war froh über den Tipp. Bei manchen Bloggern habe ich aber auch schon das Gefühl gehabt, dass da was schöngeredet wird, da es ja gesponsert ist. Ich habe meine handvoll Blogs, bei denen ich weiß, dass die Reviews ehrlich sind. Bei anderen bin ich einfach vorsichtiger. Ich denke über kurz oder lang schaden die sich und ihrem Blog selbst damit.

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  15. Also ich kann die Aussage deiner Freundin 100% unterschreiben....leider. Ohne hier schleimen zu wollen ist euer Blog eine echte Ausnahme. In den letzten Monaten habe ich mich immer öfters dabei erwischt, dass ich lustlos durch Blogs durchklicke. Als Resultat daraus habe ich einen echten Großteil der Blogs "entaboniert". Ich war es leid immer die selben Sachen zu sehen, weil alle das gleiche Produkt geschickt bekommen haben und es jetzt zum neuen "must-have" gekürt haben. Das Würgen habe ich aber bekommen, als etliche Blogs plötzlich anfingen über ein gewisses Online-Brillengeschäft zu schreiben und wie toll und unkompliziert das doch sei. Ich bin jahrelanger Brillenträger und konnte darüber echt nur den Kopf schütteln, weil eine gut sitzende Brille bestimmt nicht mal so eben zu finden ist und mehr bedarf als ein paar Klicks. Aber naja....danach haben sie alle ihre coole neue Sonnenbrille fotografieren können ( die kurz danach wahrscheinlich eh auf Kleiderkreisel zu Geld gemacht wurden...zusammen mit dem anderen Gratis Zeugs) und auf ihrem Blog gezeigt.

    Gruß
    Tante Trude

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  16. Oh, ich kann die Kritik deiner Freundin absolut nachvollziehen - ich lese auch nur noch ganz wenige Blogs mit Begeisterung. Viele "lese" ich einfach, um up to date zu sein (und Pressemitteilungen meine ich damit nicht mal - die lese ich nicht auf Blogs, sondern eher Info-Portalen - mal ganz zu schweigen davon, dass man ja sowieso mit PR-Mitteilungen überschwemmt wird).
    Man merkt eben (nicht bei allen, aber doch einigen) Blogs bzw. generell in der "Szene", dass die Marketingfirmen einen ziemlich großen Einfluss haben - im Endeffekt bestimmen sie durch PR-Samples, was auf Blogs gepostet wird und wofür keine Zeit bleibt. Traurig, aber auch verständlich: Bloggertage haben auch nur 24 Stunden und die Vorteile von PR-Samples sind ja nicht zu übersehen.
    ...Nur, mit der Begeisterung, wegen der früher mal gebloggt wurde, hat es nicht mehr viel zu tun. Vor allem jetzt, wo überall und in jedem Post zu jeder Banalität Affiliate Links angesagt sind, oder ganz ganz zufällig hatte Shop XY Produkt Z, das man ja sowieso auf jeden Fall kaufen wollte (und noch zufälliger Weise haben sie es zur Verfügung gestellt)... Achje, da vergeht einem doch echt der Spaß am Lesen :X
    Ich glaube aber, das Thema Bloggersponsoring wird nie veraltet sein. Für viele (auch für mich) waren und sind (manche) Blogger eine Informationsquelle gewesen, die nicht primär das Ziel hatte, gewisse Produkte gut da stehen zu lassen. Mittlerweile wird es einfach schwierig herauszufinden, welche Meinungen gefärbt sind und welche nicht, wo Sympathie zur Marke eine große Rolle spielt und wo die Marketing-Leute geschickt lenken und wo eher nicht so.
    Perlen gibt es also immer noch in der Blogosphäre, aber wo Perlen, da eben auch Schweine ;) - aber so ist das auch immer im Leben...

    Natürlich möchte ich es Leuten gönnen, mit ihrem Blog und somit ihrem Hobby Geld zu verdienen. Aber hm, der Grat zwischen "authentisch" und "gekauft" ist sehr, sehr schmal - vielleicht sogar zu schmal um ihn zu gehen?

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  17. "Einheitsbrei" trifft es ganz gut, finde ich. Mir macht Blogs lesen leider auch nicht mehr so viel Spass wie noch vor ca 2 Jahren....

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  18. Mich stört es auf anderen Blogs nicht. Wenn ich den Eindruck habe, dass eine Bloggerin nur schreibt, was die Firmen hören wollen, lese ich sie halt nicht. Wenn ich ein Produkt zum 100. mal im Dashboard sehe, klicke ich es halt nicht an. Ich mache da kein Drama draus und freue mich stattdessen, dass ich per Google mit ziemlicher Sicherheit zu jedem Produkt Swatches und einen Bericht finde, wenn ich unsicher bin, ob ich etwas kaufe oder nicht. Ich traue Blogs nämlich auf jeden Fall mehr als Zeitschriften oder gar Herstellerbeschreibungen.

    Was ich nicht verstehen kann ist, wenn Blogger über alles gut bloggen um möglichst viel zu bekommen, auch wenn es tatsächlich aber schlecht ist. Wenn ich eine Firma nicht mag, dann arbeite ich erst gar nicht mit ihnen, was habe ich von Produkten, die ich nicht gut finde? Wenn ich mit einer Firma abspreche, was ich haben möchte, dann nenne ich nur Sachen, in denen ich Potenzial sehe und die mich interessieren.
    Klar, es gibt auch Produkte, die einem einfach so zugeschickt werden und auf die man keinen Einfluss hat, aber wenn sie mich nicht interessieren, verschenke ich sie und schreibe nicht darüber. Ich habe keine Lust, etwas zu testen, wovon ich von vornherein weiß, dass es nichts für mich ist.
    Sponsored Posts, also Posts bei denen Geld fließt, hatte ich bisher sehr selten und ich habe viele Angebote abgelehnt, weil sie nicht zu meinem Blog passten. Und so etwas fällt mir auch bei anderen sehr unangenehm auf, also wenn es Berichte sind, die ganz offensichtlich nur für Geld geschrieben wurden und nicht einmal etwas mit dem Blog zu tun haben.

    Also im Endeffekt: Samples und Sponsoring – kein Problem! Aber nur, solange man ehrlich bleibt und es zum Blog passt (Ich sag nur Poker-Links…… WTF?! O.o)

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    1. Übrigens finde ich selbst, dass ich phasenweise zu viele Reviews schreibe. Ich hatte dann mal auf FB gefragt, wie die Leser das sehen und ob es Wünsche gäbe und 90 % wollten .... Reviews! Da hatte selbst irgendwie mehr erwartet, aber offenbar ist es gewünscht. Einige meiner Make ups bekommen mehr Kommentare aber mehr Seitenaufrufe bekommen definitiv die Reviews. Ich finde das oft sehr schade, dass das Feedback bei anderen Themen ausbleibt. Zum Beispiel bei meinen monatlichen Blogs News die wirklich aufwendig sind. Ein einzelner "Danke für die Verlinkung!"-Kommentar und sonst keine Reaktion - das macht keinen Spaß wenn man den halben Sonntag daran gesessen hat.

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    2. Ah, ich denke das liegt aber auch daran, dass die Leute dann die Links klicken, was anderes lesen, vielleicht sogar einen neuen Blog entdecken und dort dann erst mal stöbern - da geht das Kommentieren dann einfach unter ;) Und generell wäre ich bei eher wenig Resonanz nicht beleidigt, als Leser versucht man ja auch Dinge zu sagen, die nicht 10 andere auch schon gesagt haben, und dann verkneift man sich einen Kommentar vielleicht, auch wenn du dich darüber gefreut hättest :o Auch fraglich: was könnte man als Leser sinnvolles zu Blog-News kommentieren? Die Posts anderer Leute unter den Blog-News zu diskutieren ist eher sinnlos, und bedanken für eine Verlinkung wiederum obligatorisch - daher kommt's denke ich, dass wenn überhaupt, nur mit "danke für's Verlinken" kommentiert wird.
      Das Format der Blog News ist aber auch ein wenig problematisch, glaube ich - ich sehe total viele Blogs, die *immer* dieselben Leute verlinken (die ja tendenziell von den eigenen Lesern auch gelesen), und dann erübrigt sich ein Feedback ja von vornherein.

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    3. So habe ich es noch gar nicht gesehen ;)
      Und mit dem "Immer die selben Verlinken" - klar, man verlinkt, was man gut findet. Man hat einen gewissen Geschmack und eine gewisse Anzahl von Blogs im Dashboard und da sind natürlich oft die selben bei, das bleibt aber glaube ich leider nicht aus :-/

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    4. Das ist klar. Nur frage ich mich, unter'm Strich, natürlich wozu solche Postings dann sind: will man einfach mal zeigen, was einem gefällt? Blogs, die einem gefallen, bekannter machen? Oder ihnen einfach "Danke" sagen, für die tollen Postings? Oder möchte man die Leser tatsächlich mit Neuigkeiten versorgen? Und gerade letztes wäre für mich ein Hauptgrund für diese Sparte - und gleichzeitig ihr Todesurteil, denn das Leserprofil von einem selbst und der Leser deckt sich ja doch ziemlich oft... und dann gibt es ja noch Blogrolls etc. - es ist einfach tierisch schwer, diesen Postings einen Mehrwert zu geben. Und naja, vor dem "immer dieselben verlinken" sind ja selbst die größten Blogger nicht gefeit - das stört mich bei Temptalia auch immer total, ich klicke die Postings nicht mehr, weil halt sowieso xSparkage und Co. verlinkt sind, und die kann ich ja auch selber lesen... :D

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    5. Also für mich sind es eher die oberen Punkte, also das "Bekannter machen", unterstützen und "Danke sagen". Aber klar, es sollen auch Neuigkeiten sein für Leute, die eben nicht einen Blogroll von 200 Blogs haben. Ich finde zum Beispiel bei anderen durch dieses Format, das andere ja auch in ähnlicher Form haben, immer mal wieder Neues :)

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  19. Für mich persönlich ist diese Überkommerialisierung der Grund, warum ich mich kaum noch in der Bloggerwelt aufhalte. Es scheint mittlerweile wirklich so, als würden viele Blogger ihre Posts nur noch um gesponserte Produkte herumstricken bzw. Geschichtlein schreiben, die am Ende nur den Nutzen haben geschickt ein paar Affiliate Links zu verstecken (Da sei nur daran erinnert, dass Affiliate Links ja mittlerweile standardmäßig auf Blogs "getarnt" werden).

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  20. Ich finde man gibt dem Falschen ding die schuld. Jeder jammert "alle werden nur beazhlt" "prsampels da und dort"
    Gleich mal vorn weg ich finde Pr-Sampels sind bei größerens Blogs ein muss! Warum soll jemand der sich da 4 stunden am tag an pc oder zu den Produkten sitzt nicht dafür entlohnt werden? warum zum teufel sollte dieser immer das selber kaufen?
    Die schuld wird immer auf die entlohnung geschoben. Meine ansicht nach ist aber dies nicht der Fehler.
    Wenn ich vor einer LE stehe ob Essence oder Dior und ich will dieses Blush werde ich vorher nach gelesen habe. Ich habe keinen Goldesel der mir das mal eben ausgleicht wenn ich einen Fehlkauf mache.
    Meiner meinung nach liegt der Fehler halb beim Blogger halb bei der Gesellschaft. Jeder erwartet die neuesten Reviews aber auch wieder abwechslung.
    Wenn ich meine Statistik betrachte als kleiner Blog sind und bleiben die meisten Aufrufe bei den Reviews.
    Ich selber versuche seit kurzem deutlich auf abwechslung zu steigen. Mal ein outfit, Mal ein rezept hier und da sogar ein AMU für eine ausgefallene schminkaktion!
    Und gelegentlich bei einem Tag mitmachen wo man was persönliches über sich schreibt.
    Es ist alles ansichts sache.
    Warum sollten also reviews besser sein wenn das zeug selbst gekauft wäre?
    Also mir persönlich gefallen einseitige blogs nicht.
    Sprich ich will wissen warum dieser Blogger genau diese produkte für das amu benutzt(also ein review über die palette, den liner ect) aber ich hab auch ehrlich gesagt keine lust nur produkte zu sehen ich will auch mal wissen was der blogger so drauf hat
    Liebe grüße
    Liia

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  21. ich finde es absolut nicht verwerflich, über gesponserte produkte zu schreiben. mir nervt nicht mal, die 300.ste review zum gleichen produkt. wenns mich interessiert, sehe ich mir gerne die swatches und die meinung dazu an, denn produkte funktionieren nicht an allen gleich und jeder hat seine eigene art swatches zu fotografieren. das gibt dann ein umfangreiches gesamtbild des produkts. finde ich eigentlich ganz gut.
    auch gegen werbung auf dem blog hab ich nichts, habe selber auch mehrere bannerplätze, da ist auch inhaltsunrelevanter content, aber der ist meines erachtens klar als werbung erkennbar.

    schwierig finde ich es bei sponsored posts, vorallem wenn sie thematisch nicht ins bild passen. das interessiert mich nun überhaupt nicht und ist mitunter für mich ein grund einen blog zu deabonnieren.

    was mich aber wirkich total nervt, sind diese eventberichte. 100 fotos von akkurat dekorierten häppchen und absolut nichts, was mich als leserin und kosmetiknutzerin irgendwie interessieren könnte.
    sicher spielt auch ein gewisses mass an neid mit, das gebe ich offen zu.
    ich war auch schon an einigen, wenigen, events, aber ich finde das für den inhalt meines blogs und für meine leserinnen total irrelevant. ich konzentriere mich dann lieber auf die produkte und poste entsprechende reviews.

    was ich aber nebst der kommerzialisierung noch nervig finde, sind diese füllerposts. ganz ehrlich, mich interessiert weder, welcher film die bloggerin letzte woche gesehen hat, noch welches mittagessen sie sich kochte. aber da bin ich glaub ein bisschen speziell. wie ich den vorherigen kommentaren entnehmen kann, finden das alle wahnsinnig spannend. vielleicht bin ich ja ein bisschen asozial. :-)

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  22. Ich kann deiner Freundin zustimmen. Derzeit gibt es einfach wenige Blogs bei denen es Spaß macht sie zu lesen. Ich finde immer mehr Blogs, die sowas von lieblos gemacht sind und bei denen man merkt, dass der Schreiber sich nicht viele Gedanken um die Inhalte seines Blogs macht. Es ist eben gerade "in" einen Blog zu führen, da man die ganzen Gratisprodukte, Reisen nach Paris etc bekommt Eben ein Stück vom Cupcake-Kuchen.
    Man erkennt es am Design (mal schnell das Blogger-Grunddesign in Rosa genommen), an den Texten (Orthografie, Grammatik, Ausdruck!!!!!) und an den Bildern. Bei manchen Bloggermädels denkt man wirklich: nee, die hat den Kopf nur zum Haaren kämmen und stylen mit den Gratissachen von Highendmarke XYZ...

    Meinen Vorrednerinnen kann ich mich nur anschließen: Ich will nicht tausend Reviews zum ach so süßen Essence-Oktoberfest-Blush lesen. Mir reichen zwei, drei... Warum reviewed eigentlich niemand das Standardsortiment? Ich stand gestern vor der neuen P2 LE (Beauty Stories) und habe etwas gekauft , ohne, dass ich eine Review gelesen habe.Dasselbe habe ich mit dem aktuellen Standardsortiment gemacht. Das war eine völlig neue Erfahrung, weil man wieder "entdecken" konnte. Ich möchte solche Entdeckungen auch wieder auf Blogs sehen!

    Ich finde es wie deine Freundin einfach schade, tausend Reviews zu irgendnem Guerlain Puder zu lesen und keine z.B. zu den Colorstarlipglossen von P2 (nur ein Beispiel!). Die Diversität fehlt da einfach. Alle posten nur noch über dieselben 10 Highend-Sachen, die sich kaum jemand leisten kann. Das fängt schon damit an, dass alle vorab dasselbe Zeugs aus LEs geschickt bekommen...
    Dazu kommt noch, dass es Posts gibt über Sachen die gar nicht auf die jeweiligen Blogs passen. Bezahlte Artikel an denen man auf den ersten Blick erkennt, dass die so nicht auf den Blog gehören, dass sie erzwungen sind, damit sie irgendwie auf den Blog passen. Ich kann dir aus der Kalten mindestens drei Blogs nennen, die sicher einige lesen, bei denen mir das in den letzten Wochen aufgefallen ist.

    ich gönne es den Autoren, dass sie kostenfreie Produkte bekommen, viele geben sich ja auch viel Mühe mit ihren Reviews. aber warum werden Blogger gelobt, die auf einmal einen Kaufstopp einführen? Es ist schonmal eine gute Erkenntnis, dass man nicht mehr aus jeder LE was kaufen muss "für den Blog". Aber man muss sich doch darauf nicht so krass feiern? Daran erkennt man finde ich diese Kommerzialisierung ganz gut. Es ist schon ein Erfolg für einige einfach nichts mehr zu kaufen (wtf? kauf doch was dich interessiert und was du ausprobieren willst, aber tu das für dich und nicht irgendeine Marke oder die Leser) ooooder: etwas aufzubrauchen (Müllposts). Ich hoffe man versteht was ich meine...

    Ich freu mich auch, wenn ihr zu Events fahren könnt. Aber dann will ich auch ausführliche Eventberichte lesen und nicht nur ein paar instagram-Bilder sehen und dann ein "ooooooh, das war so unglaublich da und das Hoteeeeeel." Das ist für mich reine Markenprostitution...
    Das führt auch dazu, dass viele Blogs immer professioneller, kalter werden. Das Sponsoring von kompletten Blogs nimmt ja den Bloggern eine gewisse Privatheit. Ich habe bei einigen nicht mehr das Gefühl, mir ist die Bloggerin sympathisch, ich fühle mich beim Lesen heimisch, sondern: Aha, sie ist wohl eine Professionelle, da frage ich mal lieber nichts nach in den Kommentaren, gibt nur ein paar auf den Deckel... Das finde ich traurig, denn: wir sind keine Professionellen! Das ist unser Hobby. Natürlich kann man fachsimpeln, aber wenn ich mir manche Kommentardiskussionen anschaue, könnte ich denken, da sitzt ne Marketing- und ne Chemieeule, die uns belehren, aber nicht mit uns zusammen Kosmetik erleben wollen.

    Aber solange die eierlegende Wollmilchsau Blogger funktioniert und der Leser entsprechend aggiert, wird die Menge an vertrauenswürdigen sympathischen Blogs wohl kleiner werden.

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  23. Nicht alle Blogger haben Werbung und lassen sich dafür bezahlen. Meine Seite ist "sauber" obwohl ich ständig Anfragen bekomme...
    Nur die kleineren Blogger werden leider immer missachtet und die "großen" interessieren sich für die nicht...
    Mich nerven eher die 1000 Review zum gleichen Produkt, 1000 Preview und die ganzen 1000 PR Bilder auf gefüllten 100 Blogs! ...
    Ich bekomme auch Produkte und gebe immer meine ehrliche Meinung dazu...
    Schlimmer finde ich auch, dass viele andere Blogger ungerecht behandelt sind....Viele blogger bekommen Sachen zugeschickt,wo die normalerweise sich selbst die nie gekauft hätten und selten über diejenige Marke posten.

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  24. ich halte es gar nicht so sehr für eine Kommerzialisierung als die logische Folge der Professionalisierung. Der Einheitsbrei wird dan auch schnell klar - Beautyblogger sind heute stärker vernetzt, es gibt anscheinend Regeln für den Umgang mit Pr-Agenturen über die sich ausgetauscht wird, alle gehen zu den gleichen Events, kaufen die gleichen Kameras und kopieren gegenseitig den Pinterest-Fotostil und die Firmen schicken die gleichen Samples an ihre listen-Blogger raus. Mittlerweile gibt's auch eine eigene Sprache: alle reden von ihrem "heiligen Gral", ein Produkt spendet tollen "glow (oder "glo"), Leser sind nicht Leser sondern "meine Süßen(etc)", alle "swatchen" etc. Bei vielen wundere ich mich ehrlich gesagt über eine angebliche Liebe zum Schreiben, wenn das Vokabular anscheinend nicht über den Beautybloggerslang hinausgeht und wie aus Textbausteinen zusammengesetzt aussieht. Mit Advertorials/sponsored posts verschwindet für mich auch langsam die Grenze zu den früheren BeautyjournalistInnen der klassischen Medien.
    Das sieht man auch an der andauernden Lobhudelei.Ich kann verstehen, warum man nicht Negatives schreiben möchte und damit die Motzbrigade in den Kommentaren anzieht, aber es nervt wenn schon leichte Produktkritik immer gefolgt wird von irgendwelchen Erklärungen: "das liegt bestimmt an meiner Haut!" "das kann bei euch ganz anders sein!". Bei positiven Reviews liest man allerdings nie "das wirkt vielleicht nur bei mir und sieht bei euch total scheiße aus!" ;). Man merkt durchaus bei einigen, dass sie es sich nicht mit den großen Firmen verscherzen möchten (wobei ich auch denke, dass die auch Negativwerbung unter PR buchen - hauptsache das Produkt wird genannt). Aber ich lese durchaus noch Blogs!Man wird halt nur selektiver und das scheint mir auch ein normaler Vorgang bei einer sich neu entwickelnden Branche zu werden. Lustigerweise gab's heute bei neueelite.de einen Post zu den schwarzen Schafen unter den Reisebloggern -dagegen geht's bei euch nun wirklich harmlos zu!

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    1. Ja das sehe ich genauso wie du. Und wer denkt Blogs ohne gesponsorte Produkte seien keine Werbung...der sollte sowieso nochmal genau drüber nachdenken und nicht so naiv sein.
      Ich finde es wird dort super nervig, wo Werbung sich als Banner erstmal vor den Bildschirm schiebt und man sie weg-x-en muss um den Blog zu lesen. Da hört bei mir die Liebe auf und dann lese ich den Blog auch nicht mehr. Werbung an der Seite...das ist mir ehrlich ziemlich schnurz. Was Blogger zu einem Produkt schreiben ist mir oftmals auch eher zweitrangig. Ich finde die Fotos viel aussagekräftiger (bei dekorativer Kosmetik). Und da kann ein Blogger noch so tolle Lobgesänge loslassen, wenn das Produkt fleckig oder unpigmentiert etc. rüber kommt werde ichs wohl tendenziell eher nicht kaufen (es sei den mein eigener Swatch an den Testprodukten in Drogerie/Parfümerie fällt anders aus). Und dann zu schreiben "das kann man auch unfleckig auftragen, das lag an mir, ich wollte das so" (wtf?!? jaaa, das habe ich ehrlich schon gelesen!!) finde ich dann eher lächerlich und wenig überzeugend.

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  25. Was ich viel nerviger finde als Werbung ist der neue Einheitsbrei auf anderer Ebene: Neuerdings finden alle alle Gold und Rosé Töne gut, stehen auf vintage Blümchenbettdecken, weiße Möbel, Stricken und Nähen wie die Weltmeister um die Wette und ich habe den Eindruck man "muss" grade so sein um "Stilvoll" zu sein.
    Das nervt...achja und plötzlich stehen alle auf rote Lippen, egal wie gelb die Zähne dadurch wirken und die Deplatziert das bei manchen einfach aussieht (denn ja, es steht nicht jedem und man sollte nicht nur nach dem Trend gehen weil "alle" es so machen).
    Aber richtig, wenn man das nicht mag, sollte man den Blog eben einfach nicht mehr lesen.

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  26. Mich stören auf einem Blog nicht die kommerziellen Anteile am meisten, sondern Versuche, diese zu verbergen (Neulich auf einem Blog gelesen: "Ich MUSS Werbung nicht als solche kennzeichnen, das ist MEINE Sache, ob ich das tu oder nicht." Gleich mal entabonniert.).
    Wenn klar gekennzeichnet ist, das und welche Produkte nicht selbst erworben wurden, dass es Affiliate-Links gibt und welche Post gesponsert wurden, dann kann ich selbst die dazugehörigen Beiträge in Relation setzen und damit umgehen.
    Bei den meisten Blogs, die ich regelmäßig lese, erweitern die gesponserten Produkte die Bandbreite und auch Anzahl an Reviews - so viele Produkte KANN ja gar kein Durchschnittsdeutscher einfach mal so kaufen, nur, um darüber auf seinem privaten Blog zum Spaß zu berichten.
    Affilate-Links finde ich völlig unproblematisch, bei den Blogs, die ich regelmäßig lese. Da werden sie nur ergänzend zu den eigentlichen Beiträgen als dezente Möglichkeit genutzt, kleine Beiträge zu laufenden Kosten reinzuholen. Die Blogs, die Beiträge um Affiliate-Links herumbauen sind ja eher die Ausnahme und les ich eben nicht im Abo. Und sonst, wenn es einen Affiliate-Partner gibt und sich da ein Link setzen lässt? Warum denn nicht?
    Gesponserte Beiträge stören mich auch nicht wirklich, wenn ersichtlich ist, dass es welche sind.
    Einzig Preview-Fluten stören mich manchmal. Wenn man das wie Magi beispielsweise kommentarlos in eine eigene Rubrik, zum Nachschlagen für Interessierte aufnimmt, finde ich das cool - oder wenn man einen persönlichen Bezug dazu herstellt, eigene Favoriten nennt und die der Leser erfragt, dann find ich das auch passend. Aber es posten, um was zu posten? Mh... :/
    Alles in allem finde ich kommerzielle Anteile in Blogs nicht schlimm - ich freu mich für Leute, die mit ihrem Hobbie zumindest ein bisschen Geld verdienen können. Mach ich persönlich auch, zwar nicht mit einem Blog, aber das macht in meinen Augen gar keinen Unterschied. :)

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    1. Bin total deiner Meinung! Habe früher auch mal Preview-Posts gemacht, habe aber irgendwann den Sinn dahinter nicht mehr gesehen.. Jetzt mache ich das nur noch wenn ich mir zu 100% sicher bin etwas aus einer LE oder so zu kaufen und meine Leser nach ihrer Meinung fragen möchte. PR-Samples finde ich auch noch in Ordnung wenn die Meinung darüber wirklich ehrlich ist und Negatives auch angesprochen wird.
      LG, Lisa ♥

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  27. Einheitsbrei - ein treffendes Wort! Ich lese auch kaum noch Blogs, es nervt einfach nur. Überall die gleichen LEs, sei es Essence, Dior oder Mac. JEDER macht das Gleiche weil da natürlich fleißig gesponsert wird... Youtube ist genauso nervig, denn auch da gibts nur noch das gleiche wie auf den Blogs. Grade bei Marken wie Essence und P2 frage ich mich, warum überhaupt so viele Leute was bekommen, das kann man an jeder Ecke kaufen und selbst anschauen, wen interessiert das denn noch?!
    Wer regelmäßig Klopapier kaufen muss, kommt auch zwangszweise bei DM und Co vorbei und kann das selbst anschauen.

    Was mich aber wirklich massiv stört sind bezahlte Posts. Entweder der Blogger mag die Produkte/den Shop oder er mag sie nicht. Der Sinn des Bloggens war mal Dinge zu zeigen, die einem gefallen und nicht Zeug zu zeigen, weil man Geld dafür bekommen hat. Das kann ich nicht mehr ernst nehmen und hab auch etlichen entfolgt, weil mir zu viele Advertorials und sowas kamen.

    Affiliatelinks finde ich ok, wenn der Blogger selbst öfter dort kauft und mit gutem Gewissen eine Shopempfehlung aussprechen kann, dann klicke ich da sogar gern mal drauf, aber das bezahlte "da Shop, hier Produkt, klickst du Link" geht einfach gar nicht, schon gar nicht unter dem Aspekt, dass Blogger dafür 100-1000€ pro Post kassieren.

    Die "Abwechslung" an der sich einige ganz kläglich versuchen wie Kochrezepte finde ich auch nicht mehr besonders gut. Es wirkt alles voneinander abgekupfert und jeder muss jetzt auf einmal was veganes, vegetarisches, low carb etc pp machen. Warum kann man nicht einfach mal posten, was man WIRKLICH isst. Manchen Bloggern sieht man an, dass die weder Low Carb machen noch Sport treiben, aber Hauptsache mal sinnlos irgend einem Trend, sei es Kosmetik, Fitness oder Essen hinterhergerannt. Leider ist das fast ausschließlich bei den Beautybloggern so, die Lifestyle-, Fashion- und vor allem auch die Foodblogger haben sich noch nicht so an die Werbeindustrie verkauft.

    Noch dazu kehren so viele Blogger das Sponsoring und die Bezahlung unter den Tisch, ich sehe so viele Beiträge, die bei einigen gekennzeichnet sind, auf anderen Blogs ohne Kennzeichnung und so verpackt, als hätte man sich das Produkt selbst gekauft oder wär von selbst auf den Shop gekommen.

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    1. Und welche Marken bleiben dann übrig, die man noch zeigen sollte? MAC und Co. kriegt man ja auch an vielen Verkaufsstellen und kann selber hingehen ;)

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    2. Sarah spricht mir aus dem herzen.gestern war der hammer des tages das rühreirezept einer beauty-bloggerin,als besondere raffinesse enthielt es tomate.da fragt man sich schon...ich hab daraufhin auch meine lesezeichen überarbeitet

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  28. Ich wünsche mir von den Bloggern mehr Reflektion über die Produkte, die sie zugeschickt bekommen und eine Review nach der anderen schreiben.

    Ich wünsche mir von Bloggern mehr Widerstand gegen Firmen, die noch munter Tierversuche durchführen und sich nicht darum kümmern, wie elendig Tiere für Schönheit leiden müssen.

    Ich benutze nur Kosmetika, die zu 100 % Tierversuchsfrei ist. Ich will nicht, dass Tiere für MICH leiden müssen. Und da sehe ich den Knackpunkt. Nicht nur Blogger halten munter Produkte von den "bösen" Firmen (Garnier, L'Oréal, etc.) in die Kamera, sondern auch Youtuber.

    Gerade Blogger haben doch die größte "Stimme" um sich dagegen zu "wehren".

    Da muss ein neuer Ansatz her!!!

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    1. Da gebe ich Die vollkommen Recht.
      Die Macht, die die Blogger inzwischen besitzen, sollte durchaus mal dafür genutzt werden, auch solche Seiten der Firmen mal kritisch zu beleuchten und aufzuzeigen.
      Ich krieg mittlerweile das Kotzen, wenn ich Blogs sehe, die ach so süße Hundefotos zeigen, um im nächsten Moment die von Dir erwähnten firmen über den grünen Klee zu loben.

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  29. Ein sehr interessantes Thema!
    Ich habe selber einen Beauty-Blog, bekomme aber nicht PR-Samples etc. zugeschickt. Natürlich interessieren mich neue Produkte, da ich Kosmetik an sich liebe und es mir Spaß macht mich mit ihr zu beschäftigen. Wenn ich es vermeiden kann einen Haufen Geld für Flop-Produkte auszugeben dann mach das auch gerne, in dem ich mir Reviews zu den Produkten durchlese!
    Kritisch finde ich es ab dem Punkt, wo gesponsorte Produkte in den Himmel gelobt werden, nie etwas Negatives darüber gesagt wird. Natürlich kann das Produkt wirklich toll sein, irgendwann wird es aber einfach unrealistisch. Nur weil mir die Firma XY ein super teures Produkt umsonst schickt, sollte meine Meinung doch trotzdem ehrlich sein! Alles andere ist nur Betrug und ich finde das echt jämmerlich.
    Meine Kosmetik muss nicht super teuer sein, sie sollte schöne Ergebnisse erzielen und eine gute Qualität haben. Warum 30 Euro für einen Lippenstift bezahlen wenn ich mit dem Geld acht oder zehn gleichwertige Lippenstifte in der Drogerie bekomme? Nur weil da so ein Markenzeichen draufgedruckt ist?
    Die ehrlichsten Reviews sind eigentlich immer zu Produkten, die man selber gekauft hat!
    LG, Lisa ♥

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  30. Was ich recht auffällig finde, ist der "Kampf" um die Blogger mit riesigen, spektakulären Events. Wenn ich bei manchen lese wo sie z.B. gesponsort überall eingeladen sind. Inkl. Flug, Hotel etc. pp. Das finde ich ehrlich gesagt bedenklich. Oder auch wenn Bloggern riesige Pakete an Kleidung zugeschickt werden. Im Moment liest man auf jedem Blog über die EInführung des neuen Katie Perry Duftes, weil gefühlt jeder Blogger eingeladen war (den Duft finde ich übrigens grauenhaft :-) )
    Da kann mit keiner erzählen, dass es noch zu wirklich objektiven Beurteilung der Produkte (Firmen) kommt.
    Von daher lese ich auch nicht mehr viele Blogs. Überall der gleiche Kram und eigentlich überwiegend auch nur noch postive Beurteilungen.... wenn wundert es?

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  31. Verfolge Blogs seit 2009 und ich muss deiner Freundin zustimmen. Natürlich ist es nicht mehr authentisch wenn Firmen die Blogger mit Produkten und Events locken. Da muss die Objektivität zwangsläufig leidem. Reviews haben seitdem weniger Gewicht für mich, gerade wenn sie parallel auf diversen Blogs vorgestellt werden. Schade, keine schöne Entwicklung....

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  32. Das Thema ist ziemlich schwierig finde ich... Werbung an sich stört mich nicht, wenn ich keine Lust habe einen Affiliatelink anzuklicken mache ich das auch nicht, es zwingt mich ja keiner dazu. Was ich da nur schade finde, wenn diese nicht gekennzeichnet werden am Ende und Blogs die Leser irreführen ich denke es ist nicht unbedingt beabsichtigt..

    PR Sample sind in Ordnung solange der Blog nicht bei jedem Post über eines schreibt, das hat auch nichts damit zu tun das dass Produkt gratis war sondern mir fehlt dann einfach die Abwechslung .Wenn ich immer nur gratis lese, nervt mich das irgendwann und ich entaboniere den Blog. Es bringt natürlich auch Vorteile mit sich, eine Themenviefalt aber wenn jeden Tag nur High End gezeigt wird, was meistens preislich so hoch ist, dass die meisten es sich einfach nicht kaufen können, ist es störend.

    Mir ist es wichtig eine gewisse Abwechslung zu bekommen eine gesunde Mischung aus PR und selbst gekauft :) bei den selbst gekauften Sachen sieht man einfach "ah, die Produkte kann ich mir auch ohne viel Geld und Aufwand in der Drogerie XYZ besorgen.."

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  33. Ich persönlich lese Blogs unter anderem, weil ich über die neusten Dinge informiert sein möchte und mir gerne mal Swatches von interessanten Produkten anschaue. Dafür ist es glaube ich fast schon nötig, dass Blogger von Firmen gesponsort werden. Was mich aber auch stört ist, wenn meine ganze Timeline mit Berichten über das gleiche Produkte zugepflastert ist. Selbst wenn die Meinung noch die echte ist, denke ich mir oft, dass der Blogger sich selbst das Produkt in vielen Fällen vermutlich nie gekauft hätte. Das macht es für mich als Leser schwieriger herauszufiltern, was wirklich gut ist und wo nur eine geschickte PR-Firma hintersteckt.

    Ich denke die Mischung macht es. Gesponserte Berichte sind nicht schlimm, schlimm ist es bloß, wenn es nichts anderes mehr gibt und der individuelle Content eines Blogs nicht mehr vorhanden ist.

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  34. Es gibt auch Blogger, die nur über Tierversuchsfreien Produkte schreiben, aber wir sind immer noch in der Minderzahl... Einige von diesen 'größeren' Blogs werden leider auch immer mehr kommerziell. Sie bekommen so viele Produkte zugeschickt, dass ich mich frage welche Produkte sie sich noch selber gekauft haben.

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  35. Toll, dass Du das Thema aufgreifst! Spricht für Dich :)

    PR-Samples & Co sind das Eine. Die Kombination aus Sponsoring und "alles nur toll finden", sprich keine eigene Meinung (mehr) zu haben, ist das, was mich inzwischen leider auf vielen Blogs stört, sei es Beauty, sei es Food, Lifestyle, whatever. Ein Blog ohne eigene Meinung ist meines Erachtens kein wirklicher Blog, sondern ausschließlich Werbung.

    Liebe Grüße :)

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  36. Für mich ist mit der ganzen Professionalisierung echt was kaputt gegangen, was den Reiz ausgemacht hat. Mir fehlt das kreative, manchmal sogar unperfekte von früher. Als es auch noch viel mehr um den Einsatz von Produkten ging und nicht nur um professionelle Reviews. Wie sehr manche Blogger zu Fließbandarbeit neigen merkt man ja allein schon an deren eigenen Beschwerden darüber.
    Das allermeiste langweilt mich mittlerweile nur noch und ich sehe da auch einfach nicht mehr den Unterschied zu den Vorstellungen der Produkte in Zeitschriften oder so.
    Vielleicht habe ich auch einfach das ganze Thema über... Aber wirklich nette neue Ideen, Projekte, Tutorials oder so finde ich immer noch spannend. Die ganzen "ich zeige euch jetzt Kollektion XY" und mache ein paar Swatches und schildere eine total oberflächlich erste Meinung, weil ich zum richtigen Benutzen eh nie komme- Beiträge interessieren mich einfach nicht mehr.

    Grundsätzlich entwickele ich aber auch eine immer größere Abneigung gegen die Gier mancher Leute (ob nun Blogger oder nicht), die sich permanent mit allem "anfixen" lassen und es dann am Ende ja doch NIE benutzen.

    Anonsten stimme ich deiner Freundin einfach absolut zu. Und höre selber auf, irgendwas zu kaufen. Und das schon länger und ohne theatralisch inszenierten Kaufstop. Einfach nutzen was man hat und wenn mal was leer ist oder komplett fehlt gibt es das eben neu. Aber nicht wahllos alles und jede Marke von Drogerie bis High-End und keine Ahnung was alles. Dafür ist mir das Geld mittlerweile viel zu schade und ich finde dieses Anhäufen für mich unangenehm. Lieber einfach mal zufrieden sein mit dem was man hat und sich nicht komplett vom Anhäufen von Dingen abhängig machen. Bei manchen Bloggerinnen kann ich da nur den Kopf schütteln...

    Übrigens frage ich mich auch, wann denn dann die PR-Firmen mal merken, dass die ganzen Event-Berichte für Leser einfach sogar eher negativ sind. Wird natürlich für manche Blogger dann ein harter Fall ohne die tollen Mini-Cupcakes und rosa Macarons.

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  37. In punkto Tierversuche stimme ich zu. Das Thema wird von den meisten Beautybloggerinnen vollständig ignoriert. Ist ist ja die Entscheidung jeder einzelnen, welche Marken sie unterstützen möchte und welche nicht, aber ich finde es schade, dass das Thema Ethik im Beautybereich fast nur auf veganen Blogs stattfindet.

    Und dann: die Eventberichte! Oh Gott, diese Events. Da könnte ich jetzt seitenlang schwadronieren. Wie oft finden diese dubiosen Events mittlerweile eigentlich statt, meine Güte. Und was für ein Aufwand da jeweils betrieben wird. Unfassbar. Ich versichere, dass aus mir hier keineswegs der Neid spricht – wenn ich eine Städtereise machen will, dann mach ich die, und bestimme das Rahmenprogramm sogar selbst!

    Aber mal ehrlich, gibt es hier jemanden, der diese Berichte wirklich gerne und interessiert liest? Steht ja immer das gleiche drin. Irgendein Geschwafel zur Philosophie der Marke (ich erkenne da immer PR-Textbausteine in den Postings, arbeite selbst in dem Bereich), das Essen, das Hotel, die superlieben Mitbloggerinnen...*einschlaf*

    Ich meine, das nutzt doch keiner Leserin was. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel, aber oft begegnen die mir nun nicht. Große Blogs, die ich gern lese: Euch hier, Magi, Jettie, Beautyjagd. Da freu ich mich über jeden neuen Beitrag.

    Mein Name ist Liz. Und ich bin Eventberichthasserin.

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    1. Haha, dem schließ ich mich voll und ganz an. Ich finde Eventberichte leider auch sowas von langweilig. Was soll mir als Leserin damit erzählt werden? Wie schön/stressig es war? Das einzig interessante daran is vielleicht wieviel Kram die Mädels an Reisekosmetik mitnehmen, aber sonst?

      Ich vermisse zB vermehrt solche Aktionen, wie sie es glaube letztes Jahr gab, in dem versucht wurde bewusst eine Woche lang nur Artikel zu bloggen, in denen keine Marken genannt werden. Das fand ich einfach spitze, man merkte richtig wie kreativ die Bloggerinnen auf einmal wurden.

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    2. Liz, gründen wir eine Selbsthilfegruppe?
      Ich finde Eventberichte auch furchtbar.

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    3. Oh ja, aber gern. Und dann gehen wir als investigative Undercover-Bloggerinnen zu Events und klären auf, dass...öhm, naja. Eigentlich gibts da nichts aufzuklären. Außer dass Givenchy/Guerlain/Dior diesmal ein besonders hübsches Hotel hat springen lassen und dass auf den Cupcakes echter Diamantstaub drauf war. Auch immer lustig die Formulierung: "...hat uns nach Paris/Berlin/Castrop-Rauxel eingeladen, um uns die Marke/den Duft/das Produkt einmal genauer vorzustellen." Und dann: PR-Film ab!

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    4. Ich frage mich ehrlich gesagt, wo das Problem liegt? Dann ist halt mal ein Bericht dazwischen, der einen nicht interessiert, man muss ihn ja nicht lesen. Eventberichte gibt es ja auch nicht täglich. Manchmal klingt es so, als würden die Blogger die Leser zwingen alles zu lesen, genau so wie bei Previews oder wenn ein Produkte öfters in der Timeline auftaucht. Letzteres müssen ja nicht mal gesponsorte Produkte sein, ich denke da zum Beispiel an die Vintage Romance Palette von Sleek die nun jeder zweite Blog gezeigt hat. Wenn es mir zu viel wird oder nicht interessiert, les ich den Bericht eben nicht und fertig.
      Blogger sind keine Profis, die sich von der breiten Masse abheben müssen, sondern sie schreiben darüber, was ihnen gefällt. Manchmal kommt es mir so vor, als wenn manche Leser ziemlich hohe Erwartungen haben. Prinzipiell ist das ja nicht schlimm, aber dann sollten sie sich vielleicht lieber nur 3 Blogs lesen, dann lesen sie nicht überall das selbe ;-)

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    5. Eventberichte gibt es vielleicht nicht täglich aber nun einmal öfter als noch vor zB 2 Jahren. Wie gesagt, wenn nicht gerade ausführlich über das Produkt geschrieben wird, wozu dann der Bericht? Und das Argument "Dann les es doch nicht" führt auf Dauer eben zum entabonnieren. Deswegen schreiben doch auch viele Leserinnen hier, dass sie eben nur noch 2-3 Blogs in ihren Lesezeichen haben.

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    6. Lizzz ich stimme dir 100% zu und hab ziemlich grinsen müssen ;)

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    7. Liebe karmesin,das steht da auch nicht. Aber ich denke es ist nachvollziehbar,wenn man nicht dauernd jedes event 10 mal lesen möchte.es reicht doch wenn ihr da seid.und spaß habt.davon erzählen geht in 10 zeilen und bilder muss ich nicht haben,ich weiß wie fingerfood und betten aussehen. Und das ist keine kritik an deinem blog.

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  38. Ich muss sagen, dass ich eigentlich relativ spät angefangen habe Blogs zu lesen, aber bereits jetzt hat bei mir eine Art Übersättigung engesetzt. Für mich ist das alles irgendwie ein großer Einheitsblabla geworden (wie hier bereits schon erwähnt) und mich langweilt es extrem, wenn ich zum 5. Mal ein Post zum gleichen Thema auf verschiedenen Blogs entdecke. Andererseits frage ich mich auch, was die PR Abteilungen da teilweise für nen Mist machen. Aktuelles Beispiel? Diese Wundercreme, die angeblich die Falten der letzten 30 Jahre verschwinden lässt. Und das Zeug wird dann 20jährigen Mädels zugeschickt (wtf???), die dann in einer Makromakromakro-Aufnahme versuchen ihre (noch nicht) vorhandenen Fältchen irgendwie sichtbar zu machen. Und wenn das nicht funktioniert, muss eben auch noch Mutti herhalten....
    Ich fand, dass das Tolle an Blogs war, dass ich so viel von den Mädels lernen konnte: wie bekomme ich einen Lidstrich hin, wie kann ich außergewöhnliche Farben tragbar machen, was für Vor- und Nachteile haben verschiedenen Texturen etc. Ich konnte mir Inspirationen holen! Und jetzt geht es häufig nur noch um Cupcakes und Eigenbeweihräucherung =(

    LG - A.

    PS: Und dieses Argument "wenn ich keine PR-Samples erhalten würde, könnte ich meinen Lesern auch nicht so viele tolle Berichte bieten" geht mir auch ziemlich auf den Keks.

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  39. Es sind max. 5 Blogs, die ich gerne lese. Aber alle anderen finde ich mittlerweile einfach nur langweilig und manche Personen finde ich einfach nur unsympathisch. All die gesponserten Produkte und Hotels etc. für Events sind einfach langweilig auf Dauer. Früher war so die Sache, dass man da noch in den Laden ging, um die neuesten LEs zu sehen und mittlerweile bekommt man PR-Samples. Da fehlt die 'Geschichte' dahinter, wie es dazu kam, was einem daran reizte usw. Zugeschickte Produkte sind ganz nett, aber in jedem Beitrag?

    Mittlerweile steckt da auch nicht mehr viel Mühe hinter den Einträgen. Wenn jemand ein zugeschicktes Highend Produkt bekommt und dann nur sagt 'Ich finde es toll. Manche werden es von euch teuer finden, aber die, die es haben wollen, werden es sich eh kaufen'... Das nützt vielen nichts. Vor allem nicht für die, die sich das nicht leisten können/wollen/Fehlkäufe vermeiden möchten. Da frage ich mich auch, hätte die Person sich das je selbst gekauft? Das sieht man ja auch noch, wenn es um irgendein Voting geht, wo man eine Reise gewinnen kann etc. und man die Leser danach fragt, ob sie für einen Voten. Dabei kann man das eigene Geld ja auch selbst in die Reise investieren. Man hat das ja nicht nötig, wenn man jeden Monat was in Highend Kosmetik investieren kann und dann auch noch welche kostenlos zugeschickt bekommt. Was möchte man da noch alles geschenkt bekommen? Jetzt klinge ich vielleicht noch wie ein 'Hater', bin neidisch oder sonst was...

    Und bei Event-Beiträgen ist ja wirklich immer das gleiche. Es werden grob ein paar Fotos von den Produkten gemacht, von anderen Gästen, sonst wird das Essen, das Hotel etc fotografiert. Ich erwarte da eigentlich nähere Infos zu den Neuheiten. Mich interessiert nicht, wie schön das Ambiente dort war. Es nützt dem Leser ja auch nichts, wenn die Neuheiten erst vorgestellt werden, wenn diese schon im Laden zu finden sind.

    Qualität statt Quantität wäre gut. Gilt für Text und Bilder. Mir nützen keine 20 Swatch-Bilder in unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Winkeln, wenn die Kameraeinstellungen nicht ansatzweise stimmen oder man da ein paar Filter drüber gemacht hat...

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  40. Ich hätte von mir eigentlich nicht gedacht, dass ich so denke wie deine Freundin, aber wenn ich mir mein Leseverhalten so anschaue was Blogs angeht, lässt sich das wohl nicht von der Hand weisen.
    Natürlich gibt es auch große Blogs, die ehrlich Produkte beschreiben und nicht nur die rosarote Brille im Gesicht fest getackert haben, aber letztere sind doch zu einer großen Gruppe angewachsen und hat bei mir deshalb zu einigen Entabonnierungen geführt.

    Problematisch ist für mich aber weder das Bekommen, Vorstellen, Bewerben, etc von Gratisprodukten, sondern der Fakt, dass so oft mit den großspurigsten Adjektiven um sich geworfen wird (bei Bloggern in Reviews, bei Youtubern in den Favoritenvideos) und einen Monat später hat diejenige einen neuen heiligen Gral, der die Haut noch weicher macht, die Haare noch schöner glänzen lässt und so weiter und so fort. Betrachtet man dann ein Jahr nach dem entsprechenden WOW-Produkt, merkt man als Leser/Zuschauer oft, dass es ja gar nicht so gut gewesen sein kann, weil es bis auf den einen Post/das eine Video nie wieder erwähnt wurde.

    Außerdem kommt bei Blogs, die ich schon länger beobachte dazu, dass der lieb gewonnene Blogger durch gehäufte Aufmerksamkeit durch Firmen, merklich unnahbarer wird. Hat man anfangs noch ausführliche, nette Antworten auf eventuelle Fragen bekommen, so wird sich einfach nicht mehr die Mühe gemacht, dies zu tun. Mir kommt dass dann so vor wie "ich bin halt nett um Leser zu sammeln und wenn die Produkte rein kommen und das Ding von selbst läuft, brauche ich mir um die Leser keinen Kopf mehr zu machen".

    Das alles zerrt massiv an der Glaubwürdigkeit einer Bloggerin und wozu soll ich ihren Blog dann noch lesen, wenn ich maximal den Bildern glauben schenken kann?

    Aber wie gesagt, es gibt solche und solche. Man lernt irgendwann nicht mehr so blauäugig durchs Netz zu klicken und jedem gut geschriebenem/aufgenommenem Wort glaube zu schenken.

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  41. Mich nerven die meisten Beauty-Blogs eigentlich nur noch, ich finde bei ganz vielen ist die Kreativität den Bach runter gegangen.
    Ich habe damals angefangen Blogs zu lesen, weil ich Inspiration und Information wollte. Aber das findet man eigentlich kaum noch.
    Reviews zu High End Kosmetik lese ich inzwischen fast nur noch bei makeupalley.com, weil ich einfach finde, dass die Reviews ehrlicher sind. Swatches suche ich über die google Bildersuche, da lande ich zwar auch meistens auf Blogs, und lese kurz den Text dazu, aber ich selektiere mehr. Vor Allem wenn es sponsored ist oder sich um ein gratis Produkt handelt, glaube ich nicht unbedingt was ich lese.

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  42. PR-Samples kann ich auch etwas Gutes abgewinnen: So gibt es teilweise auch Reviews über Produkte, die der Blogger selbst nicht gekauft hätte, weil er das Produkt eben nicht gut genug findet. Da nervt mich die Philosophie mancher Blogger "Bevor ich was Negatives schreibe, schreibe ich lieber gar nichts, ich stecke meine Energie lieber in Produkte, die ich toll finde" - negative Berichte sind oft hilfreicher als positive! Und können auch Kaufanreiz sein (schreibt z.B. eine Bloggerin, eine Gesichtscreme sei nicht reichhaltig genug, wird die Creme für mich erst interessant ;))

    Bei Drogerie-LEs freuen mich die PR-Pakete, die Blogger bekommen, oft auch, weil in LE-Aufstellern oft keine Tester angebracht sind und ich so frühzeitig Swatches und Meinungen bekomme, bevor die Produkte alle vergriffen sind.

    Nervig ist es teilweise auch, wenn gerade eine Firma ein Produkt an alle Blogger schickt und man in jedem Blog das gleiche (uninteressante :P) Produkt sieht. Zuletzt: Gel Nails at Home ... urgs.

    Und Eventberichte, in denen hauptsächlich Fotos vom Hotelzimmer, dem hübsch angerichteten Essen und der anderen Bloggerinnen zu sehen sind, braucht echt kein Mensch.

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  43. Mich besorgt die Entwicklung ehrlich gesagt. Ursprünglich –vor geraumer Zeit- habe ich Beauty-Blogs als „öffentliches Tagebuch“ wahrgenommen. Authentizität war eigentlich in jedem Blog vorhanden.

    Zwischenzeitlich erscheinen mir die Beauty-Blogs tatsächlich viel mehr als Werbeplattform, die den ursprünglichen Charakter als „Maske“ weiter tragen.

    Es handelt sich ja um einen schleichenden Prozess: während bis vor ein paar Jahren nur hier und da Highend-Produkte ihren Weg auf die Blogs fanden, trifft man diese heute auf fast jedem Blog an.
    Es wird also suggeriert, dass es „normal“ ist, für die tolle Foundation mit dem besonderen Glow 40 EUR zu zahlen. Oder knapp 30 EUR für den Lipgloss, der nicht klebt, eine tolle Farbabgabe hat und die Lippen voller erscheinen lässt. Auch das neue Rouge von Benefit: trotz um die Hälfte reduzierter Inhaltsmenge bei gleichem Preis: „wunderbar! tolle Farbe! GET IT !“.

    „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ – klar werden auch immer wieder einzelne Produkte kritisiert, oder KEINE Kaufempfehlung ausgesprochen. Mehrheitlich –so mein Empfinden- wird jedoch den meisten Produkten doch die ein oder andere positive Seite abgewonnen.
    Ich glaube nicht, dass die einzelnen Firmen vorschreiben, wie die Review auszusehen hat – das erledigt die menschliche Psyche schon von selbst. Wenn ich für etwas nichts bezahlen muss, nehme ich eventuelle „kleinere Mängel“ eher hin, oder diese fallen mir erst gar nicht auf, als wenn ich mein eigenes Geld dafür ausgegeben hätte.

    Und genau diesen Zustand empfinde ich als schlimm, sogar als gefährlich. Für beide Seiten. Für Bloggerinnen, die den Bezug zum Produktpreis zu verlieren scheinen und damit zum Spielball der Firmen werden – und ebenso für die Leserinnen, die wie Lemminge ihrer „virtuellen Freundin“ nacheifern und eben diese Produkte kaufen. Auch dann, wenn das Budget es eigentlich nicht zulässt.

    Davon sind jedoch nicht nur Beauty-Blogs betroffen. Lifestyle-Blogs, Wohn-Blogs funktionieren doch nach demselben Prinzip und diese werden vorwiegend von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren gelesen ….es ist also keine Frage des Alters, sich „anfixen“ zu lassen ;-)

    Mir scheint, wir haben den Bezug zur Realität verloren: wir wollen heute schöner sein, als wir gestern waren. Und morgen noch schöner. Egal, was es kostet, wir sind bereit, den Preis zu bezahlen um im Haifischbecken nicht unterzugehen. Auch wenn wir die 34 Rouges, die in Schubladen schlummern, in unserem Leben niemals aufbrauchen können – wenn das 35ste noch mehr Frische verspricht, dann kaufen wir auch das noch.

    Das lässt sich ebenso gut auf Mode ausweiten. Wenn 16jährige Louis Vuitton Taschen für 600 EUR tragen: ist das tatsächlich NORMAL ????

    Eine ungesunde Entwicklung, wie ich finde. Die „Schuld“ verteilt sich jedoch auf mehrere Schultern: die Firmen, die den Zug ins Rollen brachten, die Bloggerinnen, die ihn in Fahrt halten und letztlich den Konsumentinnen, die darauf aufspringen….
    Das Problem liegt also bei keinem Einzelnen, sondern in der Gesellschaft allgemein, in der Mainstream zum Credo wird.

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  44. ... Fortsetzung ...

    Einzig eine (oder zwei) Sache(n) – für die ich die Bloggerinnen alleinig zur Verantwortung ziehe, und die ich so gar nicht mag:
    Die ausführliche Berichterstattung über Events. Hamburg, Berlin, NY. Da wird in meinen Augen zwischen den Zeilen regelmäßig die lange Nase gezeigt und „Ätsch!“ gerufen. Oder beim „Stimmenfang“ für z.B. designte Shirts oder zusammengestellte Outfits: „Votet für mich! Ich will die Reise gewinnen !“. Die brave Leserschaft tut wie ihr geheißen. Der Gewinn geht dann nicht unbedingt an diejenige, deren Shirt am schönsten ist oder deren Outfit-Zusammenstellung am besten harmoniert, sondern an diejenige, deren Blog die meisten Verfolger hat. Dies geschieht in meinen Augen durchaus gewollt, taktiert und zielorientiert, insbesondere dann, wenn mehrfach auf dem Blog daran erinnert wird. Unsympathisch.

    Während ich vor einigen Jahren schon hier und da dem Hype erlegen bin, bin ich zwischenzeitlich durchaus öfter übersättigt und lese nur noch wenige Beauty-Blogs. Ich orientiere mich gezielter, wenn ich ein Produkt brauche (!) , weil das vorige aufgebraucht ist, dann suche ich im Netz nach Reviews. Den Run mache ich nicht mehr mit. Mag aber auch am Alter liegen: mit Ü40 tritt eine gewisse Gelassenheit ins Leben ;-)

    Liebe Grüße
    Sabine

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  45. Ich sehe das genauso wie deine Freundin. Meine ellenlange Favoritenliste an Blogs schaue ich zwar täglich durch, aber richtig lesen tue ich eigtl. nur noch 2, 3 Blogs, wie z. Bsp. Jettie und Lena, Schminknerd oder Cream. Ansonsten scrolle ich meistens nur noch zu den Swatches durch und das wars. Überall LEs und Events, Hype jagt Hype, gesponsert hier gesponsert da.

    Aber das schlimmste und verlogenste sind meiner Meinung nach die Eventberichte. Erstmal finde ich es komplett langweilig und uninteressant. Ich freue mich ja an sich für euch Blogger, wenn ihr eingeladen werdet und einen tollen Tag erlebt, aber ich will kein minutiöses Protokoll eines solchen Events lesen (bzw. ich lese sie überhaupt nicht). Interessant finde ich vor allem, wie falsch das oft ist. Da gehen Blogger, die nur kurz vorher mit viel Tamtam den silikonhaltigen Haarprodukten abgeschworen haben, zu einem Pantene-Event, was ja eigtl totaler Sonermüll ist. Die oft gebrachte Ausrede ist dann "Ich will meinen Lesern halt alles bieten". Aber geht es bei einem Blog nicht eben darum, die eigene Einstellung und Lebensweise zu teilen und nicht wie ein Dienstleister zu agieren?
    Immer gesponserte Produkte, die man dann auf 80% aller Blogs wiederfindet. Und immer sind sich alle einig: Entweder ist das Produkt supertoll oder superscheiße. Richtig interessant wirds dann, wenn man nach ein paar Monaten tatsächlich eine eigene Meinung gebildet hat und merkt, dass das tolle Hypeprodukt ja doch scheiße ist (oh, wie ich mich da an Aussie erinnere...).

    Ich will ehrliche, gern auch mal amateurhafte (ist das nicht bekloppt, dass ein Blog, ein Hobby, profimäßig betrieben werden muss???) Blogs.

    Dennoch liebe Grüße ;-)
    Pia

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    1. Ich glaube, dass mit der Professionalität bleibt nicht aus, wenn man etwas jahrelang täglich macht. Man entwickelt einfach einen gewissen Stil und lernt dazu, auch wenn es nur ein Hobby ist.

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    2. Ich sehe das ähnlich wie Karmesin. :)

      Dann noch ein kleiner Gedanke: Als Blogger ist es schwierig, stets aus der Masse der Beiträge mit neuen und kreativen Posts herauszustechen. Ich weiß nicht, ob diese „Ideenlosigkeit“ in der fortschreitenden Kommerzialisierung begründet ist. Es gibt genug Blogs, die monetarisiert sind und dennoch tollen und qualitativen Content bringen (Musterbeispiel Magi). Dagegen gibt es z.B. auch jüngere Blogs, die aufgrund von einer PR-Meldung nach der anderen im Einheitsbrei untergehen (wahlloses Beispiel). Ich denke, dass der Anspruch an den eigenen Content und Abwechslung bei den Beiträgen einer Kommerzialisierung nicht widersprechen muss. Das Verhältnis muss einfach stimmen. LG, Mia <3

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    3. Ich kann dir, also Pia, nur in allem zustimmen.
      Klar bleibt die Professionalität nicht aus, da man sich ja auch weiterentwickelt und das ist auch gut so, aber man sollte dabei doch authentisch und ehrlich bleiben! ;)
      Ich verstehe übrigens dieses Rumgereite darauf auch nicht, warum man sich unbedingt Dinge zuschicken lassen muss, weil man ja Abwechslung auf seinem Blog bieten muss. Hat man keine eigenen Ideen, die auch Inhalte schaffen können? Wer sagt überhaupt, dass Blogger andauernd spannenden Content wie am Fließband produzieren müssen? Es ist und bleibt doch ein Hobby! ;) Kann man sich nicht einfach etwas, was einem interessiert, kaufen, so wie früher, anstatt massenweise Dinge anzuhäufen, die man einmal durchswatcht und dann nie mehr benutzt? Es ist ja leider so, dass vor allem LE Produkte einmal gezeigt werden und dann nie mehr irgendwo auftauchen. Mich würde mal interessieren, was all die Blogs so mit diesen Sachen machen... Ich finde, dass man halt einfach nicht jedem Testmuster hinterherrennen muss, wenn man seinen Lesern etwas bieten und seine Glaubwürdigkeit behalten möchte.
      Über dieses Thema könnte ich glaube ich noch stunden lang diskuttieren! ^^
      LG, Bea

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  46. Ich habe nichts dagegen einzuwenden, dass Blogger Testmuster/Gratisprodukte bekommen, solange diese wahrheitsgetreu gepostet werden. Aber auch mich nervt seit längeren dieser Einheitsbrei, der sich auf vielen bekannten Blogs entwickelt hat. Ausnahmen und gerne gelesen sind von mir immer wieder Magimania, da sie und ihr Team einfach viel Informatives für uns Leser bieten. Dort wird nicht versucht krampfhaft witzig zu sein, der Schreibstil ist in Ordnung und angenehm, und ich habe dort nie das Gefühl eine reine Werbeanzeige zu lesen. Auch bein eurem Blog hier fühle ich mich als Leserin noch gut informiert, vor allem nicht instrumentalisiert. Inzwischen lese ich auch wieder kleinere Blogs, die liebevoll gemacht sind, und jeder Beitrag sehr authentisch wirkt, im Vergleich zu vielen größeren Blogs, die auf mich wie eine reine Werbemaschine wirken. Auf vielen Blogs fehlt mir die Persönlichkeit und der Zugang zum Blogger dahinter, und wenn ich "Sponsered" lese, dann achte ich darauf, ob das Produkt auch zum Blog passt. Letztens aufgefallen bei einer teuren Anti-Falten Wundercreme, die von einigen Bloggern beworben wurde, die sicher nicht in die Zielgruppe der reiferen Haut fallen. Da nützt auch das Testen an der Mutter nicht viel für mich. Aber es wurde ja gesponsert. Es ist schwierig geworden zu unterscheiden, ob ein Blogger mit Herz und Leidenschaft schreibt, oder nur mehr wegen der Kommerzialisierung, vor allem dann, wenn ein Blog ständig mit Affiliate und bezahlten Beiträgen um sich wirft. Bei Eventpostings sieht man immer wieder die gleiche Truppe an Bloggerinnen, bei den nachfolgenden Beiträgen dazu gibt es kaum mehr Individualität - Einheitsbrei. Massige Previews erspare ich mir schon lange, denn wenn ich wissen möchte, ob etwas neues von einem Hersteller rauskommt, kann ich auch selbst danach googeln.

    lg Anne

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  47. Die Frage passt gerade sehr gut, ich habe gestern mal in meinem Dashboard aufgeräumt.
    Ich habe kein Problem mit gesponserten Produkten, wenn denn die Meinung ehrlich ist...und wie bitte soll man das erkennen? Wenn jemand in Lobhymnen ausbricht, könnte es ja gut sein, dass er das Produkt tatsächlich gut findet. Allerdings bleibe ich immer skeptisch, bilde mir eine eigene Meinung. Ich nutze große Blogs nur noch, um Swatches zu finden, mehr nicht. Möchte ich in teueres Produkt kaufen, gehe ich in den Laden und probiere es aus.
    Wenn zu einer Essence und Co. LE 1000 Reviews herumschwirren solls mir recht sein. Wenn mich ein Produkt interesiert, schaue ich mir ein paar an und gehe dann in den Laden und entscheide vor Ort.

    Viele Blogger "Berühmtheiten" sind mir mit der Zeit unsympathisch geworden, sei es mit dem, was sie dann zwischen den Zeilen mal schreiben oder wie sie auf Fragen antworten. Aber gut, wird gelöscht und dann kanns mir egal sein.
    Diese Events finde ich mittlerweile auch nicht mehr spannend. Immer das Gleiche, ich lese die Berichte kaum noch. Es werden auch immer die gleichen Blogger eingeladen, ich habe als Leser das Gefühl, das ist eine große Clique und die haben auch alle die gleiche Meinung. Einige stechen heraus und die Blogs lese ich weiterhin, aber viele, die ich anfänglich gelesen habe, schaue ich mir nicht mehr an.

    Ich versuche selber immer noch, eine gute Mischung für mich zu finden.

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  48. Ich bin froh dass es mittlerweile sehr viee verschiedene Produkte gibt. Man geht sehr gut auf die Konsumenten ein. Ich hab auch nix gegen gesponsorte Posts, solange die Meinung die eigene ist und bleibt. Blogs die grundsätzlich alles toll finden like ich einfach nicht. Dank Blogs hab ich mir schon einige Fehlkäufe erspart

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  49. Ich habe nichts dagegen, wenn zwischendurch auf einem Blog mal ein gesponsertes Produkt auftaucht, so lange es nicht überwiegend gesponserte Produkte sind, die gezeigt werden, oder ich den Eindruck gewinne, dass die positive Meinung der Bloggerin über das Produkt gekauft wurde und nicht ihrer tatsächlichen Meinung entspricht. Die Eventberichte (hier mit Manhattan nach New York, da wegen eines Bond-Parfums nach Luxemburg (?) und immer alles möglichst luxuriös, wobei die Kosten der Luxusevents dann schön auf den Kaufpreis der Produkte draufgeschlagen werden und die Dummen, die den Kram kaufen, statt geschenkt bekommen, dafür zahlen können) nerven mich hingegen nur noch. Der Gipfel war die Aktion von Aussie mit der Australienreise. Nur Müll in der INCI-Liste, dieser teuer verkauft und unkritische Werbung ohne Ende auf großen Blogs dabei bekommen, weil alle die Australienreise gewinnen wollten. Als werbestrategischer Schachzug der Firma genial, aber einige Bloggerinnen haben dadurch meine Sympathie verloren. Insgesamt würde ich mir bei vielen Blogs einen kritischeren Blick auf die Inhaltsstoffe der vorgestellten Produkte wünschen, sowie mehr Auseinandersetzung mit der Einstellung der Firmen zu Tierversuchen.

    Lena

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    1. hahahah...geil...und ich will mal wissen ob die auch noch die Aussie Produkte weiterhin benutzen!?
      nach der INCI-Liste bestimmt nicht aber erst muss man doch alles loben um es zu gewinnen....

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  50. Auf jeden Fall ein interessantes Thema. Mich nerven diese ganzen Previews zu irgendwelchen LEs. Das kann ich echt nicht mehr sehen... Ansonsten habe ich schon öfters das Gefühl, dass Produkte in den Himmel gelobt werden und ich aber nach einem Kauf oder Ausprobieren schlimm enttäuscht bin. Deshalb gucke ich mir gern die Fotos zu 'nem Produkt an, mache dann aber meine eigene Erfahrung damit, weil ich der Meinung oft nicht vertraue. Zudem sind mir die Inhaltsstoffe wichtig, weshalb ich manch eine Lobpreisung nicht nachvollziehen kann ... Wenn mich ein Produkt brennend interessiert und ich den Test mit meinen eigenen Prinzipien (u.a. gute INCIs) vereinbaren kann, dann frage ich direkt bei der Firma nach und erkläre denen, wieso ich mich mit ihrem Produkt so gut identifizieren kann (das hab ich bis jetzt 2 mal gemacht). Ansonsten kaufe ich alles selbst und kann ohne irgendwelchen "Druck" meine ehrliche Meinung sagen. Das ist doch das Wichtigste: Die ehrliche Meinung + ein sympathisches Auftreten.

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  51. Da ich beruflich im Onlinemarketing tätig bin und privat gerne Blogs lese, sehe ich beide Seiten.
    Aus beruflicher Sicht finde ich es toll, dass es Blogs gibt die sogenannte "Sponsored Posts" annehmen. Wobei ich sagen muss, dass ich echt Probleme habe für meine Kunden wen zu finden. Allerdings habe ich auch keinen Kunden im Beauty-/ Modebereich. Zudem habe ich auch vor Jahren einen Blog zum Thema Reitsport gestartet und werde nun auch mit Anfragen überhäuft. Interessante nehme ich an, andere lasse lasse ich ganz einfach sein. Jedes Thema soll auch ein Teil von mir sein, also ich meine, ich muss das Thema auch selber vertreten können. Viele Blogs im Mode- und Beautybereich, sind mir auch zu kommerziell. So viele Produkte kann man sich gar nicht ins Gesicht schmieren oder auf die Nägeln kleistern.... zumal ich das auch gesundheitlich ziemlich bedenklich finde.
    Als Leser finde ich es sehr anstrengend. Wie viel "Echtheit" steckt noch in einem Artikel? Möchte der Schreiber/ Bloginhaber dem Kunden gefallen? Das empfinde ich als ziemlich anstrengend. Zumal die ganze Knipserei vom Büffet, den Stylings der Bloggerinnen mich mittlerweile langweilen.
    Ein Blog sollte authentisch bleiben und der Schreiben seinem Stil und dem warum (warum er den Blog gegründet hat) treu bleiben.

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  52. Wenn ich einen Post zu einem gesponserten Produkt lese, erwarte ich schon von vornherein nichts Anderes als Werbung, das ist doch klar. Gravierender ist in meinen Augen das Unwissen von fast allen Bloggerinnen - da werden z.B. Produkte nach dem Duft bewertet. Oder du selbst schließt von der Konsistenz auf die Verträglichkeit eines Serums. Das ist lächerlich - und es zeigt auf fast allen gängigen Blogs, dass da größtenteils Kinder sitzen, die mit Marken spielen - oder sind es Marken, die mit leicht beeinflussbaren Kindern spielen? Schlußendlich haben die Leser es in der Hand - wegklicken und gut ist.

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    1. Warum ist das so klar? Verstehe ich absolut nicht. Meinst du denn wirklich, dass wenn jemand sich eine teure Palette oder auch einen Nagellack selbst kauft, dass er dann völlig unvoreingenommen ist? Oder ist es man dann nicht vielleicht sogar weniger objektiv als bei einem PR-Sample, da man sich das selbstgekaufte Produkt selbst ausgesucht hat, also generell dem Produkt schon viel positiver gegenübersteht, die Farbe "wunderschön" findet und sein hart verdientes Geld dafür auf den Kassentisch gelegt hat???

      Wie könnte man dann vor Fehlkäufen warnen auf Blogs? Schlechte Produkte kauft man sich doch nicht?

      Wenn man etwas zugeschickt bekommt, sieht man das Produkt wohl eher als "Testprodukt", dass man auf bestimmte Eigenschaften testet, um den Lesern eine vernünftige Review zu bieten. So machen es mMn ernstzunehmende Blogger.

      Blogger als Kinder zu bezeichnen, die nur spielen, ist fast eine Beleidigung und eine Geringschätzung vieler Blogger, die wirklich gute Blogs führen. Vielleicht liest du auch einfach die Falschen.

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    2. Ich finde auch nicht, dass man dies so über einen Kamm scheren darf. Nur weil es ein Produkt gesponsert ist, so ist es zumindest bei mir, muss die Meinung doch nicht von vornherein gefestigt sein.

      Ich bekomme ab und an auch Produkte zur Verfügung gestellt und manchmal gibt es, wenn mir etwas nicht zusagt, eben auch mal einen etwas negativ ausfallenden Bericht. Klar habe auch ich mir schon Gedanken gemacht, da wird man zu einem Event eingeladen, bekommt das super gehypte Produkt und findest es dann schrottig und schreibt das auch noch.... Aber man darf hier ja auch eines nicht vergessen: Es geht immer um die subjektive Meinung, wie etwas bei mir funktioniert und das kann bei jemand anderem ganz anders sein. Das aus meinen Artikeln rauszulesen, traue ich meinen Lesern voll und ganz zu.

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  53. Oh man, so viele Kommentare!! Da scheint ja mächtig was los zu sein ;)
    Ich bin sowohl als Leserin als auch als Autorin relativ neu in der Bloggerszene und habe was das Thema angeht eine geteilte Meinung:
    Grundsätzlich finde ich PR-Samples, die von Firmen an Blogger geschickt werden, gut, denn ich vertraue lieber auf 5 Bloggermeinungen als auf eine Herstellerproduktbeschreibung. Aaaaaaber: Das "auf jmd. vertrauen" ist so eine Sache. Vielleicht bin ich zu neu und habe noch nicht so ganz DEN Durchblick, doch ich denke schon, dass ich herauslesen kann, ob eine Bewertung ehrlich gemeint ist oder gekauft wurde.
    Was ich nicht mag, sind diese unzähligen, sich aneinanderreihenden Produktneuheiten-Vorstellungen :O Etwas neues, und noch was neues und noch und nöcher... Ohne eigene Meinung in blinde Kopierwut verfallen? Ne, da klicke ich weiter!

    Viele Grüße,
    rocket belle

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  54. Ja, da ist was dran. Nur frage ich mich oft, ob ich nicht einfach schon zu abgebrüht bzw zu gesättigt bin.
    Ich lese Blogs/ Schaue YouTube Videos seit, hmm, schon 3-4 Jahren, und da hat man schon so manchen Hype mitbekommen, ist dem Produkt im Laden hinterhergejagt und hatte es dann nach einem halben Jahr doch nur noch rumliegen. Das befriedigt mich auch nicht.
    Ich hab in der Zeit dank der Blogs/Videos Neues ausprobiert und rausgefunden was mir steht/ich brauche etc. Und nun? Was soll schon noch groß kommen?
    Sortimentsumstellung 348 innerhalb von 3 Jahren, Cupcakeevent Nr. 12 im Monat. Alles nicht mehr so spannend irgendwie. Im Endeffekt geht's ja doch nur ums werben und verkaufen der Produkte, so schön der Cupcake auch mit Instagramfilter sein mag.
    Und dann hat man vielleicht noch ein paar Gebiete auf denen man gerne offen für Neues ist und dann wird dir dort die 30. gesponserte BB Cream schön geredet oder woanders die Pinsel mit Affilatelink angepriesen. Ist das wirklich so ehrlich und Transparent wie sie alle immer Behaupten?

    Irgendwie geht's mir wie deiner Freundin. Alles schon irgendwie dagewesen, ich sehe es als "Normalo" nicht unbedingt ein eine Creme für viel Geld zu kaufen, wenn díe Firma dahinter den Bloggerinnen/Youtuberinnen Hotel, Anreise und was weiß ich nicht noch alles zu einem Event zahlt und spannend find ich das auch nicht mehr.
    Ich lese meine paar Blogs, gerne auch wegen Witz und Charme im Schreibstil, seit Jahren konstanter guter Reviewen, gute Mischungen der Produkte, sowie neuer Ideen was Zuschauereinbindung angeht, bzw Lifestyle-Bla einfach weil es meist schön anzuschauen ist, so ein bisschen wie Jolie/Glamour/Cosmos lesen und das wars.
    Die Review zu Lidschatten xyz interessiert mich einfach nicht mehr und wenn ich nach einem speziellen Produkt suche, denke ich, ich hab genug Wissen um zu wissen wo ich eine ehrliche Meinung darüber finde.
    Same for Youtube.

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  55. Ich hab zwar bei Dianas Montagsfrage schon geschrieben, dass ich PR-Samples eigentlich grundsätzlich in Ordnung finde und ja auch meinen Nutzen daraus ziehe beispielsweise neue LEs schon vor Erscheinen getestet werden, aber nach dem Lesen deines Artikels sehe ich das durchaus nochmal differenzierter. Der Einheitsbrei, den deine Freundin angesprochen hat, ist mir nämlich vielfach auch schon aufgefallen! Das bezieht sich weniger auf LEs der Drogeriemarken, die für mein Empfinden meistens nur an ein paar wenige Blogger meiner Leseliste gehen sodass es nicht Überhand nimmt, aber manche Firmen scheinen da ja einen regelrechten Rundumschlag zu machen, sodass plötzlich auf sehr vielen Blogs Artikel zu dem selben Produkt erscheinen. Da lese ich dann meistens einen und scrolle über den Rest höchstens noch drüber um zu sehen, ob noch andere Farben oder konträre Meinungen dabei sind, aber 15 Artikel zum selben Produkt in meiner Leseliste zu haben nervt mich dann doch meistens eher, selbst wenn ich das Produkt grundsätzlich interessant finde. Noch mehr nervt es mich aber, wenn es sich dabei um teure Produkte handelt, die die Mehrzahl der Leser vermutlich gar nicht kaufen würde/könnte oder die eigentlich irgendwie an der Hauptzielgruppe oder gar den eigentlichen Bedürfnissen des Bloggers vorbei gehen und man sich denken kann, dass die Person das Produkt selbst vermutlich nie gekauft hätte, sich aber womöglich trotzdem noch dafür bezahlen lässt, es zu reviewen. (Das ist natürlich noch mal ein Unterschied zu unangekündigten Samples, die u.U. auch dem eigenen Geschmack nicht entsprechen.)
    Außerdem finde ich es immer irgendwie komisch, wenn ein Blog quasi fast nur PR-Samples vorstellt oder mal ein Make up damit schminkt etc., aber die selbst gekauften Produkte regelrecht eine seltene Ausnahme bilden (oder dann womöglich auch noch ausschließlich im Drogeriebereich liegen, während man zig gesponserte High End-Produkte auf dem Blog findet).
    Im Übrigen finde ich es ganz furchtbar zu merken, dass ein Artikel nur geschrieben wurde, um einen bestimmten Affiliate-Link oder eine Werbe-Erwähnung unterzubringen, obwohl das Thema eigentlich gar nicht so passt oder vollkommen aus der Luft gegriffen ist. Wenn auf einem reinem Beautyblog z.B. plötzlich ein Beitrag kommt, der damit beginnt, wie wichtig ein gesundes Frühstück ist und wie das Lieblingsfrühstück der Bloggerin aussieht und dann ganz zuuufällig eine bestimmte Müslimarke oder so verlinkt wird, nee, da denke ich mir nur immer die Person hätte es ohne den Link doch nie im Leben für nötig befunden, über ihr Frühstück zu schreiben. Wenn man einfach den Eindruck hat, dass eine Person sehr viele Angebote annimmt, auch wenn man das Gefühl hat sie passen gar nicht zur ihr oder gefallen ihr nicht, das finde ich dann einfach schade. Bei manchen Blogs (auch abseits der Beautyszene, z.B. bei Lifestyleblogs) hat man einfach das Gefühl es komme ständig nur was gesponsertes und der ganze Blog ist mehr oder weniger eine bezahlte Werbefläche mit Anpreisungen für ein Produkt nach dem nächsten. (Dabei ist es ja durchaus genau so Werbung, ein selbst gekauftes Produkt vorzustellen, aber oftmals kommt das finde ich einfach anders rüber.)

    Eventberichten stehe ich auch kritisch gegenüber, aber das kommt drauf an wie sie gemacht sind. Wenn es nur ein paar Fotos von Location, Essen usw. sind und ein "hach war das toll" finde ich das irgendwie doof weil es eigentlich keinen wirklich Nährwert für den Leser hat und mehr den Eindruck von "Guckt mal wo ich tolles eingeladen war!" hat. Wenn aber tatsächlich auf die vorgestellten Produkte, Neuheiten und Marketingtechniken o.ä. eingegangen wird finde ich das schon spannender. (In diesem Zusammenhang übrigens: diese ganzen Müllposts oder Sonntagsfüller von wegen "das hab ich die Woche über alles gemacht, gefuttert, ..." gehören auch zu den Posts, auf die ich Null Bock habe, das hat für mich einfach überhaupt keinen sittlichen Nährwert, den man ja auf einem Beautyblog im Zweifelsfall doch sucht.)

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  56. Ich jedenfalls freue mich immer wieder auch über Blogs, die aus der Masse und dem Einheitsbrei rausstechen, sei es durch eine besonders erfrischende Schreibweise oder eben weil sie nicht ein PR-Sample nach dem anderen geschenkt bekommen sondern nur Produkte vorstellen können, für die sie ihr eigenes Geld ausgeben müssen. Wie gesagt, gelegentlich ziehe ich ja durchaus meinen Vorteil aus vorgestellten Samples, vielfach empfinde ich es aber auch als Einheitsbrei und manchmal leider auch schwierig zu erkennen, ob jemand überhaupt seine ehrliche Meinung schreibt oder nur Augenwischerei betreibt weil er dafür Geld bekommt.

    Was hier auch irgendwo erwähnt wurde und ich sehr interessant finde ist der Einfluss, den Blogger u.U. auf die Firmen haben. Obwohl es uns vermutlich alle nervt, wenn irgendwo nur angetatschte Produkte zu finden sind, kann ich mich jedenfalls nicht erinnern, schon mal irgendwo von einem Aufruf an die Firmen gelesen zu haben, der Hygienesiegel fordert, dabei wäre so ein Beautyblog sicher eine gute Plattform dafür, denn anscheinend schauen die Firmen ja auch, was die Blogger so zu ihren Produkten zu sagen haben? (Aber logisch, wenn man PR-Samples frei Haus kriegt hat man das Problem mit benutzten, angetatschten Produkten da natürlich nicht und schwupps fällt es unter den Tisch.)

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    1. Stimmt nicht ganz :) mein PR Sample von Catrice hatte mehrere Fingerabdrücke in den Lidschatten :/

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    2. Den Aufruf nach einem Hygienesiegel gab und gibt es doch! Ich glaube, es war Magi von Magimania, die dafür sogar eine Facebookseite erstellt hat.

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  57. Ich blogge selbst nicht, obwohl ich ein ziemlicher Beauty-Junkie bin. Warum nicht? Weil es einfach nix zu schreiben gibt, was nicht 100 andere Blogs auch schreiben - glaube ich. Andere hält es nicht davon ab, den 100001. Beautyblog aufzumachen, damit man PR-Samples kriegt oder bei Produkttests ne bessere Chance hat, ausgewählt zu werden.
    Zum einen lese ich Beautyblogs, weil ich mich über ein Produkt informieren will: ich werfe google an und schau, was die Ergebnisse liefern. Zum anderen lese ich einige wenige, weil der Inhalt interessant ist. Interessant, weil authentisch und informativ. Weil jemand über seine Leidenschaft schreibt oder interessante Hintergrundinfos liefert zB zu Inhaltsstoffen, Hygiene, Beautymythen usw.
    Wenn jemand quasi *nur* über PR-Samples und Events schreibt, lese ich den Blog nicht mehr - wenn ich sowas will, kann ich gleich ne Frauenzeitschrift kaufen. Ich erinnere mich da speziell an einen Blog, der mit einer großen Frauenzeitschrift kooperiert oder eine Truppe Beauty-Spezies, die für eine Drogeriemarke engagiert worden und jetzt als "authentische Bautymädels" für einen Homeshopping-Sender tätig sind.
    Ich will keine Cupcake-Bilder und "ach wie toll, Manhattan, Paris, ..." - wenn das in einem ansonsten schönen Blog mal dabei ist, ist das kein Problem. Ich will keinen Werbeblog für Marke X. Wenn jemand nun eine Marke wirklich besonders mag und das glaubhaft rüberbringt, deswegen wirklich viel von denen benutzt und dann auch Samples bekommt, ist das auch kein Problem.
    Ich als Leser komme mir irgendwie doof vor. Ich liebe Beauty auch, aber ich muss mir fast alles kaufen - das mache ich ja gerne. Ich liebe meine Schätzchen aus dem high end-Bereich, ich schätze sie wert (und auch die tollen Produkte aus der Drogerie oder die in D schwer zu bekommenden Sachen). Bei manchen Bloggern habe ich das Gefühl, dass sie selbst übersättigt sind, ersticken in toller, teurer Kosmetik, sie aber nur 1x benutzen. Das macht beim Lesen keinen Spaß. Die meisten Leser sind vermutlich nicht so wohlhabend, sich ständig die ach so tollen high end-Sachen zu kaufen - es wird aber kommuniziert, dass es ganz normal ist, high end zu verwenden - dank PR kein Problem. Was sollen da besonders junge Leserinnen denken?
    Ich möchte mehr lesen von selbst gekauftem, von eigener Überzeugung. Ich brauche nicht täglich neue Beiträge - Klasse statt Masse. Ich brauche keine Reviews aller neuen Produkte der neuen LEs. Wenn dann auch PR dabei ist - kein Thema, aber ich möchte den Blogger als Person und seinen Beautyalltag lesen, nicht den Blogger als Werbeträger von Marken X und Y.
    Wenn es teure Produkte sind, wirkt eine Review für mich einfach authentischer, wenn es selbst gekauft ist - weil man dann beurteilen kann, ob das Produkt das Geld wert ist - und dem Leser eine bessere Grundlage bieten kann für eigene Kaufentscheidungen. Das würde auch zu mehr Vielfalt in der Szene führen, weil eben nicht jeder über alles schreibt - da sich kaum jeder alles kaufen wird. Ich möchte auch kritische Reviews, wenn ein Produkt nicht funktioniert oder sonstwie einen Haken hat.
    Da passt es natürlich besonders, wenn die Bloggerin einen ähnl. Typ hat wie die Leser - was nützt mir ne Review einer dunklen Foundation für ölige Haut, wenn ich selbst ne trockenhäutige Blassnase bin.
    Ich möchte letztlich eine Leseerfahrung so als ob man unter Freundinnen über Kosmetik quatschen würde - nicht als ob mir eine Verkäuferin oder Werbebroschüre irgendwas andrehen will.
    Die Blogger dürfen schreiben, wie und was sie meinen (oder was die Firmen wollen, je nachdem) - die Leser können entscheiden, was sie anklicken, lesen, abonnieren.

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    1. Besonders bei den letzten zwei Sätzen stimme ich dir voll zu!

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  58. P.S. weil ich gerade oben Hygiensiegel las: ich habe bei meiner letzten Review zur catrice LE aufgezeigt, dass in meinem Produkt Fingerabdrücke waren. Von Cosnova selbst kam diesbezüglich noch keine Antwort ( auch wenn es nur ein Gewinn PR Sample ( und mein 1. lol) war.


    Bin ich da die Einzige? Solche Dinge fehlen mir oft bei entsprechenden Posts :(

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  59. Wenn man sich die Kommentare so durchliest, wird doch eines klar:

    Die Blogger müssen einen riesen Spagat hinbekommen. Die Ansprüche und Wünsche der Leser gehen weit auseinander.

    Auf der einen Seite sollen Blogs nicht zu kommerziell sein, nicht zu viele Samples zeigen, am besten keine Werbung schalten.
    Wie kann es aber sein, dass gerade die Blogs, die regelmäßig Content liefern und auch über viele PR-Samples schreiben, diejenigen mit den meisten Lesern sind?

    Auf der einen Seite soll es nur ein Hobby sein, auf der anderen Seite soll man sich auch intensiv mit Inhaltstoffen auseinander setzen und natürlich auch alle Produkte selbst kaufen.
    Das heißt: ein Laie ohne Bezahlung/kostenlose Produkte aber mit dem Wissen eines Profis, dass man teilt??? Wie geht das zusammen? Wie soll man das leisten können als einzelne Person?

    Der Charme von Blogs ist doch gerade, dass es normale Nutzer sind, die die Produkte testen. Man kann nicht in allem ein Experte sein. Oder wollen hier manche behaupten, wenn sie sich mit einer Freundin über Make-up oder Pflegeprodukte unterhalten, dann geht es großartig um Inhaltsstoffe etc.? Oder geht es da einfach mehr um die persönliche Erfahrung mit Produkten?
    So ähnlich sehe ich Blogs. Wie eine Art "gute Freundin" (bitte nicht drauf aufhängen... es ist nur eine Veranschaulichung), die ebenfalls eine Leidenschaft für Make-up hat. Keine Chemikerin, Kosmetikern oder Makeup-Artist. Sondern eine begeisterte Nutzerin von Kosmetik.

    Diejenigen, denen irgendwas fehlt in der Bloggerwelt: Warum schreibt ihr nicht einfach auch einen Blog und füllt diese Lücke? Ist doch ganz easy, ein Hobby, das man ganz locker flockig nebenbei macht. Oder vielleicht doch nicht?

    Und zum Abschluss: Wie im echten Leben, gibt es eben solche und solche Menschen. Welche, denen man vertrauen kann, und welche, bei denen man das eher nicht sollte. Warum sollte es bei Bloggern anders sein? Sind alles nur Menschen! Sie können sich irren, sie können nicht alles wissen. Es gibt solche und solche, und man kann als Leser völlig frei entscheiden, wenn man liest und man bekommt auch ein Gefühl dafür, wem man vertrauen kann und wem nicht.

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    1. DANKE, Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe beim aufmerksamen Lesen der Kommentare mehrfach schlucken müssen und gedacht:"Die Ansprüche sind hoch und gehen weit auseinander. Wie soll man das leisten können?"

      Hinzu kommt, das wir mMn mit der gerade beginnenden Professionalisierung die Anfänge einer neuen Phase der deutschen Bloglandschaft erleben. Wie bei allen neuen Projekten durchlaufen die Akteure (Blogger, Leser, PR-Firmen etc.) eine Lernkurve. Manche stellen sich geschickter an als andere, alle machen hin und wieder Fehler. Ich finde es schade, dass man heutzutage scheinbar keine Fehler mehr machen und daraus lernen darf. Das bezieht sich nicht nur auf Blogs. Auch als Mensch, Elternteil, Arbeitnehmer, Künstler wird von Anfang an ein Grad an Perfektion und Funktionalismus erwartet, den die meisten gar nicht leisten können. Aber ich schweife ab...

      Ich finde Kritik wichtig und wertvoll. Aber ebenso wichtig ist es, die eigene Erwartungshaltung und Position immer wieder zu hinterfragen. Das würde häufig viel unnötig gehegten Groll verhindern. Letzen Endes kann jeder für sich Konsequenzen ziehen und das Lesen, was einen persönlich anspricht. Samples hin oder her.

      Meine Leseliste ist voll von kreativen Looks, interessanten Blogger-Aktionen, informativen Hintegrundartikeln und eben auch werbenden Inhalten, Swatches, Reviews. Ich finde da durchaus genug Abwechslung und wenn mir etwas nicht passt, kann ich konstruktiv kommentieren oder es gar nicht erst lesen.

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    2. Eure beiden Kommentare waren mit Abstand der Lichtblick unter all diesen Kommentaren! Ich sehe es ganz genauso, die Erwartungshaltung ist unerfüllbar hoch. Und ich verstehe nicht mal ansatzweise warum das gerade in der Beauty-Community so stark ausgeprägt ist. Bei Mode- oder Lifestyleblogs interessiert es kaum einen Leser, das ein Großteil der Dinge die dort gezeigt werden gesponsert sind. Ganz zu schweigen von ausländischen Blogs, da hängt sich kaum einer daran auf, dass Beiträge bezahlt sind, PR-Samples gezeigt werden etc.. Am Ende muss man, wie von meinem Vorredner schon erwähnt, wie im echten Leben, den Menschen hinter dem Blog vertrauen, oder eben nicht.

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    3. Nicht zu vergessen, dass die hohen Erwartungen an Blogger oft in krassem Gegensatz dazu stehen, was viele - natürlich nicht alle! - Leser den Bloggern zurückgeben. Nämlich nichts. Klingt hart, ist aber so.

      Wir werden mit Tipps und Tricks, Warnungen vor Fehlkäufen, Tragebildern etc versorgt. Es gibt ja auch genug Blogger, die sich viel Mühe mit Tutorials geben. Das alles bekommen Leser kostenlos... früher hat man sich dafür Bücher gekauft.

      Man sieht auch sehr schön bei sehr großen Blogs, wo Tausende mitlesen, dass nur ein Bruchteil einen netten Kommentar da lässt, vielleicht 15 Kommentare unter einem Look oder so. Aber wehe wenn irgendwas nicht passt... oder es etwas zu gewinnen gibt, da werden ganz viele aktiv... und schwups sind auch mal 100 Kommentare und weit mehr unter dem Post.

      Passt das zusammen?

      Auch als Leser sollte man sein Verhalten hinterfragen. Hier und da ein "Danke" oder ein Lob für die Bilder, die hilfreiche Review etc., sind eine schöne Sache...Nicht nur zurücklehnen und meckern und fordern.

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    4. Ich kann mich den obigen Beiträgen nur anschliessen.
      Betreffend "den Bloggerinnen etwas zurückgeben": Dieser Punkt beschäftigt mich gerade, da ich auch nicht oft kommentiere. Ich denke mir dann meist, dass mein "Senf" dazu jetzt nicht auch noch interessiert (und die Bloggerin muss die Kommentare ja auch freischalten etc., d.h. hat auch noch Aufwand damit). Aber so kann man es natürlich auch sehen, dann hat das Kommentieren einen anderen Stellenwert. Vielleicht werde ich es in Zukunft auch öfter machen.

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    5. Kommentare sind das Salz in unserer Bloggersuppe! :)

      Ernsthaft, über Kommentare kommt man miteinander ins Gespräch, es entspinnen sich Diskussionen und manchmal werden auch weiterführende Aspekte ins Spiel gebracht. Ich für meinen Teil finde Kommentare super wichtig und hilfreich.

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    6. Aus Lesersicht kann ich nur sagen, dass es schon viele Blogger gibt, die nur positive, unkritische (ungleich beleidigend!) Kommentare wollen. Alles andere wird nicht mehr freigeschaltet. Wie authentisch ist das dann? Will man Interaktion oder gefügige Leser?

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    7. Ich fürchte, das müsstest Du die betreffenden Blogger im Einzelfall persönlich fragen. Kommunikation über Schrift ist immer schwierig, nichts wird so gerne von beiden Seiten missverstanden, wie vermeintlich neutrale und konstruktive Kommentare. Dass das wirklich funktioniert, liegt in den Händen von Bloggern UND Lesern.

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  60. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass für mich sehr viele Blogs, die ich früher sehr gerne verfolgt habe, einfach wirklich nur kommerziell geworden sind..oder um es etwas härter auszudrücken - sie wirken gekauft. Wie deine Freundin schon sagt: jeder berichtet über das gleiche, gleiche Produkte, gleiche Events, oft sehr ähnliche Text, die Sachen werden hochgelobt und ich als Leser weiß oft nicht, ob die Meinung ehrlich ist oder ob der Blogger nur positiv schreibt, damit er nächstes Mal wieder eingeladen wird. Aber das hat natürlich auch etwas Gutes - so bleibe ich bei meinen 4-5 Blogs, von denen ich wirklich weiß, dass sie authentisch sind :) .

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  61. Hmmm.... ich glaube, ich teile die Blogs, die ich lese, und die, die ich nicht lese, in andere Kategorien ein. Wenn mir ein Beitrag gefällt, dann die Schreibe des Autors, die Bilder, die Art alle zu arrangieren und natürlich auch das Thema.
    Ob das Produkt dann selbst gekauft, geschenkt oder ehrlich erarbeitet/gewonnen/gesponsert ist, ist mir ziemlich egal. Ich entscheide nach dem Gesamtpaket, einfach, ob die Person und die Geschichten, die sie zeigt und teilt, gefallen. Punkt.
    Reine LE-Previews und Bewertungen von Fußpflastern lese ich natürlich nicht so gern.. aber wenn meine Lieblings-Beauty-Journalistin darüber schreibt, dann schon...:-)
    LG!

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  62. Mich Stören PR Samples auf Blogs eigendlich nicht , obwohl es ab und an Ausnahmen gibt...Aktuelles Beispiel ist z.B. der Benefit Rockateur der anscheinend an alle verschickt wurde und man ließt es auf fast jedem Blog. Insgesammt habe ich bei Blogs jedoch eher das Gefühl eine ehrliche Meinung zu lesen als jetzt auf Youtube...wo auf einmal alle plötzlich losrennen und sich die komlette Serie von got to be kaufen müssen und alle sind ja sooo begeistert... Mir ist es echt am allerwichtigsten das die Meinungen glaubwürdig sind, wenn ich mir ein teures Product anschaffen möchte und auf Blogs danach suche hat es ja den Sinn das ich erfahre ob es das Geld wert ist, denn wenn wir ehrlich sind schüttelt nicht jeder sich ein Chanel Puder aus dem Ärmel...

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    1. Warum stört dich das Beispiel Rockateur, wenn du das Gefühl hast, ehrliche Meinungen auf Blogs zu lesen?
      Sind mehrere Erfahrungsberichte und Tragebilder bei verschiedenen Typen nicht hilfreicher als zwei, drei einzelne Berichte, die man eventuell gar nicht mitbekommt, da man auch nicht jeden Blog liest.

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  63. Sagen wir mal so: Früher war es ein Hobby wie jedes andere. Man bloggte über Dinge die man ausschliesslich selbst gekauft hatte. War ok für mich. Kommerziell wurde es erst als die Unternehmen darin eine Promotionmöglichkeit erkannten. Doch wenn man sich überlegt das man ohne diese Unterstützung weitaus weniger Produkte kennen lernt - einfach weil man selbst diese Produkte auf Anhieb gar nicht entdeckt hätte - ist das doch eine gute Möglichkeit. Das es dann auch andere Blogs gibt die vielleicht das gleiche Produkt vorstellen stört auch nicht - ist sogar zu begrüssen. Warum? Also ich frage gerne mehrere Leute nach Ihrer Meinung, weil nur dann bekomme ich auch einen objektiven Eindruck. Klar kann ich nicht Auf Anhieb abgrenzen, ob das nur jemand schreibt weil das seine ehrliche Meinung ist oder weil er "gekauft" wurde, aber auch wenn ich das nicht auf den ersten Blick erkenne so merkt man es doch mit der Zeit, dass eben immer nur gesäuselt wird ach wie toll - oh wie schön und keine Aussage da ist. Die Blogs habe ich schnell sortiert. Der der es mit Herz tut ist auch eigentlich leicht zu erkennen. Es sind die Blogs die detailverliebt vorgehen, die auch nach Jahren noch ausführlich und gut schreiben. Ich finde Kommerzialisierung nicht schlimm, solange jemand auch weiterhin mit Herz dabei ist. Eine Kennzeichnung von Sponsoringprodukten ist gesetzliche Pflicht (unlauterer Wettbewerb) und muss auch sein. Affiliatelinks baue ich selbst keine ein, das ist mir dann doch einen Schritt zu weit, Produkttests sind ok. Man muss den schmalen Grad zwischen Hobby und Kommerz gehen - es ist vereinbar wenn man immer ehrlich ist und das erkennt auch der Leser mit der Zeit, welcher Blog hier authentisch ist. Ansonsten kann ich Deine Freundin verstehen: Manchmal nervt es auch mich wenn ich sehe wie viele Blogger es gibt, die bloggen aber eben nicht der Sache wegen. Es wird zukünftig daher nicht damit getan sein Blogs zu lesen. Man muss sich schon die Mühe machen hier wirklich zwei mal hinzuschauen. Solange man das aber noch tut, weiss man dass man es noch liebt. Diese Problematik, die du ansprichst, wird es aber immer geben denn es wird immer Menschen geben die auf kostenlos zur Verfügung gestellte Produkte eifersüchtig sind und dann heistt es wieder: bäh die sind ALLE kommerziell und gekauft. Halte ich nichts davon. :-)

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  64. Grundsätzlich ist nichts gegen Werbung auf Blogs einzuwenden, die "Peanuts" die kleinere und mittelgroße Blogs mit Adsense und Co. verdienen, werden in den meisten Fällen dazu verwendet, Serverkosten zu decken.

    Blogs leben von Authentizität. Das geht verloren, wenn zu viele Beiträge gesponsert wurden/gesponserte Produkte oder Affiliate Links enthalten.

    Wie so oft ists auch bei Blogs der Fall: die Mischung machts.
    Wird alles korrekt gekennzeichnet, haben User kein Problem damit, auch gesponserte Produkte zu sehen.

    Nur ists ein anderes Problem das besonders auffällt: Durch den Einsatz von Adsense besteht ja die Absicht, regelmäßig Geld zu verdienen (wenn auch nur Peanuts). Kommen gesponserte Produkte regelmäßig hinzu (1mal im Monat oder öfter) und dazu noch regelmäßig Affiliatelinks/gesponserte Beiträge sowie ein monetarisierter YT Kanal liegt eigentlich ein Gewerbe vor.
    Heißt also der Bloginhaber ist verpflichtet, ein Kleingewerbe anzumelden und sich eine USt-Nummer zu besorgen. 99% aller Blogs, die das eigentlich betrifft, haben lediglich ein normales Impressum obwohl ja im Sinne der Regelmäßigkeit eine USt-Nummer zu finden sein müsste (weil regelmäßige Einnahmen = Gewerbe). Bei den deutschen Beautybloggern hat lediglich ein Blog das Problem erkannt und korrekt gehandelt. Für viele andere kann es ziemlich heiß werden, wenn das Finanzamt nach Namen googelt und über das Impressum auf Blogs aufmerksam werden, bei denen eben genannte Dinge zutreffen.

    Es steckt viel Arbeit in guten Blogs. Das merkt man auch an Bildqualität/Qualität der Blogeinträge allgemein. Leute, die immer gleich alles schlechtheißen und meckern, nur weil die Blogger mal was gesponsert bekommen um es vorzustellen oder auf Events eingeladen werden, wissen meist nicht, dass das alles Stunden an Stunden von Arbeit mit sich bringt. Denjenigen, die permanent rummaulen kann man nur raten: Macht einen eigenen Blog! Machts besser ;-)

    In Deutschland steckt Blogmarketing/Sponsoring noch in den absoluten Kinderschuhen. In Asien können so genannte Powerblogger sehr gut nur von ihren Blogs leben, bekommen Sponsorings bei denen man hier wohl den Leuten einen Vogel zeigen würde und da ist das ganze völlig normal. (Die guten Blogs kennzeichnen aber auch da ihre gesponserten Sachen korrekt und sagen auch dazu wenn ihnen etwas nicht gefällt).

    Long story short: Solange die eigenen Beiträge mit selbstgekauftem/persönlichem noch in der Überzahl sind und die Werbeeinblendungen/Affiliatebeiträge/gesponsorten Produktvorstellungen nicht Überhand nehmen ists noch in Ordnung. Wichtig ist nur, dass alles korrekt gekennzeichnet ist und dass die Blogger, die regelmäßig mit Sponsoring/Werbeeinnahmen zu tun haben, auch eine USt-Nummer besorgen (hier kommt die Steuerfachangestellte in mir durch...^^) der Transparenz wegen. (Wer mehr wisesn will: von CHIP gibts so n Sonderheft Geld verdienen im Internet da steht tonnenweise was zu Blogs und der Adsense/USt/Gewerbeproblematik drin, kann man "betroffenen" Bloggern wirklich ans Herz legen).

    Gruß

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    1. Und trotzdem macht dieser Blog, den du nennst, auf "Freundin" und gibt nicht zu, dass alles schon kommerzialisiert ist.

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  65. Es ist unmöglich alles selber zu kaufen. Das sehe ich als Leser ein und hab nix gegen den Kommerz.

    Ich will aber dann auch irgendwie Arbeit sehen. Die Bloggerin muss mehr leisten als mal eben Copy&Paste - Einträge. Gute Fotos, Vergleiche, am liebsten paar Dupe Vorschläge und nen guten kurzen Text. Ansonsten könnte ich auch gleich direkt auf die Websites der Firmen gehen.

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    1. Interessant dass du von "Arbeit" sprichst.
      Wieviel Arbeit findest du denn angemessen für einen 2 Euro Nagellack? Sollte man dann für teurere Produkte mehr "arbeiten" als für günstigere?

      Copy&Paste kenne ich, bei den Blogs die ich lese, nur bei Previews.
      Bei Reviews sind die Herstellerangaben doch meist nur als ergänzte Info eingesetzt, auch um zu sprüfen, ob die Versprechen eintreffen.

      Swatches, realistische Angaben darüber wie gut ein Nagellack deckt, trocknet und hält, oder wie gut sich Lidschatten verblenden lassen, habe ich übrigens noch nie auf einer Website der Firmen gesehen ;-) Und auch nicht in Zeitschriften, denn die machen wirklich nur Copy&Paste.

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  66. Natürlich kann keiner alles selbst kaufen. Aber wo kommt der Anspruch her, über alle Produkte auf einem Blog zu berichten? Ich sehe Blogs (wahrscheinlich bin ich da altmodisch, lese auch keine Modeblogs oder Blogs aus anderen Bereichen, wo das Thema Marketing schon etwas weiter entwickelt ist) als privates Ausdrucksmittel des Schreibers. Als "Tagebuch", in dem man Erlebnisse, Gedanken oder Hobbies mit anderen teilt. Für mich (wie gesagt, da habe ich vermutlich einfach ne komische/ falsche Sichtweise) sind Blogs keine Themenzeitschriften, in denen über alle Produkte, alle Rezepte, alle technischen Spielzeuge etc. berichtet werden muss. Sieht der Blogger seinen Blog eher als so eine "Zeitschrift", dann erklärt sich natürlich auch der Anspruch, über so viel wie möglich zu berichten, alle Trends, Events, Produkte, LEs ...
    So eine "Zeitschrift" macht dann auch mehr Arbeit als ein "Tagebuch", denn mit der Zeitschrift habe ich ein Ziel: Leser, Werbung, etwas Geld, Information. In ein Tagebuch würde ich nur schreiben, wenn ich Lust dazu hätte.
    Nun soll eine Zeitschrift weitgehend neutral sein, also ehrlich über Produkte berichten. Das gilt dann auch für Blogs. Alles andere wären Werbeanzeigen, die in Zeitschriften zumindest klein als solche gekennzeichnet werden.
    Die Blogs, die ich lese, lese ich, weil ich den Eindruck habe, dass sie persönlich sind - auch wenn es teilweise PR-Samples sind, sind sie gekennzeichnet und die Texte sind einfach authentisch und unterhaltsam. Butter bei die Fische: besonders möchte ich jettie und she-lynx (der-blasse-schimmer.de) hervorheben.
    Anderen Blogs begegne ich, wenn ich ein Produkt google wegen reviews und dann irgendwo lande. Da bin ich dann wegen eines Artikels und bleibe etwas länger oder bin schnell wieder weg.

    Wie ich schon vorher schrieb: es gibt kein richtig oder falsch - jeder Blogger kann es halten, wie er will (vom gesetzlichen Aspekt irgendwelcher USt.-Geschichten abgesehen), der Leser entscheidet, was er lesen möchte. Der eine mag dieses, der andere jenes.

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  67. Ich bin regelmässige, aber meist stille Leserin von Blogs, möchte hier aber doch auch etwas dazu sagen.
    Ich besuche Blogs oft, um mich über Produkte zu informieren, bevor ich sie kaufe (gerade, wenn sie teurer sind oder ich sie im Ausland bestellen muss und dementsprechend nicht im Laden anschauen kann). Da ist es mir auch sehr recht, wenn mehrere Bloggerinnen über dasselbe Produkt berichten, denn die Meinung von vielen Personen ergibt insgesamt ein objektiveres Bild als eine einzige Meinung, die ja immer auch Ausreisser nach oben oder unten sein kann (vgl. auch mit Bewertungen zu Hotels etc.). Das also mein Kommentar zur Frage nach dem Einheitsbrei: Es stört mich nicht, ist oft sogar willkommen, und wenn ich genügend Reviews über ein Produkt gelesen habe, klicke ich bei weiteren einfach weg.
    Dann zur Frage PR-Samples, Werbung, Affiliate-Links, Bezahlung: Ich denke, dass das Betreiben eines Blogs, insbesondere mit häufigen Posts, sehr zeitaufwändig und auch kostenintensiv ist (Domain, Produkte kaufen, gute Fotoausstattung, ...). Deshalb finde ich es mehr als ok, wenn sich Bloggerinnen etwas dazu verdienen können über diese Möglichkeiten (wobei ich PR-Samples nicht zu "verdienen" zähle, sondern vielleicht eher als Sparmöglichkeit, damit nicht alles selbst gekauft werden muss, aber die gesponserten Posts, Werbung, Affiliate-Links natürlich schon). Und so lange alles klar gekennzeichnet ist, sehe ich da auch absolut kein Problem. Ich bin auch der Ansicht, dass die Bloggerinnen, die ich regelmässig lese, dennoch ihre Meinung zu den Produkten schreiben. Ich selbst habe noch keinen Blog gesehen, auf dem alle Produkte immer gut wegkommen. Natürlich soll es auch das geben, ich denke aber, dass diese Blogs auch nicht sehr erfolgreich sind.
    Und betreffend der Affiliate-Links: Ich finde es gut, wenn ich auf einem Blog direkt zum möglichen Kaufort des Produktes komme. Ob ich es dann auch wirklich dort kaufe, ist ja eine andere Frage. Ich kann immer noch Preise in verschiedenen Shops vergleichen. Aber wenn ich es in diesem Shop kaufen möchte, ist es doch schön, wenn die Bloggerin, dank der ich das Produkt kaufen möchte, auch etwas davon hat?! Erstens sind es ja nur kleine Beträge und zweitens hat sie so eine kleine Entschädigung für den Aufwand, das finde ich vollkommen in Ordnung.
    Und zu den tollen Events und Wettbewerben kann ich nur Folgendes sagen: Gönnt es den Bloggerinnen doch, wir freuen uns auch, wenn wir an einen tollen Anlass eingeladen werden oder bei einem Wettbewerb gewinnen, weshalb sollte das bei den Bloggerinnen anders sein? Dank den Events werden wir auch immer frühzeitig über neue Produkte informiert und können uns ein erstes Bild machen. Und wenn man die Eventberichte nicht lesen will, kann man das ja einfach lassen, das ist doch kein Problem. Ich finde es jedenfalls ab und zu interessant, denn so erfahre ich meist auch etwas über die jeweilige Stadt (Hotel, ev. Restauranttipp).
    Insgesamt finde ich es doch etwas unverschämt, den Bloggerinnen zu unterstellen, dass sie wegen PR-Samples etc. nicht mehr ihre eigene und ehrliche Meinung vertreten. Denn genau das ist professionelles Verhalten, und viele Blogs sind heutzutage sehr professionell geführt, was dann eben auch einen höheren Aufwand bedeutet. Ich bin froh, investieren sie ihre Zeit in dieses Thema, dann gönne ich ihnen auch gerne einen Zustupf an den Aufwand oder einen kleinen Zusatzverdienst!

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  68. Ich habe vorher schon einen längeren Kommentar geschrieben, habe dabei aber noch einen Punkt vergessen, der mir eigentlich doch auch wichtig ist: Trotz vieler Reviews auf vielen Blogs, bin ich der Meinung, dass die meisten Bloggerinnen doch auch oft sehr schöne und kreative Ideen für Posts haben. Seien es tolle Tutorials oder Themenwochen. Oder auch die Adventskalender, die sie immer veranstalten. Das alles ist doch wahnsinnig aufwändig, da wundert es mich nicht, dass das nicht jeden Tag möglich ist. Ich finde aber, dass gerade dieser Punkt in den obigen Kritiken kaum je positiv erwähnt wird.

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  69. An den Blogbetreiber: Es ist das erste Mal, dass ich auf deinem Blog gelandet bin, aber danke für deinen reflektierenden Beitrag und danke für die Diskussion, die du hier zuläßt. Das ist nämlich bei vielen Beautyblogs auch keine Selbstverständlichkeit mehr! Unliebsame Leser werden einfach weggedrückt und nur etwas kritische Kommentare werden nicht veröffentlicht. Und um es einmal zu schreiben: Kritik ist nicht dasselbe wie eine Beleidigung. Man hat ja ggf. genug tolle folgsame Kommentare.
    Meine Erfahrungen beziehen sich in erster Linie auf den Blog, der hier mit der Kooperation einer Frauenzeitschrift umschrieben worden ist. Für mich war es das und ich bin echt froh, dass es noch kritische Leser gibt.

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